Trends von der CES: das können Kameras und Camcorder im Jahr 2011

von Stefan Möllenhoff am , 18:01 Uhr

Vergangenen Sonntag ist mit der CES in Las Vegas die weltgrößte Messe für Unterhaltungselektronik zu Ende gegangen. Die vorherrschenden Themen waren sicherlich Android-Tablets und der schnellere mobile Internetstandard LTE beziehungsweise 4G. Aber auch im Bereich der Kameras und Camcorder gab es eine Reihe interessante Neuheiten zu bewundern. Wir fassen zusammen, was sich in puncto Stand- und Bewegtbildaufnahme getan hat.

CES [1] steht für Consumer Electronics Show. Consumer, das bedeutet, dass es in Las Vegas üblicherweise keine Ankündigungen von spektakulären Highend-Kameras gibt. Eine Canon EOS 1Ds Mark IV oder eine Nikon D4 sind eher auf der Digital-Imaging-Messe CP+ im Februar zu sehen. Stattdessen dreht sich alles um Consumer-Digicams. Um Digicams, die Spaß machen, die neue Tricks mitbringen und die Hobbyknipsern das Leben leichter machen.

Etwas anders sieht es bei den Camcordern aus. Canon, Panasonic, Sony [2], JVC und Konsorten zeigten Videokameras in fast allen Preiskategorien – angefangen vom 100-Euro-Pocket-Camcorder bis hin zum 2000-Euro-3D-Flaggschiff mit zwei Objektiven und zwei Bildsensoren war alles geboten.

Neue Kameras: Vollgas mit BSI-Sensoren

Ein schier unaufhaltsamer Trend bei den Kompakt- und Bridgekameras sind blitzschnelle CMOS-Sensoren, die die ungleich langsameren CCD-Chips ablösen. Der Grund, warum dieser Wechsel erst jetzt geschieht, ist die sperrige Verschaltung der Fotozellen auf den CMOS-Lichtfängern, die bei kleinen Sensorgrößen bislang einfach zu viel Platz weggenommen hat. Seit zwei Jahren gibt es die sogenannten rückseitig belichteten Bildsensoren, auch BSI-Sensoren genannt, bei denen die Ausleseelektronik einfach von der lichtempfindlichen Fläche weg verbannt wurde. Anfangs stammten alle BSI-CMOS-Chips von Sony, die anderen Hersteller kauften die Sensoren ein. Aber die Konkurrenz schläft nicht – langsam fangen auch andere Firmen mit der Fertigung von BSI-Chips an.

Fujifilm setzt bei seinen EXR-CCD-Sensoren eine ebenfalls sehr interessante Technologie ein: Es ist möglich, jeweils eine Hälfte der Pixel auf dem Chip unterschiedlich zu belichten, und somit mit einem einigen Foto ein HDR-Bild mit erhöhtem Dynamikumfang zu erzeugen. Bei schlechten Lichtverhältnissen lassen sich jeweils zwei Bildpunkte bündeln, um die Pixelfläche zu vergrößern und das Bildrauschen zu verringern. Diese EXR-Technologie kombiniert Fujifilm jetzt mit rückseitig belichteten Sensoren.

Die ersten Kameras mit den neuen Chips sind die HS20EXR, die F550EXR und die F500EXR. Alle drei Digicams bringen den 16 Megapixel auflösenden EXR-BSI-Sensor mit, der ein paar interessante Tricks auf Lager hat: 360-Grad-Schwenkpanorama, Full-HD-Aufnahme, Highspeed-Video mit 320 fps und, und, und. Bei der HS20EXR handelt es sich als Nachfolgerin der HS10 [3] um eine ausgewachsene Bridgekamera mit 30-fachem optischen Zoom. Die F550EXR und die F500EXR sind dagegen kompakte Zoomwunder und bieten jeweils ein 15-fach vergrößerndes Objektiv.

30-fach-Zoom und neuer 16-Megapixel-EXR-CMOS-Sensor: Die HS20 gehört zu den spannendsten Kamera-Neuheiten der CES.
30-fach-Zoom und neuer 16-Megapixel-EXR-CMOS-Sensor: Die HS20 gehört zu den spannendsten Kamera-Neuheiten der CES.

Fujifilms FinePix H20EXR und die F550EXR schießen außerdem acht 16-Megapixel-Fotos pro Sekunde und bieten einen RAW-Modus. Die F550EXR bringt zusätzlich noch einen GPS-Receiver mit. Dagegen wirkt die F500EXR stiefmütterlich behandelt – ihr fehlen sowohl GPS als auch RAW-Aufnahme und Highspeed-Serienbildmodus. Bei einem Preisunterschied von 30 Euro zur F550EXR ist die Daseinsberechtigung dieses Modells schon etwas fragwürdig. Neben den drei erwähnten Digicams hat Fujifilm auf der CES 13 weitere Kameras gezeigt. Wir haben an anderer Stelle bereits mehr Details zu den 16 Fujifilm-Neulingen von der CES [4] veröffentlicht.

Während Fujifilm einen eigenen BSI-Sensor zusammengebastelt hat, war Sony auch nicht ganz untätig und hat gleich fünf Kompaktkameras auf den Markt gebracht, die ebenfalls einen neu entwickelten, rückseitig belichteten CMOS-Chip mitbringen. Und, oh Wunder, auch Sonys Sensor löst 16 Megapixel auf. Das Megapixel-Rennen bei den Kompaktkameras ist wohl doch noch nicht zu Ende. Das neue BSI-Flaggschiff von Sony ist die TX100V: Sie fängt Full-HD-Videos mit 50 Vollbildern pro Sekunde ein, schießt zehn Bilder pro Sekunde mit 16 Megapixeln, verfügt über einen GPS-Receiver und einen 3,5-Zoll-OLED-Touchscreen.

Weitere Modelle mit rückseitig belichteten Bildsensoren sind die Zehnfach-Zoom-Reisekamera HX7V, das wasserdichte Outdoor-Modell TX10 sowie die kompakten Fünf- beziehungsweise Siebenfach-Zoomer WX7 und WX10. Insgesamt hat Sony auf der CES elf neue Digicams vorgestellt – in unserem Kamera-Blog gibt es eine Übersicht über die neuen Sony-Cyber-shot-Knipsen [5].

Casios Exilim EX-TR100 (Tryx) bringt ebenfalls einen CMOS-Chip mit. Aber das ist bei der 1,5 Zentimeter flachen Knipse nicht einmal das spannendeste. Denn das Design fällt – im wahrsten Sinne des Wortes – aus dem Rahmen. Bildsensor, Optik und 3,0-Zoll-Touchscreen sind um 360 Grad drehbar in einem Rahmen aufgehängt. Der Bildschirm selbst lässt sich außerdem gegenüber dem Optik-Bildsensor-Block noch einmal um 270 Grad drehen. Damit ist es möglich, die Digicam in einer ganzen Reihe von verschiedenen Kombinationen auf- und zuzuklappen – für Rechtshänder, für Linkshänder, für Selbstportraits und so weiter. Außerdem bringt die Knipse mit dem Rahmen ihr Stativ für Selbstportraits und Nachtaufnahmen gleich mit.

Fällt aus dem Rahmen: Bei der Casio Exilim EX-TR100 haben die Designer ganze Arbeit geleistet.
Fällt aus dem Rahmen: Bei der Casio Exilim EX-TR100 haben die Designer ganze Arbeit geleistet.

Interessant ist übrigens auch das Objektiv: Die Optik der TR100 bietet einen extremen Weitwinkel von 21 Millimetern. Einen optischen Zoom gibt es allerdings nicht – dafür ist das Gehäuse einfach zu klein. Wir freuen uns darauf, die raffinierte Digicam ausführlich testen zu können. Bis es soweit ist, gibt es in unserem Kamera-Blog ein paar mehr Details und Bilder zu Casios Tryx [6].

Kodak hat in Las Vegas seine erste Kamera mit rückseitig belichtetem Bildsensor gezeigt. Die EasyShare Max verfügt über einen 30-fachen optischen Zoom. Außerdem bietet sie RAW-Aufnahme, volle Einstellungsmöglichkeiten zu Blende und Belichtungszeit sowie eine Reihe von Kreativeffekten, beispielsweise eine HDR-Automatik. Der Superzoomer soll ab März im Handel erhältlich sein. Von JVCs GC-PX1 dagegen ist noch nicht einmal bekannt, ob sie überhaupt jemals im Handel erhältlich sein wird. Die technischen Daten machen allerdings Lust auf mehr: Full-HD-Videos mit 60 beziehungsweise 50 Vollbildern pro Sekunde, 300-fps-Zeitlupen-Clips in VGA-Auflösung, 30 10-Megapixel-Fotos pro Sekunde und so weiter. Mehr Details gibt’s in der folgenden Fotostrecke.

Anspruchsvolle Digicams

Wie gesagt, Highend-Kameras gibt’s auf der CES nicht zu sehen. Aber immerhin hatten Olympus, Samsung [8] und Fujifilm ein paar anspruchsvollere Modelle im Gepäck. Olympus hat in Las Vegas das Geheimnis um die XZ-1 gelüftet, von der es auf der Photokina bereits einen Prototypen zu sehen gab. Die Digicam verfügt über einen Sensor, der mit 1/1,7 Zoll mehr Platz für einfallendes Licht bietet als die gemeine Standard-Kompaktkamera – und damit auch eine bessere Bildqualität. Außerdem ist das Objektiv der Olympus XZ-1 mit einer größten Blende von F1,8 extrem lichtstark. Das niedrige Öffnungsverhältnis sorgt dafür, dass viel Licht auf den Sensor dringt, was wiederum für niedrigere erforderliche Ausleseempfindlichkeiten sorgt. Und damit wiederum für bessere Fotoqualität. Wir haben an anderer Stelle bereits ausführlich über die Olympus XZ-1 berichtet [9].

Neben der XZ-1 hat Olympus außerdem ein kleines Update seiner Einsteiger-EVIL-Kamera E-PL1 präsentiert. Die wesentlichen Verbesserungen bei der E-PL2 [11] betreffen Haptik und Bedienung. Außerdem gibt es ein neues Kitobjektiv, das im Videomodus leiser arbeiten soll. Bildsensor und -prozessor sind aber identisch zum alten Modell. Ganz ähnlich sieht es bei der Samsung NX11 [12] aus, die die Nachfolge der NX10 [13] antritt. Die Neuerungen betreffen hier ebenfalls in erster Linie Bedienung und Haptik.

Kamera-Exoten: Wasserdicht, stoßfest und mit WLAN

Kompaktkameras mit WLAN gab es schon etliche – Kompaktkameras mit WLAN, die zu Kassenschlagern wurden, dagegen nicht. Canon, Nikon, Samsung, Panasonic und so weiter: Es gibt kaum einen Digicam-Hersteller, der sich nicht bereits daran versucht und sich die Finger verbrannt hat. Samsung bleibt derzeit als einziges tapfer am Ball und hat mit der SH100 [14] eine weitere Knipse mit Drahtlos-Funk vorgestellt. Neu ist hier, dass sich diverse Smartphones, beispielsweise das Galaxy S, als Fernsteuerung nutzen lassen. Das Sucherbild erscheint dann auf dem Handydisplay, und der Fotograf betätigt bequem auf dem Touchscreen den Auslöser oder zoomt durch die Gegend.

Kommunikationsfreudig: Die WLAN-Kamera Samsung SH100 lässt sich mit dem Smartphone fernsteuern.
Kommunikationsfreudig: Die WLAN-Kamera Samsung SH100 lässt sich mit dem Smartphone [15] fernsteuern.

Eye-Fi [16] verfolgt einen ganz anderen Ansatz. Der Speicherkartenhersteller verbaut die Funkmodule nämlich einfach in SD-Karten und bringt WLAN damit in alle nur erdenklichen Modelle. Die kommunikationsfreudigen Speichermedien sind nichts neues, doch Eye-Fi hat auf der CES eine App für iOS- und Android [17]-Smartphones vorgestellt. Ein Fernsteuern wie bei Samsung ist damit zwar nicht möglich, doch immerhin lassen sich so die Fotos unterwegs dann direkt mit dem Smartphone auf Facebook, Flickr & Co. hochladen – ohne, dass die Speicherkarte die Kamera verlassen muss. Das Tool ist bereits im Apple [18] App Store beziehungsweise im Android Market erhältlich. Wir werden’s demnächst testen.

Eine weitere Nische, die auf der CES durchaus Beachtung fand, sind die wasserdichten und stoßfesten Outdoor-Kameras. Kodak zeigte die EasyShare Sport, Olympus die TG-310, Fujifilm die FinePix XP30 und Sony die bereits erwähnte Cyber-shot DSC-TX10. Die TX10 von Sony setzt sich mit Touchscreen und BSI-Sensor von der Konkurrenz ab. Fujifilms XP30 dagegen überzeugt mit einem GPS-Receiver. Die Besonderheit der Olympus TG-310 ist die Möglichkeit, 3D-Bilder durch die versetzte Aufnahme von zwei Einzelfotos aufzunehmen. Kodaks EasyShare Sport überzeugt mit sehr niedrigen Anschaffungskosten – die unverbindliche Preisempfehlung der Outdoor-Kamera beträgt lediglich 79 Euro.

Neue Camcorder: 3D, 3D und noch mehr 3D

Der erste Full-HD-3D-Camcorder für Consumer hat bereits im September auf der IFA das Licht der Welt erblickt: Dort hat Panasonic den HDC-SDT750 vorgestellt. Allerdings nutzt die Videokamera lediglich eine Aufsatzlinse, um zwei blickwinkelversetzte Einzelvideos nebeneinander auf den Bildsensor zu projizieren. Die beiden Clips haben dann nicht Full-HD-Auflösung, sondern lediglich 960 mal 1080 Bildpunkte. Außerdem steht bei aufgesteckter 3D-Linse der optische Zoom nicht mehr zur Verfügung.

Auf der CES gab es jetzt endlich zwei „echte“ Full-HD-3D-Camcorder zu sehen. Der Sony Handycam HDR-TD10E [19] und der JVC Everio GS-TD1 [20] verfügen jeweils über zwei Objektive und zwei Bildsensoren – und fangen damit zwei Clips gleichzeitig mit Full-HD-Auflösung ein. Zudem funktioniert auch während der 3D-Aufnahme der optische Zoom. JVCs Modell vergrößert fünffach (2D: zehnfach), Sonys Videokamera zehnfach (2D: zwölffach). Die Objektive der 3D-Camcorder sind außerdem lichtstärker (JVC: F1,2 und Sony F1,8) als Panasonics Videokamera mit 3D-Aufsatzlinse (F3,2).

Sonys 3D-Camcorder HDR-TD10E verfügt über zwei Objektive und zwei Bildsensoren.
Sonys 3D-Camcorder HDR-TD10E verfügt über zwei Objektive und zwei Bildsensoren.

Ein weiterer Vorteil des Sony-JVC-Duos besteht im Display. Die 3,5 Zoll großen Bildschirme bieten eine autostereoskopische 3D-Darstellung. Der Kameramann kann den Tiefeneffekt also gleich auf der Anzeige überprüfen, ohne dass dafür eine nervige 3D-Brille notwendig wäre. Leider sind die beiden Camcorder nicht ganz billig: Sony setzt die unverbindliche Preisempfehlung für den TD10E mit 1599 Euro an, JVC schreibt gar 1999 Euro aufs Preisschild. Beide Camcorder sollen Ende des ersten beziehungsweise Anfang des zweiten Quartals im Handel erhältlich sein.

Panasonic hat übrigens gleich mehrere Full-Camcorder gezeigt, die zu der bereits erwähnten 3D-Aufsatzlinse kompatibel sind. Ein Consumer-Modell mit zwei Bildsensoren und zwei Objektiven gibt es von dem Hersteller allerdings nach wie vor nicht. Der Vorteil von Panasonics Ansatz liegt in der Kompatibilität – die Side-by-Side-Videos mit zweimal 960 mal 1080 Pixeln lassen sich im AVCHD-Codec abspeichern und problemlos weiterverarbeiten. Sowohl Sony als auch JVC setzen dagegen auf proprietäre Videoformate für ihre Full-HD-3D-Videos. Allerdings speichern der TD10E und der TD1 auf Wunsch die Clips ebenfalls als Side-by-Side-AVCHD-File ab, dann aber auch „nur“ mit 960 mal 1080 Bildpunkten.

Sony hat neben dem HDR-TD10E noch den Bloggie 3D MHS-FS3 vorgestellt. Die Videokamera sieht auf den ersten Blick aus wie ein Handy des frühen 21. Jahrhunderts, verfügt aber über zwei Objektive auf der Rückseite. Diese ermöglichen die Aufnahme von 3D-Filmchen, die im Side-by-Side-Verfahren mit zweimal 960 mal 1080 Pixeln abgespeichert werden. Im 2D-Modus bietet der Pocket Camcorder Full-HD mit 1920 mal 1080 Bildpunkten. Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 269 Euro ist der Bloggie 3D im direkten Vergleich zu seinen größeren Geschwistern ein echtes Schnäppchen. Zoom, umfassende Einstellungsmöglichkeiten und dergleichen gibt es für so wenig Geld allerdings nicht.

Videokameras mit integriertem Beamer

Ein interessantes Highlight gab es noch von Sony zu sehen: Die Japaner haben auf der CES drei Camcorder vorgestellt, die über einen integrierten Videoprojektor verfügen – zwei davon kommen auch nach Deutschland. Mit den Modellen PJ30VE und PJ10E lassen sich die Videos vom Skifahren gleich abends auf der Hütte bewundern. Die Anschaffungskosten bewegen sich zwischen 649 und 949 Euro.

Sony bringt bei seinen Beamer-Camcordern einen Projektor auf der Rückseite des Ausklapp-Displays unter.
Sony bringt bei seinen Beamer-Camcordern einen Projektor auf der Rückseite des Ausklapp-Displays unter.

Ansonsten gab es im Camcorder-Segment die üblichen Weiterentwicklungen der bestehenden Produktreihen. Die Videokameras bekommen etwas stärkere Zooms als letztes Jahr, werden kleiner und bringen mehr Speicher mit.

Fazit

Die BSI-Sensoren verbreiten sich immer mehr unter den Kompaktkameras. Wir begrüßen diese Entwicklung, denn die schnellen CMOS-Chips beziehungsweise die Tricks, die sie ermöglichen, machen einfach Spaß. Außerdem gibt es auch zunehmend mehr kompakte Digicams, die erweiterte Funktionen wie etwa halbautomatische und manuelle Aufnahmemodi oder RAW-Fotomodus bieten.

Auf der Kehrseite der Medallie liegen die immer wahnwitzigeren Auflösungen und Zooms, die die Hersteller in die kleinen Gehäuse quetschen. Kein Hobbyknipser braucht 16 Megapixel – zumal die lichtempfindliche Fläche pro Pixel ab- und damit das Rauschen zunimmt, wenn mehr Bildpunkte auf einem winzigen Sensor Platz finden. Und das kostet letztendlich Bildqualität. Ähnlich sieht es bei den Objektiven aus. Auf dem Datenblatt mag das zwar toll klingen, doch die Praxis hat gezeigt, das die Bildqualität von Megazoom-Objektiven alles andere als überzeugend ist. Bei beiden Punkten lassen wir uns natürlich gerne vom Gegenteil belehren – schließlich fotografieren wir lieber als dass wir meckern. Aber die Skepsis ist da.

Im Gegensatz zu den Kameras gab es bei den Camcordern nicht nur Einsteiger-Modelle zu sehen, sondern auch zigtausend Euro teure Highend-Modellen. Die 3D-Videokameras von Sony und JVC machen definitiv Lust auf mehr – wir freuen uns schon darauf, das 3D-Duo auszuprobieren. Interessant sind außerdem auch Sonys Beamer-Camcorder. Wir sind gespannt, ob Kameras mit integrierten Projektoren mehr Erfolg im Video- als im Fotosegment haben. Denn beispielsweise Nikons Digicams [21] mit integrierten Beamern gehören eher zu den Ladenhütern als zu den chronisch ausverkauften Produkten.

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

URL zum Artikel: https://www.cnet.de/41545011/trends-von-der-ces-das-koennen-kameras-und-camcorder-im-jahr-2011/

URLs in this post:

[1] CES: http://www.cnet.de/themen/ces-2014/

[2] Sony: http://www.cnet.de/unternehmen/sony/

[3] HS10: https://www.cnet.de/tests/digicam/41532507/fujifilm_finepix_hs10_im_test_30_facher_superzoomer_mit_1000_fps_videofunktion.htm

[4] 16 Fujifilm-Neulingen von der CES: https://www.cnet.de/blogs/alpha/kameras/41544193/ces_2011_fujifilm_kuendigt_16_neue_kameras_an_hs20exr__f550exr_co.htm

[5] Übersicht über die neuen Sony-Cyber-shot-Knipsen: https://www.cnet.de/blogs/alpha/kameras/41544281/ces_2011_sony_bringt_elf_neue_cyber_shot_kameras_tx100v__tx10__hx7v_und_mehr.htm

[6] Casios Tryx: https://www.cnet.de/blogs/alpha/kameras/41544289/ces_2011_casio_exilim_ex_tr100_mit_21_millimeter_weitwinkelobjektiv_hat_den_dreh_raus.htm

[7] CES 2011: Highspeed-Kamera JVC GC-PX1 nimmt VGA-Zeitlupe mit 300 fps auf: https://www.cnet.de/41544883/ces-2011-highspeed-kamera-jvc-gc-px1-nimmt-vga-zeitlupe-mit-300-fps-auf/?pid=1#sid=41545011

[8] Samsung: http://www.cnet.de/unternehmen/samsung/

[9] Olympus XZ-1 berichtet: https://www.cnet.de/blogs/alpha/kameras/41544282/ces_2011_erste_eindruecke_von_der_olympus_xz_1_mit_f1_8_zoomobjektiv.htm

[10] CES 2011: Olympus XZ-1 ausprobiert: https://www.cnet.de/41544283/ces-2011-olympus-xz-1-ausprobiert/?pid=1#sid=41545011

[11] E-PL2: https://www.cnet.de/galerie/41544288/ces_2011_evil_kamera_olympus_e_pl2_im_blick.htm

[12] Samsung NX11: https://www.cnet.de/blogs/alpha/kameras/41543619/mini_update_samsung_kuendigt_nx11_mit_18_bis_55_millimeter_i_function_objektiv_an.htm

[13] NX10: https://www.cnet.de/tests/digicam/41528388/samsung_nx10_im_test_micro_four_thirds_killer_dank_aps_c_format.htm

[14] SH100: https://www.cnet.de/blogs/alpha/kameras/41544113/ces_2011_wlan_digicam_samsung_sh100_kommuniziert_mit_smartphones.htm

[15] Smartphone: http://www.cnet.de/themen/smartphone/

[16] Eye-Fi: https://www.cnet.de/videos/messen/41528345/eye_fi_sd_speicherkarte_mit_wlan_streamt_bilder_von_der_kamera_zum_pc.htm

[17] Android: http://www.cnet.de/themen/android/

[18] Apple: http://www.cnet.de/unternehmen/apple/

[19] Sony Handycam HDR-TD10E: https://www.cnet.de/galerie/41544378/ces_2011_sonys_full_hd_3d_camcorder_hdr_td10e.htm

[20] JVC Everio GS-TD1: https://www.cnet.de/blogs/alpha/camcorder/41544674/ces_2011_3d_camcorder_jvc_everio_gs_td1_mit_zwei_objektiven_und_zwei_bildsensoren.htm

[21] Nikons Digicams: https://www.cnet.de/blogs/alpha/kameras/41536422/nikon_s1100pj_kompaktkamera_mit_integriertem_beamer_und_touchscreen.htm