Die innovativsten Produkte 2010: Tablets, blitzschnelle Kameras und intelligente Fernseher

Camcorder

Nicht nur im Bereich der Fotokameras, sondern auch bei den Camcordern hat Sony für mächtig Furore gesorgt. Mit der NEX-VG10 kam dieses Jahr der erste Consumer-Camcorder mit Wechselobjektiven und großem Bildsensor auf den Markt. Mit 1800 Euro ist die Videokamera zwar alles andere als günstig, doch im Vergleich zu den Profi-Modellen, die austauschbare Optiken und große lichtempfindliche Chips bieten, ist der Camcorder ein echtes Schnäppchen. Auf der günstigeren Seite stehen statt Videokameras wohl eher Video-DSLRs – doch hier lässt die Bedienung zu wünschen übrig, und es gibt in den allermeisten Fällen keinen Autofokus.

Das mit der Sony NEX-VG10 mitgelieferte Kitobjektiv ist fast so groß wie der Camcorder selbst.
Das mit der Sony NEX-VG10 mitgelieferte Kitobjektiv ist fast so groß wie der Camcorder selbst.

Im Praxistest konnte uns die Sony NEX-VG10 dann leider nicht mehr völlig begeistern. Dafür ist die Bedienung einfach zu umständlich, und es fehlen Funktionen, die wir in dieser Preisklasse durchaus erwartet hätten. Auf jeden Fall ist die VG10 sicherlich nicht das letzte Modell dieser Art – und wir sind jetzt schon auf die Nachfolgerinnen gespannt, die wir wohl nächstes Jahr zu Gesicht bekommen werden. Und auch Panasonic und Canon sagt man nach, sie würden ähnliche Camcorder entwickeln.

Mit Avatar wurden 3D-Filme im Jahr 2009 auf einen Schlag zum letzten Schrei – und die 3D-Fernseher begannen, sich in Media Markt & Co. zu stapeln. Im Herbst dieses Jahres hat Panasonic den ersten Full-HD-Camcorder auf den Markt gebracht, der Videos mit drei Dimensionen aufnimmt. Im Lieferumfang des HDC-SDT750 ist eine Aufsatzlinse enthalten, die das Motiv aus zwei leicht versetzten Blickwinkeln nebeneinander auf den Bildsensor projiziert. Dank integriertem HDMI-1.4-Ausgang lassen sich die Ergebnisse anschließend gleich in drei Dimensionen auf jedem kompatiblen Fernseher bewundern. Damit räumt die kompakte Videokamera den Preis für den innovativsten Camcorder im Jahr 2010 ab.

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Tragbare MP3- und Videoplayer

Die MP3-Player sind tot, jedenfalls hört man das immer wieder. Ganz stimmt das wohl nicht, aber die Verkaufszahlen sind laut einer Pressemitteilung der BITKOM seit fünf Jahren rückläufig. Aber Apple schafft es immer wieder, mit seinen iPods für die eine oder andere Überraschung zu sorgen. Der Anfang September vorgestellte iPod Nano bringt im Gegensatz zu seinem Vorgänger keine Kamera, kein Radio und keine Videowiedergabefunktion mit.

Dafür ist das Gehäuse auf etwa die Hälfte zusammengeschrumpft, und das 1,54 Zoll große Display ist berührungsempfindlich. Mit Multitouch-Gesten in bester Apple-Manier wischt sich der Nano-Besitzer durch seine Musiksammlung. Auf dem Winzling läuft allerdings kein iOS, sprich: Es gibt keine Apps für das Gadget. Dafür aber einen Clip, mit dem sich der MP3-Player an der Kleidung festhält.

Steve Jobs hat auf der Vorstellung noch Späße darüber gemacht, inzwischen sind einige Dritthersteller fleißig dabei, den Nano 6G in eine Armbanduhr zu verwandeln. Der Designer der Konzepte TikTok und LunaTik hat auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter.com fast eine Million Dollar für sein Projekt zusammengesammelt.

So sollen die ersten beiden Multitouch-Uhren der Welt aussehen.
So sollen die ersten beiden Multitouch-Uhren der Welt aussehen.

Fazit

Ob Microsofts Zappel-Steuerung Kinect oder Apples Über-Tablet namens iPad, ob 3D-Fernseher mit beeindruckender Tiefe oder hauchdünne OLED-TVs – in diesem Jahr gab es in allen Bereichen beeindruckende Innovationen, die Lust auf mehr machen. Und dieser Lust auf mehr, der werden wir bald wieder fröhnen. Denn in nicht einmal zwei Wochen beginnt mit der Consumer Electronics Show die weltgrößte Messe für Unterhaltungselektronik. Wir sind auf der CES in Las Vegas vor Ort und werden ausführlich berichten.

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