Trends von der CES: das können Kameras und Camcorder im Jahr 2011

Panasonic hat übrigens gleich mehrere Full-Camcorder gezeigt, die zu der bereits erwähnten 3D-Aufsatzlinse kompatibel sind. Ein Consumer-Modell mit zwei Bildsensoren und zwei Objektiven gibt es von dem Hersteller allerdings nach wie vor nicht. Der Vorteil von Panasonics Ansatz liegt in der Kompatibilität – die Side-by-Side-Videos mit zweimal 960 mal 1080 Pixeln lassen sich im AVCHD-Codec abspeichern und problemlos weiterverarbeiten. Sowohl Sony als auch JVC setzen dagegen auf proprietäre Videoformate für ihre Full-HD-3D-Videos. Allerdings speichern der TD10E und der TD1 auf Wunsch die Clips ebenfalls als Side-by-Side-AVCHD-File ab, dann aber auch „nur“ mit 960 mal 1080 Bildpunkten.

Sony hat neben dem HDR-TD10E noch den Bloggie 3D MHS-FS3 vorgestellt. Die Videokamera sieht auf den ersten Blick aus wie ein Handy des frühen 21. Jahrhunderts, verfügt aber über zwei Objektive auf der Rückseite. Diese ermöglichen die Aufnahme von 3D-Filmchen, die im Side-by-Side-Verfahren mit zweimal 960 mal 1080 Pixeln abgespeichert werden. Im 2D-Modus bietet der Pocket Camcorder Full-HD mit 1920 mal 1080 Bildpunkten. Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 269 Euro ist der Bloggie 3D im direkten Vergleich zu seinen größeren Geschwistern ein echtes Schnäppchen. Zoom, umfassende Einstellungsmöglichkeiten und dergleichen gibt es für so wenig Geld allerdings nicht.

Videokameras mit integriertem Beamer

Ein interessantes Highlight gab es noch von Sony zu sehen: Die Japaner haben auf der CES drei Camcorder vorgestellt, die über einen integrierten Videoprojektor verfügen – zwei davon kommen auch nach Deutschland. Mit den Modellen PJ30VE und PJ10E lassen sich die Videos vom Skifahren gleich abends auf der Hütte bewundern. Die Anschaffungskosten bewegen sich zwischen 649 und 949 Euro.

Sony bringt bei seinen Beamer-Camcordern einen Projektor auf der Rückseite des Ausklapp-Displays unter.
Sony bringt bei seinen Beamer-Camcordern einen Projektor auf der Rückseite des Ausklapp-Displays unter.

Ansonsten gab es im Camcorder-Segment die üblichen Weiterentwicklungen der bestehenden Produktreihen. Die Videokameras bekommen etwas stärkere Zooms als letztes Jahr, werden kleiner und bringen mehr Speicher mit.

Fazit

Die BSI-Sensoren verbreiten sich immer mehr unter den Kompaktkameras. Wir begrüßen diese Entwicklung, denn die schnellen CMOS-Chips beziehungsweise die Tricks, die sie ermöglichen, machen einfach Spaß. Außerdem gibt es auch zunehmend mehr kompakte Digicams, die erweiterte Funktionen wie etwa halbautomatische und manuelle Aufnahmemodi oder RAW-Fotomodus bieten.

Auf der Kehrseite der Medallie liegen die immer wahnwitzigeren Auflösungen und Zooms, die die Hersteller in die kleinen Gehäuse quetschen. Kein Hobbyknipser braucht 16 Megapixel – zumal die lichtempfindliche Fläche pro Pixel ab- und damit das Rauschen zunimmt, wenn mehr Bildpunkte auf einem winzigen Sensor Platz finden. Und das kostet letztendlich Bildqualität. Ähnlich sieht es bei den Objektiven aus. Auf dem Datenblatt mag das zwar toll klingen, doch die Praxis hat gezeigt, das die Bildqualität von Megazoom-Objektiven alles andere als überzeugend ist. Bei beiden Punkten lassen wir uns natürlich gerne vom Gegenteil belehren – schließlich fotografieren wir lieber als dass wir meckern. Aber die Skepsis ist da.

Im Gegensatz zu den Kameras gab es bei den Camcordern nicht nur Einsteiger-Modelle zu sehen, sondern auch zigtausend Euro teure Highend-Modellen. Die 3D-Videokameras von Sony und JVC machen definitiv Lust auf mehr – wir freuen uns schon darauf, das 3D-Duo auszuprobieren. Interessant sind außerdem auch Sonys Beamer-Camcorder. Wir sind gespannt, ob Kameras mit integrierten Projektoren mehr Erfolg im Video- als im Fotosegment haben. Denn beispielsweise Nikons Digicams mit integrierten Beamern gehören eher zu den Ladenhütern als zu den chronisch ausverkauften Produkten.

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