WeTab mit neuer Software im Test: mehr Netbook- als iPad-Killer

von Daniel Schraeder am , 17:01 Uhr

Pro
  • USB-Anschlüsse, HDMI-Ausgang
  • viele Möglichkeiten dank Linux-Betriebssystem
  • innovatives User-Interface
  • hochwertig verarbeitet, hübsch anzusehen
Con
  • Lüfter läuft fast permanent
  • stark blickwinkelabhängiges Display
  • geringe Software-Auswahl über App Store
  • viele kleine Software-Schwächen
Hersteller: 4tiitoo AG Listenpreis:
ZDNet TESTURTEIL: SEHR GUT 8,3 von 10 Punkte
Fazit:

Das WeTab ist mehr ein Touchscreen-Netbook als ein iPad. Es kann unglaublich viel, ist toll ausgestattet und auf Reisen ein toller Begleiter. Aber nur, wer sich darauf einlassen möchte und Computerfan ist, wird damit glücklich. Multimedia-Fans sollten doch lieber bei Apple bleiben.

Das „deutsche iPad“ ist gefloppt – so zumindest könnte man den traurigen Start des WeTab in Worte fassen, der begleitet war von Software-Bugs und einem PR-Desaster. Die vergangenen Wochen wurden vom Hersteller genutzt, um zu entwickeln, Bugs zu beheben und eigentlich schon zum Verkaufsstart versprochene Funktionen hinzuzufügen. Das Ergebnis ist ein gar nicht mal schlechter, aber äußerst missverstandener Mobilrechner mit innovativen Features.

Zum Marktstart des WeTabs muss wohl kein Wort mehr verloren werden. Wir wenden uns dem Tablet nun so unvoreingenommen zu, wie es nur irgendwie geht – und haben ein Testgerät mit 32 GByte Speicher und integriertem UMTS vor uns. Auf der Verpackung prangt ein Aufkleber, der auf die neue Software-Version hinweist. So, wie es hier liegt, kostet es um die 570 Euro. Für etwas mehr Geld gibt es ein UMTS-iPad mit halber Speicherausstattung, ein gleich ausgestattetes iPad kostet mit 699 Euro noch ein gutes Stück mehr.

Design

Wir heben das WeTab aus seiner Verpackung. Auf den ersten Blick erinnert es stark an die anderen Tablets, die es so zu kaufen gibt: Die Oberseite besteht komplett aus einem Touchscreen. Im Gegensatz zu iPad, Galaxy Tab & Co. gibt es nicht ein einziges Bedienelement abseits des berührungssensitiven Bildschirms.

Die Anzeige selbst misst 11,6 Zoll und ist damit ein gutes Stück größer als das Android [1]-Tablet von Samsung [2] (7,0 Zoll) oder das iPad (9,7 Zoll). Mit allen Vor- und Nachteilen: Es passt definitiv nicht mehr in die Innentasche des Sakkos wie das GalaxyTab und will schon eher in einer Notebook [3]-Tasche als in einer iPad-Hülle transportiert werden. Aber dafür hat es einfach eine spürbar größere Bildfläche, auf der das Surfen, das Betrachten von Videos und die Bedienung an sich einfach mehr Spaß machen. Noch dazu hat es eine deutlich höhere Auflösung als seine Konkurrenten zu bieten: 1366 mal 768 Pixel (iPad: 1024 mal 768 Pixel, Galaxy Tab 1024 mal 600 Pixel). Damit ist die Darstellung der größeren Diagonale angemessen scharf.

Die Scheibe überm Display besteht aus Echtglas. Damit wirkt das WeTab angenehm wertig. Das Glas zieht sich über die eigentliche Anzeige hinaus bis zum Rand. Oberhalb, links und rechts vom Display-Panel ist ein knapp zwei Zentimeter breiter schwarzer Rahmen, unten ist der Rand etwa einen Zentimeter breiter. Diese Ungleichmäßigkeit wirkt etwas merkwürdig, vor allem, wenn man das Gerät im Hochformat hält – stört aber mehr in der Theorie als in der Praxis. Nach kurzem Alltagseinsatz fällt einem das ohnehin nicht mehr auf, wenn das Tablet nicht gerade auf dem Tisch liegt.

Oberhalb des Displays gibt es eine kleine Linse, hinter der sich eine 1,3-Megapixel-Webcam verbirgt, ganz links sitzen zwei Status-LEDs für Betrieb und Akkulaufzeit sowie ein Helligkeitssensor.

Die Rückseite des WeTab wirkt wie aus Kunststoff gefertigt und ist mit einem schwarzen Softlack-Finish versehen. Das Gehäuse besteht aber nicht aus Plastik, sondern aus einer Magnesium-Aluminium-Legierung. Dadurch wirkt es angenehm wertig und stabil. Allerdings hat unser Testgerät nach der ersten Woche im harten Alltagseinsatz hier schon den ersten, winzigen Kratzer, hinter dem es hell schimmert. Kein großes Problem und kaum sichtbar, aber im Laufe der Zeit dürften hier deutlich mehr Verschleißspuren auftauchen. Der mechanische Ein-Aus-Taster sitzt übrigens auf der Rückseite.

Oben auf der Rückseite gibt es rechts ein etwa drei Finger breites Lüftungsgitter. Weitere Schlitze für die Luftzirkulation ziehen sich unten von ganz rechts nach ganz links durch – iPad, Galaxy Tab & Co. haben das nicht nötig. Das liegt an der unterschiedlichen Plattform, aber dazu später mehr. Unten in der Mitte findet sich ein Dock-Anschluss. Die entsprechende Docking-Station ist noch nicht verfügbar, wird das Gerät aber künftig wie einen Monitor auf dem Tisch aufstellen und USB-Anschlüsse sowie die Energieversorgung ausführen. In Kombination mit Tastatur und Maus wird so ein vollständiger Computer aus dem WeTab – auf dem theoretisch sogar Windows 7 laufen würde.

Auf der rechten Seite sowie ganz oben hat das WeTab keine Elemente. Ganz anders zeigt sich da die linke Seite, die auch gleich die größten Unterschiede zu den Konkurrenten aufzeigt: Hier sind sämtliche Anschlüsse angebracht. Von links nach rechts gibt es die Stromversorgung, einen Mini-HDMI-Ausgang zum Anschluss des Tablets an einen Monitor oder Fernseher, zwei USB-Ports, die sich mit externen Festplatten, USB-Sticks, Tastatur, Maus & Co. verbinden, Klinkenbuchse sowie SD-Speicherkartenslot und in unserem Fall einen SIM-Kartenslot.

Ausstattung

Unter der Haube des WeTab arbeitet ein vollwertiger PC – beziehungsweise eigentlich ein Netbook. Der Prozessor ist ein 1,66 GHz schneller Intel Atom (N450), dazu gesellen sich 1 GByte RAM und 16 beziehungsweise 32 GByte Flash-Speicher. Wenn das nicht reicht, lässt sich die Kapazität per SD-Speicherkarte um weitere 32 GByte erweitern.

Zur Kommunikation mit der Außenwelt steht WLAN nach dem flotten 802.11n-Standard zur Verfügung, außerdem gibt es Bluetooth 2.1 +EDR. Das UMTS-Modell funkt darüber hinaus im Handynetz und bringt den Datenturbo HSDPA mit einer maximalen Downloadgeschwindigkeit von 7,2 MBit/s mit, außerdem GPS zur Positionsbestimmung. Bei dieser Gerätegröße wird man das Tablet zwar unterwegs kaum zur Navigation nutzen, aber beschweren über dieses Feature werden wir uns nicht.

Mit Vollausstattung bringt das Gerät übrigens gut ein Kilogramm auf die Waage – und damit deutlich mehr als die Konkurrenten (iPad: 0,73 kg mit UMTS und GPS, Galaxy Tab: 0,38 kg). In Anbetracht der größeren Display-Diagonale wirkt das WeTab aber nicht übertrieben schwer – wenn man es zum ersten Mal in die Hand nimmt, wundert man sich nicht über das Gewicht. In der Praxis schränkt das den ultramobilen Einsatz zwar ein: Man wird es wohl kaum auf der Straße aus der Tasche ziehen und das nächste Restaurant ermitteln. Aber zum Surfen im Wohnzimmer oder im Hotel, zum Arbeiten im Restaurant oder zum Videos ansehen im Bett taugt es dennoch. Zumindest weitgehend – wer ganze Spielfilme sieht und das Tablet in der Hand hält, ohne es aufzustützen, bekommt dann doch einen lahmen Arm. Der Verzicht auf UMTS und GPS bringt übrigens nur eine Gewichtsersparnis von 35 Gramm.

Zur weiteren Ausstattung gehört noch ein Beschleunigungssensor, der auf Bewegung reagiert und den Displayinhalt mitdreht. Im Lieferumfang sind neben dem Tablet eine gedruckte Kurzanleitung, das zugehörige Netzteil sowie eine Schutzhülle und ein Reinigungstuch enthalten.

Software

Als Betriebssystem kommt MeeGo zum Einsatz. Es basiert auf Linux und wurde federführend von Nokia (Maemo) und Intel (Moblin) entwickelt. Künftig soll es verstärkt auf Mobilgeräten und Smartphones installiert sein. Das WeTab gehört mit zu den ersten Geräten, die MeeGo mitbringen. Technisch ist die Software stärker an Desktop-Betriebssysteme angelehnt als an Mobilbetriebssysteme – mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen.

Beim ersten Start muss man sich registrieren. Danach lädt das WeTab zunächst ein Software-Update aus dem Internet – der Vorgang dauert inklusive Installation etwa eine halbe Stunde.

Der eigentliche Homescreen nennt sich Pinnwand. Er wirkt etwas wie eine Mischung aus iPad und Android: Hier finden Widgets und Verknüpfungen zu Programmen und Webseiten ihren Platz. Es gibt aber kein zusätzliches Menü, in dem alle installierten Anwendungen auf einen Blick auftauchen – wer soetwas sucht, kann aber das Programm Applauncher aus dem WeTab Market installieren. Grafisch aufwendig ist das Tool zwar nicht – es erinnert eher an ein nicht sonderlich hübsches Windows-Programm – aber es zeigt alle installierten Apps übersichtlich und nach Kategorien geordnet an.

Die Position der einzelnen Icons auf der Pinnwand lässt sich frei wählen und per Drag & Drop ändern. Rechts im Bild ist eine Leiste, die sich nur bei Vollbild-Applikationen wie dem Videoplayer oder der Diashow in den Hintergrund legt. Von unten nach oben gibt es einen Button namens Anpassen, der das Anordnen der Elemente auf der Pinnwand erlaubt, ein Info-Feld, das eine Art Pop-Up-Fenster mit Ladezustand, Lautstärkeregler, Helligkeitsregler, Internet-Verbindung und so weiter in den Vordergrund holt, und eine Internet-Schaltfläche, die den Browser startet. Darunter nimmt ein großer Slider Platz, der eine Miniaturversion der Pinnwand inklusive aller Elemente darstellt. Sie ist vertikal scrollbar. Befindet sich eine Anwendung im Vordergrund, holt ein Tipp in diesen Bereich den Homescreen nach vorne. Andere Programme bleiben aktiv, das Gerät unterstützt uneingeschränktes Multitasking. Ein Druck auf die Schaltfläche Vorheriges Fenster bringt den Anwender zurück zur letzten genutzten App – auch dann, wenn die Pinnwand nicht im Vordergrund ist. Darunter befindet sich der Button Geöffnete Fenster. In einer kleinen Blase steht die Anzahl der offenen Programme, ein Tipp auf den Knopf zeigt alle Fenster in verkleinerter Ansicht nebeneinander. Das erinnert an eine ähnliche Funktion bei Mac OS X und funktioniert hervorragend. Die letzten zwei Elemente in der rechten Leiste öffnen eine hübsch gemachte, aber nicht sonderlich ausführliche Hilfe-Funktion, der unterste Button holt die virtuelle Tastatur in den Vordergrund.

Das Tastenfeld hat angenehm große Buchstabentasten, verzichtet aber auf eine zusätzliche Reihe für die Ziffern. Stattdessen muss der Benutzer vor dem Tippen von Zahlen auf ein anderes Layout umschalten und danach wieder zurückswitchen – das ist etwas umständlich. Sehr schade: Die Tastatur ist nicht multitouchfähig – man kann also nicht mit einem Finger auf die Shift-Taste tippen und gleichzeitig mit einem anderen Finger einen Buchstaben anwählen. Das geht nur nacheinander.

Eine ähnliche Leiste kommt bei manchen Anwendungen wie dem Browser oder dem Multimedia-Player auch auf der linken Seite des Displays zum Vorschein. Beim Browser finden sich hier Tasten für Vor und Zurück und die Favoriten. Darunter sitzt – wie rechts – eine Scrollbar mit Miniaturansicht der Webseite für horizontales Scrollen, danach folgen Buttons für Seite teilen (allerdings nur per E-Mail), In Seite suchen, Verlauf und Weitere – wo sich beispielsweise die Downloads verbergen. Die Idee mit der Bedienung durch die seitlichen Leisten ist ganz hervorragend und intuitiv. Schade nur, dass nicht alle Apps diese Funktion mitbringen.

Apropos: Auch generell ist die Zahl der Anwendungen, die der WeTab Market vorhält, sehr eingeschränkt. Der Marktplatz hält zehn unterschiedliche Kategorien parat, in denen sich jeweils eine Hand voll Apps finden – und viele davon sind nur Verknüpfungen zu Webseiten. Im Vergleich zu Android und iPad hat das WeTab hier definitiv das Nachsehen. Allerdings lässt es sich im Gegensatz zum Apple [4]-Tablet auch mit Software abseits des Marktplatzes bestücken. Ein Beispiel dafür ist der Adobe Air Marketplace, der sich als App installieren lässt und über die uneingeschränkte Flash-Unterstützung des WeTab Zugriff auf haufenweise weitere Programme und Spiele ermöglicht. Über einen Emulator sollen künftig auch Android-Programme laufen. Und wer sich von einer Eingabeaufforderung nicht abschrecken lässt, installiert die Root-Shell auf dem WeTab und hat vollen Linux-Systemzugriff über die Bash-Eingabeaufforderung. Darüber ist es quasi möglich, alle Linux-Programme zu installieren – und damit ist die Auswahl der Apps gigantisch, wenn man sich nicht von der Eingabeaufforderung abschrecken lässt und bereit ist, sich damit zu beschäftigen (oder Linux-Grundkenntnisse mitbringt).

Unabhängig davon finden sich auch ein paar richtig komplexe Programme im WeTab Market, die es in der Form nicht für iPad, Galaxy Tab & Co. gibt, darunter beispielsweise ein uneingeschränktes Open Office mit Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationssoftware, und außerdem die Open-Source-Bildbearbeitung Gimp. Diese Programme sind freilich nicht an das Touch-Interface angepasst – dementsprechend hakelig wirkt die Bedienung im Vergleich zu iWork auf dem iPad, aber dafür sind die Funktionen eben nicht eingeschränkt.

Dieses Beispiel passt ohnehin perfekt, um das Konzept des WeTab zu beschreiben: Es ist mehr ein vollwertiger PC als ein Tablet. Programme laufen uneingeschränkt, es ist aber etwas fummeliger und manchmal nicht ganz so hübsch zu bedienen. Aber es ist einfach toll, wenn man auf einer Familienfeier ist, nur das Tablet dabei hat und jemand einen USB-Stick oder eine externe Festplatte mit Fotos dabei hat. Man steckt die Datenträger einfach am Tablet an, auf Höhe der USB-Ports erscheint eine Schaltfläche, die beispielsweise den Video-Player oder den Dateibrowser startet, wirft einen Blick in einem Explorer-ähnlichen Programm auf den Inhalt, kann Dateien markieren und einfach auf den internen Speicher kopieren. Wie gesagt – so hübsch wie bei der Konkurrenz ist das nicht. Keine Animationen, kein Drag & Drop. Aber es funktioniert.

Überhaupt fehlt es an allen Enden am Feinschliff. Das Umschalten der Display-Ausrichtung beim Drehen des Tablets dauert zu lang, und anstelle einer hübschen Animation wird das Display (inklusive Hintergrundbeleuchtung) dunkel, um danach wieder aufzuflackern. Wer das Gerät in den Standby-Modus schickt, muss viel länger warten, bis es schläft, als bei der Konkurrenz. Nicht sehr lang, aber man drückt auf den Taster, drei Sekunden später fragt das Gerät, ob es herunterfahren oder in den Standbymodus wechseln soll, man tippt auf die entsprechende Schaltfläche, und es geht aus. Es ist eben mehr ein Computer als ein Handy – aber solche kleinen Punkte, von denen es Dutzende gibt, machen eben den Unterschied zu iPad & Co. Anderes Beispiel: Wer das integrierte UMTS nutzt, muss nach jedem Aufwachen aus dem Standby-Modus die PIN der SIM-Karte erneut eingeben. Das nervt. Noch dazu gibt es keine Möglichkeit, eine Passwort-Abfrage beim Aufwachen einzustellen. Hier müssen die Entwickler dringend nachbessern.

Leistung

Grundsätzlich ist das WeTab angenehm flott. Selbst wenn neun Programme gleichzeitig laufen, zoomt der Browser noch relativ flüssig bei Multitouchbewegungen. Ganz so sauber wie beim iPad geht es hier nie vonstatten. Und manchmal ruckelt und hakelt sich das Programm beim Vergrößern einen ab, selbst wenn keine anderen Apps im Hintergrund laufen. Auch die Programme starten angenehm schnell – in den meisten Fällen können wir uns über Reaktion und Geschwindigkeit nicht beschweren.

Im Vergleich zu Galaxy Tab & Co. hat das WeTab ja auch viel mehr Power. Nur die will leider auch gekühlt werden – und dafür gibt es einen Lüfter. Ja. Genau. Einen Lüfter. In einem Tablet. Der durchaus hörbar ist, vor allem, wenn man das WeTab länger im Einsatz hat. Und wenn es dann noch auf einem weichen Untergrund liegt, Sofakissen beispielsweise, ist es permanent zu hören. Es ist nicht wirklich laut, aber iPad & Co. arbeiten eben vollständig geräuschlos. Und da fällt wieder auf: Das hier ist mehr ein PC als ein Tablet – mit allen Vor- und Nachteilen.

Flash scheint übrigens recht viel Leistung zu benötigen. Wir sind zwar happy, dass Flash überhaupt funktioniert (hallo, iPad) – aber ein Youtube-HD-Video in 720p läuft auf dem WeTab nicht mehr flüssig.

Auch beim Display sollte der Hersteller besser noch einmal Hand anlegen. Es kommt ein TN-Panel zum Einsatz, eben wie typischerweise bei Netbooks. Die Technik ist günstiger als die alternativen IPS-Panels, die beispielsweise im iPad zum Einsatz kommen – und hat vor allem deutlich schlechtere Blickwinkel. Das Bild kann sich sehen lassen, wenn man frontal auf die Anzeige schaut, aber die Farben verfälschen extrem schnell. Dieser Effekt tritt vor allem bei vertikalen Winkeln ein, und damit findet man beispielsweise kaum eine Position, wie man das Tablet beim Videoschauen im Liegen halten kann, ohne mit Farbveränderungen oder gar Negativierung im oberen oder unteren Bildbereich leben zu müssen. Schade.

Der Akku soll laut Hersteller etwa 6 Stunden durchhalten. In unseren Tests haben wir den Wert zwar nicht ganz erreicht, aber über 5 Stunden sind realistisch und können sich auch noch sehen lassen.

Der integrierte Lautsprecher ist sicherlich nicht in der Lage, einen Konzertsaal zu beschallen – aber um das eine oder andere Youtube-Video in einer Gruppe zu zeigen, reicht er allemal aus.

Fazit

Wer ein WeTab kauft und ein iPad erwartet, ist garantiert enttäuscht. Das WeTab ist kein iPad-Konkurrent und erst recht kein iPad-Killer. Es ist ein schlankes, attraktives Netbook ohne Tastatur, mit hübschem Betriebssystem und vielen Innovationen – aber auch noch vielen Haken. Wer Software-Installationen am liebsten über einen App Store durchführt und sich über bunte Animationen freut, ist hier falsch. Schlecht ist das Gerät deswegen aber nicht, sondern anders. Computer-Fans bekommen hier einen Allrounder mit tollem Touchscreen und Ecken und Kanten, der unterwegs einen kompletten PC ersetzen kann. Und wer in der Linux-Shell zuhause ist, wird hier garantiert glücklich.

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

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