Obwohl der Grado an einem iPod oder einem anderen portablen Audio-Player genutzt werden kann, ist er doch daheim besser aufgehoben. Ein besserer Sparring-Partner für den Image One ist der hierzulande ab 278 Euro erhältliche On-Ear-Kopfhörer P5 von Bowers & Wilkins, der speziell für portable Audio-Player entwickelt wurde.

Wir hören uns die beiden abwechselnd mit CDs der Brooklyner Soul-Truppe Sharon Jones and the Dap-Kings an. Der Image One und der P5 weisen einen sehr ähnlichen Klang auf. Der P5 hat einen besser definierten Bass und spielt etwas breiter auf, aber der Image One ist dynamischer und bietet bessere Details in den Höhen, sodass Schlagzeuge und Blechinstrumente natürlicher klingen.

Da der Image One zudem externe Geräusche noch besser ausblendet als der P5 und hierzulande deutlich weniger als die Hälfte des P5 kostet, würden wir in diesem Vergleich jederzeit den Klipsch Image One vorziehen.

Der Klipsch Image One hat einen erstaunlich ausgewogenen Klang mit starkem Bass, warmen Mitten und detaillierten Höhen.
Der Klipsch Image One hat einen erstaunlich ausgewogenen Klang mit starkem Bass, warmen Mitten und detaillierten Höhen.

Der Sennheiser HD 555 (ab 125 Euro) klingt noch etwas offener als der P5 und ist zudem der komfortabelste aller hier erwähnten Kopfhörer. Beim Vergleich des Sennheiser-Kopfhörers mit dem Klipsch Image One anhand der DVDs der TV-Serie Lost: Season 2 fiel uns auf, dass der Image One die Inselgeräusche mehr inmitten des Kopfs platziert, während der HD 555 die Klänge etwas weiter außen abbildet, was letztlich etwas natürlicher klingt. Sennheisers neues Modell HD 598 (ab 160 Euro) ist in dieser Hinsicht noch besser.

Der Bass des Image One übertrifft alles in allem den von Kopfhörern, die einen mehr als doppelt so hohen Listen- und Marktpreis haben. Er könnte für einige Nutzer bereits zu viel des Guten sein, während ihn andere gerade deswegen lieben werden. Der Image One bietet aber nicht nur Bass: Sein Sound ist ausgewogen, die Mitten – wichtig für Stimmen und viele Instrumente – klingen größer und wäremer als bei vielen anderen Kopfhörern.

Fazit

Der Klipsch Image One ist für kürzere Zeiträume durchaus komfortabel, aber wenn man ihn über längere Zeit trägt, wird er unbequem. Dafür punktet er mit einem für diesen Preis sehr ausgewogenen Klang und einer Drei-Tasten-Kabelfernbedienung für iOS-Geräte. Zusammen mit der zweijährigen Garantie macht das den Klipsch Image One zu einem wirklich guten, preiswerten On-Ear-Kopfhörer und zu einem ernsthaften Konkurrenten für etliche zwei- bis dreimal so teure Modelle.

Neueste Kommentare 

4 Kommentare zu Klipsch Image One: preiswerter Kopfhörer mit tollem Sound und starkem Bass

  • Am 1. April 2011 um 00:11 von Mark321

    Wirklich Bass stark?
    Wie schlägt sich der Kopfhörer zum Koss Porta Pro?.

    • Am 1. April 2011 um 19:05 von Stefan Möllenhoff

      AW: Wirklich Bass stark?
      Hallo Mark,

      leider haben wir keinen direkten Vergleich. Unser US-Kollege Justin Yu hat den Koss-Kopfhörer allerdings vor etwa drei Jahren getestet. Vielleicht hilft Ihnen der Testbericht des PortaPro weiter:
      http://reviews.cnet.com/headphones/koss-portapro-headphones/4505-7877_7-32897197.html

      Beste Grüße,
      Stefan Möllenhoff, CNET.de

    • Am 4. September 2011 um 22:54 von Andre

      AW: Wirklich Bass stark?
      Hallo
      Habe beide und vom Klang ist der Klipsch um welten besser wirklich. Da ich mal davon ausgehe, dass Du Bass magst ist der Klipsch wirklich eine neue Dimension und das noch für den Preis. Ich habe sogar die Dr. Dre zum Vergleich gehört, die ich mir ursprünglich kaufen wollte und finde die Klipsch fast harmonischer. Kann sie nur empfehlen. Vom Tragekompfort fand ich den Koss auch nicht toll, bei mir haben sich die Haare immer im Bügel verfangen.

    • Am 15. Dezember 2011 um 10:55 von Michael Heinrich

      AW: Wirklich Bass stark?
      Also ich habe den Koss Porta Pro auch und im direkten Vergleich schlägt sich der Klipsch besser. Satter Bass, nicht aufdringlich, aber auch bei den Mitten und Höhen sehr nuancenreich. Seit ich den Klipsch habe, benutze ich den Porta Pro selten. Dieser hat jedoch den besseren Tragekomfort. Der Klipsch drückt nach zwei Stunden doch schmerzhaft auf den Ohren.

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