Die innovativsten Produkte 2010: Tablets, blitzschnelle Kameras und intelligente Fernseher

Fernseher

Ein ganz heißer Tipp für das innovativste Produkt 2010 aus dem TV-Bereich ist der 31 Zoll große OLED-Fernseher, den LG auf der IFA in Berlin gezeigt hat. Mit einem ultraflachen Display, endlich einer annehmbaren Größe, hoffentlich zu einem gerade noch bezahlbaren Kurs, mit den OLED-typischen perfekten Blickwinkeln und der beeindruckenden Farbwiedergabe. Aber mit dem Innovationspreis ist nichts, denn nicht nur das Gerät ist noch nicht auf dem Markt – selbst die Fabrik, in der der OLED-HDTV gefertigt werden soll, ist noch nicht fertig. Vielleicht wird’s ja im nächsten Jahr etwas damit – bis dahin sehen wir uns mal bei der Konkurrenz um.

Dieser 31-Zoll-OLED-Fernseher von ist lediglich 2,9 Millimeter dick.
Dieser 31-Zoll-OLED-Fernseher von ist lediglich 2,9 Millimeter dick.

Zum Beispiel bei Samsung. Die Koreaner haben ihre LED-TV-9090-Serie vorgestellt – mit 8 Millimeter flachen Bildschirmen, Online-Funktionalitäten, Aluminiumgehäuse und vor allem einer revolutionären Fernbedienung mit Touchscreen-Display, das nicht nur der Steuerung des HD-TVs dient, sondern bei einer Toilettenpause beim Fußballspiel auch gleich als tragbarer Mini-Fernseher, damit man als Zuschauer auch möglichst nichts verpasst.

Spannend könnte auch Google TV werden – vorausgesetzt, es gibt die passenden Inhalte. In Deutschland gibt’s derzeit noch gar nichts in diese Richtung, und die amerikanischen Sendeanstalten sind überhaupt nicht begeistert von der Idee, dem Suchmaschinenbetreiber auch in diesem Punkt ein Stück vom Werbekuchen abzutreten. Hier heißt’s also: abwarten.

Bis dahin geht der Preis für den innovativsten Fernseher an Philips. Nicht wegen dem nun 3D-fähigen Cinema-21:9-Fernseher, nicht wegen Neuauflagen von Ambilight oder Aurea. Sondern wegen einer kleinen Revolution im Hintergrund, von der man kaum etwas mitbekommt: Der Econova hat sich der Nachhaltigkeit verschrieben. Sitzt man vor dem HD-Fernseher, bemerkt man nichts davon. Groß, flach, Aluminiumgehäuse, tolles Bild – etwas heller könnte es vielleicht sein. Dass das Gehäuse aus recyceltem Alu hergestellt ist, dass der Fernseher weniger Energie benötigt als seine Marktbegleiter, dass er sich komplett ausschalten lässt und dann gar keinen Strom benötigt und sogar die Fernbedienung mittels Solarzellen wieder auflädt, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Noch dazu, wenn das gute Öko-Gewissen nicht auf Kosten von Qualität und Leistung geht.

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Notebooks und Netbooks

Obwohl die tragbaren Computer im Grunde genommen seit mindestens zehn Jahren fast unverändert aussehen, hat sich auch 2010 wieder viel getan – das meiste davon unter der Haube. Etwa mit den Dual-Core-Atom-Prozessoren von Intel, die in Kombination mit dem Ion-2-Chipsatz von Nvidia nun auch bei den kleinen Netbooks für eine angemessene Leistung sorgen. Highend-Gaming ist damit zwar immer noch nicht möglich, aber zumindest für die eine oder andere Runde World of Warcraft ist gesorgt.

Auch die Touchscreens haben 2010 wieder für Furore gesorgt. Zumindest etwas, denn sie wandern langsam ab in Richtung Tablet. Notebooks mit berührungsempfindlichem Display müssen sich schon etwas besonderes einfallen lassen, um großartig Beachtung zu finden. Dell hat das erkannt – und baut sein Inspiron Duo mit einem abgefahrenen Schwenk-Mechanismus. Das Gerät lässt sich sowohl mit dem Display nach oben als auch nach unten zusammenklappen, und im „Tablet-Modus“ erscheint eine touchfreundliche Bedienoberfläche, die sich über Windows 7 legt. Aber nach Deutschland kommt das Inspiron Duo erst im Januar – und damit hat es vielleicht eine Chance auf das innovativste Notebook 2011, aber nicht für 2010.

Durchblick: Beim Dell Inspiron Duo rotiert das Display in der Einfassung um die eigene Achse.
Durchblick: Beim Dell Inspiron Duo rotiert das Display in der Einfassung um die eigene Achse.

Für Furore gesorgt hat vor allem Apple mit der Neuauflage seines MacBook Air. Wer es noch nicht live gesehen hat, sollte beim nächsten Besuch eines Elektro-Marktes unbedingt mal einen Blick drauf werfen. So klein und leicht kann also ein Notebook sein? Mit dafür verantwortlich sind etliche Punkte, die jeweils für sich genommen innovativ erscheinen – auch, wenn sie nicht mehr brandneu sind, ist die Konkurrenz immer noch nicht auf die Unibody-Alugehäuse gekommen, die aus einem massiven Stück Alu gefräst werden. Das ist leicht, sexy und stabil. Dazu kommen ein Display mit LED-Beleuchtung, SSD-Speicher, On-Board-RAM und so weiter. Natürlich mit diversen Nachteilen wie dem nicht austauschbaren Akku oder der Tatsache, dass eine Aufrüstung schwer oder gar unmöglich ist. Dennoch ist das neue MacBook Air ein absoluter Blickfänger – und das innovativste Notebook 2010.

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