Die App zeigt zusätzlich Wetterinformationen an, die auf einer Vorhersage des Weather Channels basieren, ermöglicht das Anzeigen von Erinnerungen beim Aufwachen und kann sogar automatisch Twitter- oder Facebook-Nachrichten absetzen, wenn man einschläft oder aufwacht. Man darf daran zweifeln, ob all die verfügbaren Funktionen wirklich nützlich sind – aber es ist cool, dass so viel geboten wird.

Die App führt beispielsweise Buch darüber, zu welchen Zeiten man aufgewacht ist, wie oft man die Snooze-Taste gedrückt hat und welche Songs man sich am liebsten zum Aufwachen vorspielen lässt. Für die Einstellung von Bässen und Höhen muss man zwar am Gerät selbst Hand anlegen oder die mitgelieferte Fernbedienung bemühen, aber über die App kann man immerhin die Helligkeit der Uhr dimmen, die bei laufender App auf dem iPad angezeigt wird. Übrigens kann man die App auch mit anderen iPod-Dock-Soundsystemen nutzen. Funktionen wie die Statistiken sind dann zwar deaktiviert, aber die Alarme lassen sich trotzdem einstellen.

Die iHome-App bietet eine Unmenge von nützlichen Funktionen und Spielereien und macht den Großteil des Charmes des iHome iA100 aus.

Wir kennen die App bereits von früheren iHome-Produkten, aber der Hersteller hat sie in den letzten Monaten und Jahren kontinuierlich weiterentwickelt, Bugs entfernt und neue Funktionen integriert. Alles in allem ist das Tool eine wirklich feine Sache. Perfekt wäre es, wenn die App noch automatisch starten würde, sobald man das iPhone oder iPad andockt – dass man sie manuell starten muss, ist allerdings Apple anzukreiden.

Klang

Aber wie klingt das iA100? Nun – für einen Radiowecker sehr gut. Trotz seiner kompakten Abmessungen erreicht das System ziemlich hohe Schallpegel und bietet im Vergleich zu anderen Produkten seiner Art eine ordentliche Klarheit und passable Bässe. Es gibt zudem einen speziellen B-Knopf, mit dem man die Bongiovi-DPS-Acoustics-Funktion aktiviert, die die Lautstärke anhebt und das Klangbild fülliger macht. Da das iA100 nach dem Betätigen dieses Buttons definitiv rundum besser klingt, ist uns nicht ganz klar, warum man das als User jemals ausschalten sollte und warum iHome den Klangverbesserer nicht gleich von Haus aus aktiv lässt.

Da der Sound über die Front und die Seiten ausgegeben wird, klingt das iA100 zwar recht füllig, aber Bässe und Höhen sind nicht wirklich der Hammer. Die Stärken liegen noch am ehesten bei den Mitten. Wenn das System für die Hälfte des Preises über die Theke gehen würde, wäre der Sound durchaus gut – aber bei 180 Euro sind wir schon ein bisschen anspruchsvoller.

Die Freisprecheinrichtung funktioniert gut und arbeitet via Bluetooth 2.1 (Telefonate funktionieren nicht mittels der Dock-Verbindung). Praktisch: Annehmen und beenden kann man Telefonate mit den End-und Talk-Buttons am Gerät – und alternativ auch mit der Fernbedienung. Über die Bluetooth-Verbindung kann man außerdem Musik von Bluetooth-fähigen Geräten zum iA100 streamen.

Konkurrenzvergleich

Das ab rund 130 Euro erhältliche Altec Lansing Octiv Stage MP450 bietet einen etwas minimalistischeren Ansatz als das iHome iA100, es sind wesentlich weniger Funktionen im Dock selbst integriert. Aber wenn das iPad angedockt und mit den entsprechenden Apps gefüttert ist, wird man den Unterschied kaum merken. Wir würden sagen, dass das iA100 einen Tick besser klingt, aber das Dreh-Design des Altec-Lansing-Docks, mit dem man das iPad zum Videogucken ins Querformat drehen kann, ist einfach einzigartig.

Fazit

Alles in allem gefällt uns das iHome iA100 gut. Es ist ein vielseitiges, ordentlich klingendes Radiowecker-System für iPhone, iPod Touch und iPad mit unzählig vielen Features. Aber ist es 180 Euro wert? Das muss jeder selbst entscheiden – und das hängt auch davon ab, was für eine Art von Dock man sucht. Wir könnten es jedenfalls viel nachdrücklicher empfehlen, wenn der Preis unter 150 Euro liegen würde.

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