SDI iHome iA100: iPad-/iPhone-Dock mit toller Ausstattung und durchschnittlichem Klang

von David Carnoy und Gerald Strömer am , 13:33 Uhr

Pro
  • Lautsprecher-Dock unterstützt neben iPhones und iPods auch iPads
  • iHome-App bietet umfangreiche Funktionen wie Wecker, Wetter sowie Twitter- und Facebook-Messaging
  • Freisprecheinrichtung
  • Bluetooth-Audio-Streaming
Con
  • durchschnittliche Klangqualität
  • keine Ausrichtung im Querformat möglich
Hersteller: SDI Listenpreis:
ZDNet TESTURTEIL: GUT 7,0 von 10 Punkte
Fazit:

Zwar hätten wir uns bei Anschaffungskosten von 180 Euro eine bessere Klangqualität gewünscht, doch alles in allem ist das iHome iA100 ein exzellent ausgestattetes Stereo-Soundsystem mit eingebauter Freisprecheinrichtung. Insbesondere für iPad-Besitzer dürfte das Tablet-kompatible Dock interessant sein.

iHome hat sich mit seinen kompakten, eckigen Uhren-Radios mit iPod-Dock im Laufe der Zeit einen Namen gemacht. Und so wie iHome gewachsen ist, so wuchs auch die Auswahl an iPod-Uhren-Radios. Der neueste Vertreter, das iHome iA100, fasst nicht nur die kleinen Player, sondern auch das iPad. Wie sich das Dock in der Praxis schlägt, verrät der Test.

Das iA100 ist das erste iHome-Produkt, das als Docking-Station für Apples iPad entwickelt wurde. iPods und iPhones können aber ebenfalls angedockt werden. Das iA100 ist im Prinzip ein übergroßer Radiowecker mit einem Apple [1]-Dock auf der Oberseite, das mit einem Preis von rund 180 Euro zu den teuersten Produkten des Unternehmens gehört. Es bietet eine Unmenge an Funktionen und – als Teil der mit dem Bongiovo-Acoustics-Label versehenen Studio-Series-Produktreihe – besseren Klang als seine kleinen Geschwister. Die Soundqualität ist objektiv betrachtet allerdings zwar nicht wirklich der Überflieger, aber eben besser als beispielsweise die des ab 90 Euro erhältlichen iHome iP90.

Design

In Sachen Design macht das iA100 mit seiner mattschwarzen Oberfläche eine gute Figur. Der Docking-Schacht ist gummiert, so dass die Ecken eine angedockten iPads geschont werden. Das Gerät misst 8,2 mal 16,9 mal 28,2 Zentimeter, wiegt 1,5 Kilogramm und fühlt sich recht solide an. Alles in allem rangieren Design und Verarbeitungsqualität auf einem hohen Niveau.

Hinsichtlich der Features kann das iA100 punkten: Es hat praktisch alles an Bord, was man sich von einem iPod-/iPhone-/iPad-Soundsystem wünschen kann. Das Elementarste: Es kann iPads docken und laden. Das iPad wird dabei von einem kleinen, gummierten Bügel in einer leicht angewinkelten Position gehalten. Dieses System bietet zwar nicht monströs viel Halt, aber wenn das iPad im Anschluss steckt, ist es ziemlich sicher arretiert. Das gleiche gilt für ein iPhone oder einen iPod Touch. Ein feine Sache an der iPad-Kompatibilität ist auch, dass man selbst mit klobigeren iPhone-Hüllen keine Probleme hat, am iA100 anzudocken.

Onboard-Features

Die Docking-Station bringt ein UKW-Radio mit sechs Speicherplätzen mit und bietet zwei getrennte Alarme mit Snooze- und Sleep-Funktionen (letztere bietet eine Auswahl von 15, 30, 60, 90 oder 120 Minuten). Die Knöpfe zum Einstellen des Alarms befinden sich zusammen mit dem Pairing-Button für Bluetooth auf der Rückseite des Geräts. Hier findet man auch einen 3,5-Millimeter-Klinkeneingang für weitere Audio-Quellen. Die rückseitigen Knöpfe für die Weckfunktion sind leider nicht gerade benutzerfreundlich platziert.

Das iHome iA100 bietet jede Menge Funktionen und läuft mit der iHome-App zur Hochform auf.

Abgesehen von Bluetooth gibt es bei den Onboard-Funktionen keine großen Überraschungen. Sobald man aber die App iHome + Sleep aus dem App-Store heruntergeladen und iPod, iPhone oder iPad – es gibt übrigens getrennte Versionen für iPhone/iPod Touch und iPad – am iHome iA100 angedockt hat, wird das Ganze deutlich interessanter. Denn plötzlich verfügt man über einen reich mit Funktionen bestückten Radiowecker mit Touchscreen. Die Uhrzeit von iPad oder iPhone lässt sich übrigens auf Knopfdruck mit der des iA100 synchronisieren.

App-Features

Die kürzlich auf Version 2.03 aktualisierte App präsentiert auf dem iPad eine aufgeräumte Oberfläche, mit der man eine ganze Menge anstellen kann. So lassen sich beispielsweise verschiedene Alarme programmieren, die nur für einzelne Tage, für Werktage oder fürs Wochenende gelten.

Die App zeigt zusätzlich Wetterinformationen an, die auf einer Vorhersage des Weather Channels basieren, ermöglicht das Anzeigen von Erinnerungen beim Aufwachen und kann sogar automatisch Twitter- oder Facebook-Nachrichten absetzen, wenn man einschläft oder aufwacht. Man darf daran zweifeln, ob all die verfügbaren Funktionen wirklich nützlich sind – aber es ist cool, dass so viel geboten wird.

Die App führt beispielsweise Buch darüber, zu welchen Zeiten man aufgewacht ist, wie oft man die Snooze-Taste gedrückt hat und welche Songs man sich am liebsten zum Aufwachen vorspielen lässt. Für die Einstellung von Bässen und Höhen muss man zwar am Gerät selbst Hand anlegen oder die mitgelieferte Fernbedienung bemühen, aber über die App kann man immerhin die Helligkeit der Uhr dimmen, die bei laufender App auf dem iPad angezeigt wird. Übrigens kann man die App auch mit anderen iPod-Dock-Soundsystemen nutzen. Funktionen wie die Statistiken sind dann zwar deaktiviert, aber die Alarme lassen sich trotzdem einstellen.

Die iHome-App bietet eine Unmenge von nützlichen Funktionen und Spielereien und macht den Großteil des Charmes des iHome iA100 aus.

Wir kennen die App bereits von früheren iHome-Produkten, aber der Hersteller hat sie in den letzten Monaten und Jahren kontinuierlich weiterentwickelt, Bugs entfernt und neue Funktionen integriert. Alles in allem ist das Tool eine wirklich feine Sache. Perfekt wäre es, wenn die App noch automatisch starten würde, sobald man das iPhone oder iPad andockt – dass man sie manuell starten muss, ist allerdings Apple anzukreiden.

Klang

Aber wie klingt das iA100? Nun – für einen Radiowecker sehr gut. Trotz seiner kompakten Abmessungen erreicht das System ziemlich hohe Schallpegel und bietet im Vergleich zu anderen Produkten seiner Art eine ordentliche Klarheit und passable Bässe. Es gibt zudem einen speziellen B-Knopf, mit dem man die Bongiovi-DPS-Acoustics-Funktion aktiviert, die die Lautstärke anhebt und das Klangbild fülliger macht. Da das iA100 nach dem Betätigen dieses Buttons definitiv rundum besser klingt, ist uns nicht ganz klar, warum man das als User jemals ausschalten sollte und warum iHome den Klangverbesserer nicht gleich von Haus aus aktiv lässt.

Da der Sound über die Front und die Seiten ausgegeben wird, klingt das iA100 zwar recht füllig, aber Bässe und Höhen sind nicht wirklich der Hammer. Die Stärken liegen noch am ehesten bei den Mitten. Wenn das System für die Hälfte des Preises über die Theke gehen würde, wäre der Sound durchaus gut – aber bei 180 Euro sind wir schon ein bisschen anspruchsvoller.

Die Freisprecheinrichtung funktioniert gut und arbeitet via Bluetooth 2.1 (Telefonate funktionieren nicht mittels der Dock-Verbindung). Praktisch: Annehmen und beenden kann man Telefonate mit den End-und Talk-Buttons am Gerät – und alternativ auch mit der Fernbedienung. Über die Bluetooth-Verbindung kann man außerdem Musik von Bluetooth-fähigen Geräten zum iA100 streamen.

Konkurrenzvergleich

Das ab rund 130 Euro erhältliche Altec Lansing Octiv Stage MP450 bietet einen etwas minimalistischeren Ansatz als das iHome iA100, es sind wesentlich weniger Funktionen im Dock selbst integriert. Aber wenn das iPad angedockt und mit den entsprechenden Apps gefüttert ist, wird man den Unterschied kaum merken. Wir würden sagen, dass das iA100 einen Tick besser klingt, aber das Dreh-Design des Altec-Lansing-Docks, mit dem man das iPad zum Videogucken ins Querformat drehen kann, ist einfach einzigartig.

Fazit

Alles in allem gefällt uns das iHome iA100 gut. Es ist ein vielseitiges, ordentlich klingendes Radiowecker-System für iPhone, iPod Touch und iPad mit unzählig vielen Features. Aber ist es 180 Euro wert? Das muss jeder selbst entscheiden – und das hängt auch davon ab, was für eine Art von Dock man sucht. Wir könnten es jedenfalls viel nachdrücklicher empfehlen, wenn der Preis unter 150 Euro liegen würde.

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

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[1] Apple: http://www.cnet.de/unternehmen/apple/