Das auffälligste Element auf der Rückseite ist das 3,0 Zoll große, dreh- und schwenkbar aufgehängte Display. Es lässt sich um 180 Grad nach vorne klappen und rotiert um 270 Grad um die eigene Achse. Das ist bei Aufnahmen über Kopf, aus der Hüfte und um die Ecke eine große Hilfe. Der Bildschirm löst 640 mal 480 Pixel auf und lässt sich dank seiner Helligkeit auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch gut ablesen. Im Gegensatz zur Vorgängerin E-3 gibt es unterhalb des Displays keine Tasten mehr.

Links über dem Bildschirm befinden sich zwei mit Menu und Info beschriftete Knöpfe – sie rufen das Hauptmenü auf beziehungsweise wechseln durch verschiedene Displaydarstellungsmodi. Rechts neben dem optischen Sucher sitzt das bereits erwähnte Einstellrädchen. Weiter unten gibt es einen Button zum Aktivieren des Live-View-Modus, darüber eine Taste für den Belichtungsspeicher.

Rechts neben dem Bildschirm finden sich ein Vier-Wege-Pad mit mittiger Ok-Taste, zwei Knöpfe für Wiedergabe und Löschen sowie ein robuster Ein/Aus-Schalter. Ganz rechts oben auf der Ecke gibt es zwei weitere Buttons – einer dient zum Starten der Videoaufnahme beziehungsweise zum Festlegen des Autofokus-Messfelds. Beim anderen Knopf handelt es sich um eine frei belegbare Funktionstaste.

Apropos belegen: Die Funktionen des Vier-Wege-Pads, der Fokus-Messfeld-Wahltaste und der Abblendtaste lassen sich ebenfalls festlegen. Zur Auswahl stehen hier etwa sofortiger Weißabgleich, Qualitätseinstellung, manuellen Fokus aktivieren, Belichtungsmodus ändern oder bei gedrückter Taste beim Drücken des Auslösers eines von vier frei definierbaren Profilen verwenden.

Ein Druck auf die Ok-Taste in der Mitte des Vier-Wege-Pads aktiviert das interaktive Info-Display. Der Fotograf kann die hier dargestellten Aufnahmeparameter nun bequem mit den Richtungstasten auswählen und an seine Bedürfnisse anpassen. Hier finden sich Standards wie ISO-Empfindlichkeit, Weißabgleich, Blitzbelichtungskorrektur und Autofokusmodus, aber auch exotischere Punkte wie Gradation, Bildstabilisator, Speicherkarte und Weißabgleich-Feintuning.

Der optische Sucher steht gut einen Zentimeter nach hinten über das Display hinaus. Damit verschmiert der Fotograf den Bildschirm nicht ständig mit der Wange.
Der optische Sucher steht gut einen Zentimeter nach hinten über das Display hinaus. Damit verschmiert der Fotograf den Bildschirm nicht ständig mit der Wange.

Die Bedienung der E-5 begeistert uns auf Anhieb. Und dank den zahlreichen frei belegbaren Tasten und Aufnahmeprofilen kann man sich hervorragend auf schnell wechselnde Aufnahmesituationen vorbereiten. Sowohl die vielen Buttons, die Direktzugriff auf verschiedene Aufnahmeeinstellungen gewähren, als auch die tiefgreifenden Menüs sind übersichtlich gestaltet und geben größtenteils keine Rätsel auf. Eine kleine Hilfe-Funktion, die die Bedeutung der verschiedenen Unterpunkte erklärt, wäre dennoch nett gewesen.

Auf der linken Seite der Kamera gibt es eine große Gummiabdeckung, hinter der sich Mikrofon-Einfang, HDMI-Ausgang, USB-Port, AV-Out und Netzanschluss befinden. Weiter vorne sitzen noch Blitzsynchron- und Kabelfernsteuerungsbuchsen. Leider sind die Schraub-Abdeckungen sehr klein und nicht am Gehäuse befestigt – früher oder später gehen sie unweigerlich verloren. Rechts am Gehäuse befindet sich eine große, solide Klappe, die einen SD-, SDHC- und SDXC- sowie einen CompactFlash-Slot beherbergt. Leider bietet die E-5 lediglich die Möglichkeit, komplett zwischen den Speicherkarten zu wechseln. RAW-Fotos auf das eine, JPEG-Bilder auf das andere Medium abspeichern ist beispielsweise nicht möglich. Hoffentlich bessert der Hersteller hier noch per Firmware-Update nach.

Die Olympus E-5 bringt außerdem eine integrierte Wasserwaage mit. Diese ist im Live-View-Modus auf dem rückseitigen Display sichtbar oder wird nach dem Antippen des Auslösers im optischen Sucher dargestellt. Apropos optischer Sucher: Hier finden sich Anzeigen für Belichtungsmessung, Verschlusszeit, Blendenzahl, Belichtungsprogramm, verbleibende Bilder, Bildstabilisator, ISO-Empfindlichkeit und Akkustand.

Auf der Unterseite der Kamera bringt Olympus den selbstverständlich aus Metall gefertigten Stativanschluss sowie das solide wirkende Fach für den Stromspeicher unter. Der Lithium-Ionen-Akku BLM-5 soll ausreichend Power für 870 Aufnahmen bereitstellen.

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2 Kommentare zu Olympus E-5 im Test: blitzschnelle Profi-DSLR mit toller Bedienung und kleinem Sensor

  • Am 5. Februar 2011 um 11:27 von Georg May

    Plympus E-5
    Es ist schon ertaunlich wenn die Tester hier die E-5 für 1800 Euro kaufen und dann über den hohen Preis mäkeln….

    • Am 12. März 2011 um 19:11 von Alexander

      AW: Plympus E-5
      Sie denken wohl nicht im ernst, dass die Tester die Kameras kaufen, um diese anschließend zu begutachten?
      Die Industrie liefert Testgeräte umsonst (für 2 Wochen oder so).
      Beste Grüße

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