Die Maus unterstützt eine von Logitech als Angle Snapping benannte Funktion, die sich an der Vorhersage versucht, ob man ein gerade Linie zu ziehen versucht. Wenn ja, glättet die Software die Eingabe entsprechend, um ein präziseres Resultat zu vermitteln. Das funktioniert in den meisten Fällen sogar gut. Wer sich aber lieber nicht von Fahrhilfen bevormunden lassen möchte, schaltet die Option einfach ab.

Man kann eine USB-Polling-Rate von bis zu 1.000 Hz einstellen, komplette Profile mit individuellen Tastenbelegungen und Makros direkt in der Maus ablegen (und ist damit nicht nur an den eigenen Rechner gebunden) und kann – wenn man Wert darauf legt – auch die Farbe der DPI-Anzeige anpassen. Man kann sogar in Abhängigkeit vom gestarteten Programm automatisch bestimmte Profile starten lassen.

Man kann bis zu fünf verschiedene DPI-Einstellungen vorprogrammieren und in der Maus ablegen, zwischen denen man dann schnell umschalten kann.
Man kann bis zu fünf verschiedene DPI-Einstellungen vorprogrammieren und in der Maus ablegen, zwischen denen man dann schnell umschalten kann.

Zwei weitere Tasten sitzen auf der Unterseite der Maus. Mit der ersten schaltet der Anwender zwischen gespeicherten Profilen um und mit der zweiten zwischen Freilauf- (Free Spin) und Raster-Modi (Detent) für das Scrollrad. Der Free-Spin-Modus eignet sich grundsätzlich besser für das Durchblättern großer Textmengen, der zweite empfiehlt sich für Games. Logitech nennt diese Funktion übrigens Micro Gear. Mit der Einführung der G500 hat der Hersteller aber einen besseren Platz für diesen Umschalter gefunden: Direkt unterhalb des Scrollrads.

Software & Performance

Lediglich die linke Maustaste und das Nach-oben-/Nach unten-Blättern kann nicht angepasst werden. Alle anderen Tasten sind über die Logitech-Software nach Belieben konfigurierbar. Das Programm bietet sogar einen Makro-Editor, der auch Mausereignisse (Klicks, Bewegungen, …) aufzeichnet. Der Makro-Manager ist gut durchdacht und begegnet konkurrierenden Lösungen auf Augenhöhe.

Abgesehen von der linken Maustaste und der Bild-auf-/Bild-ab-Funktion des Mausrads kann man die Tasten beliebig belegen.
Abgesehen von der linken Maustaste und der Bild-auf-/Bild-ab-Funktion des Mausrads kann man die Tasten beliebig belegen.

In ein paar Test-Sessions mit Serious Sam: HD und Left 4 Dead zeigte sich die Logitech G9x als kompetenter und präziser Spielpartner, gleitet aber nicht ganz so flüssig wie neuere Gaming-Mäuse à la SteelSeries Xai oder Roccat Kova.

Fazit

Obwohl der Listenpreis der Logitech G9x mit 79,99 Euro nach unserer Meinung für heutige Verhältnisse eindeutig zu hoch ist, bekommt man sie am Markt bereits zu angemessenen Preisen ab gut 50 Euro. Die Maus selbst ist ein solider, zuverlässiger und akkurater Vertreter der Gamin-Kategorie, kommt mit einer guten Software und krankt lediglich an einem etwas unausgegorenen Gewichtsanpassungssystem. Alles in allem ist das eine Maus, bei der man nicht viel falsch machen kann.

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