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Nikon Coolpix S8100 im Test: günstiger Highspeed-Superzoomer mit BSI-CMOS-Sensor

CCD, CMOS, Bahnhof? Bei den Bildsensoren von Kompaktkameras läuft gerade ein Technologie-Wechsel ab. Während bis vor zwei Jahren praktisch ausschließlich CCD-Chips in handlichen Digicams Verwendung fanden, kommen jetzt zunehmend mehr Modelle mit CMOS-Sensoren auf den Markt. Und wie die rund 230 Euro teure Nikon Coolpix S8100 zeigt, dringen die neuen Lichtfänger so langsam auch in die Mittelklasse der Kompakten vor.

Der wesentliche Vorteil der CMOS-Bildsensoren ist die Geschwindigkeit: Kameras mit diesen Chips schießen mühelos zehn Bilder pro Sekunde mit voller Auflösung, fangen Full-HD-Videos ein und bieten nette Tricks wie HDR-Automatiken oder raffinierte Mehrfachaufnahme-Modi. Damit werden Funktionen sowohl für den Geldbeutel als auch für die Hosentasche erträglich, die zuvor sündhaft teuren und sperrigen Profi-Modellen vorbehalten waren.

Design

Die Nikon Coolpix S8100 sieht schick aus und passt mit einer Dicke von gerade einmal drei Zentimetern problemlos in die Hosentasche. Sie ist in den Farben Schwarz, Rot und Gold erhältlich und gehört zu den dünnsten Kameras mit Zehnfach-Zoom auf dem Markt. Das Gehäuse besteht aus Metall und macht einen soliden Eindruck. Es ist größtenteils eckig, lediglich rund um das Objektiv steht eine rundliche Wölbung nach oben.

Zwei Kritikpunkte haben wir am Design allerdings: Die Außenhaut der Kamera ist ziemlich glatt und bietet nicht besonders viel Halt – hier hätte ein angedeuteter Handgriff auf der Vorderseite geholfen. Außerdem blockiert man den aus der linken Oberseite des Gehäuses herausschnappenden Blitz sehr leicht mit den Fingern. Und wenn die Zusatzbeleuchtung ausgeklappt ist, gibt’s hier kaum noch Halt für die Finger der linken Hand. Glücklicherweise schießt der Blitz nur nach oben, wenn er auch wirklich benötigt wird und nicht bereits beim Einschalten der Kamera.

Die Bedienelemente und das Menüsystem sind einfach konzipiert und sollten auch Einsteiger in die Welt der digitalen Fotografie nicht vor große Rätsel stellen. Das Menü ist in drei Reiter aufgeteilt: Foto, Video und Setup. Auf dem 3,0-Zoll-Display mit der vergleichsweise hohen Auflösung von 640 mal 480 Pixeln sehen die Dialoge scharf und ansprechend aus. Der Bildschirm ist ordentlich hell und lässt sich auch bei intensivem Sonnenlicht noch gut ablesen.

Auf der Oberseite des Gehäuses befindet sich ein Moduswahlschalter zum Wechseln zwischen den verschiedenen Aufnahmeprogrammen. Hinten am Gehäuse gibt es eine großzügige Daumenablage. Rechts darüber bringt Nikon eine dedizierte Aufnahmetaste für den Videomodus unter, darunter sitzen Wiedergabetaste, Vier-Wege-Pad mit Ok-Taste und umliegendem Einstellrädchen sowie zwei Buttons für Menü und Löschen.


Mach‘ Dich lang: Mit voll ausgefahrenem Objektiv wird die Nikon S8100 fast doppelt so dick.

Das Vier-Wege-Pad dient zum Navigieren durch die Menüs. Außerdem ruft es die Einstellungen für Selbstauslöser, Blitz, Belichtungskorrektur und Makrofokus aufs Display. Wer mit maximaler Geschwindigkeit durch die Menüs brausen möchte, kann das alternativ auch mit dem ums Pad herum angebrachten Einstellrädchen erledigen. Das Drehelement rotiert recht leichtgängig, weist aber fühlbare Einrastungen auf. Damit lässt es sich präzise navigieren.

Für die Energieversorgung der S8100 ist ein Lithium-Ionen-Akku zuständig, der ungefähr 210 Fotos durchhält. Leider gibt es bei der Digicam keine Füllstand-Anzeige für den Stromspeicher. Die Knipse sagt blöderweise erst dann Bescheid, wenn der Akku aufgeladen werden muss. Das geschieht wahlweise per USB-Port am Rechner oder mit Hilfe des mitgelieferten Netzadapters.


Auf der rechten Seite des Gehäuses befinden sich ein HDMI-Port und eine Öse für die mitgelieferte Trageschlaufe.

Die Fächer für Akku und Speicherkarte befinden sich hinter einem Türchen auf der Unterseite der Kamera. Daneben sitzt ein kombinierter Mini-USB- und AV-Anschluss. Auf der rechten Seite der S8100 gibt es eine kleine Klappe, die einen Mini-HDMI-Anschluss verbirgt. So lassen sich die Fotos ohne Umweg über den Rechner direkt auf einem hochauflösenden Fernseher bewundern – jedenfalls, sobald man das dafür notwendige und leider nicht im Lieferumfang enthaltene Kabel gekauft hat.

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CNET.de Redaktion

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