Schon im Test: HTC Desire S – perfekter Formfaktor, gute Software

von Daniel Schraeder am , 13:15 Uhr

Pro
  • attraktiver Formfaktor
  • wertiges Gehäuse
  • erstklassige Oberfläche
Con
  • Ausstattung könnte noch besser sein
  • schwarze Ausführung dürfte empfindlich sein
  • Kamera liefert einen Rotstich
Hersteller: HTC Listenpreis:
ZDNet TESTURTEIL: EXZELLENT 9,0 von 10 Punkte
Fazit:

Das Desire S überzeugt mit dem attraktiven Formfaktor und der hervorragenden Software. Hinzu kommt die vergleichsweise niedrige unverbindliche Preisempfehlung von 489 Euro - der Marktpreis dürfte noch ein gutes Stück darunter liegen. Wie bei vielen früheren HTC-Androiden enttäuscht allerdings auch hier die Kamera. Wer sich daran nicht stört, kann hier bedenkenlos zuschlagen.

Auf den ersten Blick ist der Nachfolger des Android-Smartphones HTC Desire kein großer Wurf. Display-Auflösung, Prozessorgeschwindigkeit, Oberfläche – alles scheint gleich, nur eine Frontkamera für Video-Telefonate ist dazu gekommen. Bei genauerer Betrachtung kann man aber eigentlich fast nur sagen: Sofort kaufen! Warum, verrät der Testbericht.

In den letzten Jahren hat HTC [1] eine gewisse Vorreiterrolle unter den Smartphone [2]-Herstellern eingenommen. Auf der größten Handy-Messe der Welt, dem Mobile World Congress [3]im Februar, war die Erwartungshaltung entsprechend hoch. Zu hoch, wie es scheint – denn die vorgestellten Androiden haben uns nicht vom Hocker gehauen.

Zu nah sind sie an ihren Vorgängern und Brüdern, zu gering sind die Unterschiede. Und technische Highlights, mit denen derzeit die Konkurrenten glänzen? Fehlanzeige. Weder HDMI noch Dual-Core oder 3D-Display haben die Taiwaner gezeigt. Bis jetzt, könnte man sagen, denn die Spatzen zwitschern schon wieder von den Dächern: Es kommt einiges auf uns zu. Wenn nicht sogar alles. Und zwar schon sehr bald.

Noch früher, nämlich schon im nächsten Monat, kommt allerdings zunächst das HTC Desire S in die Läden, und damit der Nachfolger des seit etwa einem Jahr erhältlichen Ur-Desire – dem Bruder des Google [4]-Smartphones Nexus One. Wir hatten bereits die Möglichkeit, das Gerät ausführlich zu testen. Zugegeben – die Software auf unserem Desire S ist noch nicht ganz final. Aber die Fehler sind überschaubar, und das Produkt wirkt schon so rund, dass wir es wagen, bereits jetzt eine Note zu vergeben.

Design

Das Desire S ist uns auf den ersten Blick sympatisch. Unser Testgerät ist in tiefem, mattem Schwarz gehalten, lediglich ein paar silbern glänzende Akzente auf der Oberseite sorgen für gesteigerte Aufmerksamkeit. Damit traut sich HTC, nicht in der Ecke der Unauffälligen zu verschwinden, ohne gleich zu schreien: „Hey, sieh‘ her, ich bin ein Android [5]-Smartphone“.

Dominierend auf der Oberseite ist wie üblich das Touchscreen-Display. Wie beim Vorgänger misst es 3,7 Zoll in der Diagonalen und wird von einer Scheibe aus kühlem, stabil wirkendem Glas geschützt. Oberhalb des eigentlichen Display-Panels, aber noch innerhalb der Scheibe, hat der Hersteller sein silberfarbenes Logo untergebracht. Rechts davon verbirgt sich eine Status-LED, wobei „verstecken“ fast noch zutreffender ist als „verbergen“: Solange sie nicht blinkt, bemerkt man nicht, dass sie da ist. Aber sobald der Energievorrat zur Neige geht, blinkt sie Orange, und bei ungelesenen Nachrichten funkelt sie grün. Analog dazu verstecken sich links vom Logo unter der Scheibe die obligatorischen Sensoren für Umgebungslicht und Annäherung. Letzterer schaltet Display und Touchscreen ab, wenn man das Gerät beim Telefonieren ans Ohr hält, um versehentliche Fehleingaben zu vermeiden.

Überm Glas nimmt der langgezogene Lautsprecher den größten Teil des zur Verfügung stehenden Platzes ein. Er reckt sich von fast ganz links nach fast ganz rechts und ist etwa einen Millimeter nach unten versenkt. Seine Aussparung im Metall spiegelt silbern glänzend – das sieht richtig gut aus. Ein nicht-glänzendes Metallgitter schützt die Innereien vor Staub und Dreck. Rechts davon gibt es noch eine weitere Aussparung im Metall, ebenfalls silbern glänzend – hier verbirgt sich eine der offensichtlichsten Änderungen im Vergleich zum Vorgängermodell: die frontseitige Kamera. Sie schafft VGA-Auflösung und dient damit primär der Videofonie sowie als Spiegel: Eine entsprechende App ist sogar vorinstalliert und zeigt nach dem Start den Alter Ego des Nutzers.

Apropos Metall: Das Gehäuse ist im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Vollen gefräst. Es gibt keine Schnittkante, stattdessen zieht es sich ohne Unterbrechung von der Vorder- auf die Rückseite, ganz so wie bei Apples MacBook. Das sorgt nicht nur für Stabilität, sondern sieht auch extrem hochwertig aus – und genau so fühlt es sich an. Fast zumindest, denn spätestens seit Apples „Antenna-Gate-Skandal [6]“ mit den Empfangsproblemen beim iPhone 4 ist klar: Irgendwo müssen die Antennen hin. HTC hat sie in klassischer Manier auf der Rückseite platziert und unterbricht das kühle Metall dafür an zwei Stellen mit Kunststoffabdeckungen. Angst vor billigem Plastik muss man aber nicht haben, denn HTC-typisch kommt ein wertiges Soft-Touch-Finish zum Einsatz. Die obere Abdeckung bringt Aussparungen für die Linse der 5-Megapixel-Kamera samt Foto-LED, den Lautsprecher für Klingeltöne, Freisprechfunktion und Wiedergabe von Musik oder Youtube-Videos sowie zwei kleine Löcher mit, hinter denen sich vermutlich Mikrofone für eine aktive Umgebungsgeräuschreduktion verbergen.

In der Mitte der Rückseite herrscht wieder das kühle, mattschwarz lackiere Metall, nur unterbrochen vom silbern glänzenden HTC-Logo. Das untere Drittel wird wieder von einer Kunststoff-Abdeckung eingenommen, die sich im Gegensatz zum oberen Deckel abnehmen lässt. Darunter haben Akku, SIM- und Speicherkarte ihren Platz gefunden. Die Konstruktion ist allerdings etwas empfindlich. Der Deckel rastet zwar anständig ein und sitzt stabil, man muss aber beim Schließen gehörig aufpassen, um keine der Kunststoff-Nasen zu beschädigen, die die Klappe hinterher in ihrer Position halten. Ansonsten war’s das mit den Spaltmaßen. Der Kunststoffdeckel zieht sich übrigens etwas in Richtung Vorderseite, womit HTC dem Android-„Knick“ in der Produktpalette treu bleibt. Hier stört er uns allerdings im Vergleich zu früheren Modellen nicht, weil er sich hübsch ins Design einpasst.

Auf der Oberseite hat die 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse zum Anschluss von Headsets und Standard-Kopfhörern ihren Platz gefunden. Wer den Anschluss häufig nutzt, wird vermutlich relativ schnell Verschleißerscheinungen sehen: Das schwarze Finish auf dem Metall dürfte vergleichsweise schnell verkratzen. Wer sich an der Patina stört, greift lieber gleich zum silbernen Modell. Da dürfte dieses Problem nicht auftreten.

Rechts daneben sitzt der Ein-Aus-Taster. Über seine Position kann man streiten – mancher Nutzer hat ihn lieber oben links, wieder andere bevorzugen ihn auf der rechten Seite, wie bei Samsung [8] üblich. Die rechte Geräteseite ist übrigens „nackt“ – nicht einmal ein Auslöser für die Kamera gibt es hier. Damit ist schon klar, dass dieses Gerät eher für Gelegenheitsfotografen denn für Schnappschussjäger gedacht ist.

Die Kamera auf der Rückseite des Desire löst 5 Megapixel auf. Einen dedizierten Fotoauslöser gibt es leider nicht. [9]
Die Kamera auf der Rückseite des Desire löst 5 Megapixel auf. Einen dedizierten Fotoauslöser gibt es leider nicht.

Auch die Unterseite ist frei von Elementen. Hier entdecken wir nur ein kleines Loch fürs Mikrofon, Links haben dafür der typische Wippschater zur Regelung der Lautstärke nebst Micro-USB-Buchse zum Aufladen des Akkus sowie zur Datenübertragung ihren Platz gefunden. Schade: Eine Schutzkappe oder einen Schieber für den Anschluss gibt es nicht. Das stört zwar die Optik, hält aber Staub draußen. Die mechanischen Tasten sind übrigens silbern glänzend ausgeführt – und könnten allesamt einen besser fühlbaren Druckpunkt haben. Aber damit suchen wir das Haar in der Suppe.

Die Android-Tasten für Home, Menü, Zurück und Suche sind übrigens als Soft-Touch-Tasten auf der Vorderseite unterhalb des Displays ausgeführt – im Gegensatz zu den mechanischen Knöpfen des Vorgängers. Aus optischen Gründen ist das sicherlich die bessere Lösung, in der Praxis ist uns Mechanik an dieser Stelle allerdings lieber – denn speziell beim hektischen Agieren auf dem Touchscreen, etwa bei Spielen, erwischt man flott mal ausversehen einen der berührungssensitiven Punkte und landet im Hauptmenü statt in der gegnerischen Basis.

Insgesamt fällt vor allem der extrem sympatische Formfaktor des Smartphones auf. Es ist trotz identischer Display-Diagonale etwas kleiner als der Vorgänger, sieht aber deutlich geschrumpft aus. Und das, ohne auf die Vorteile der großen Anzeige verzichten zu müssen. In Zahlen misst das Gerät knapp 6,0 mal 11,5 Zentimeter und ist knapp 12 Millimeter dick. Mit einem Gewicht von 130 Gramm inklusive Akku ist es weder zu schwer noch zu leicht – es wiegt exakt so viel, wie man beim Anblick erwartet. Das steigert die gefühlte Wertigkeit noch weiter.

Ausstattung

Die Anzeige löst mit 800 mal 480 Pixeln genau so hoch auf wie die des Vorgängers. Damit ist die Darstellung etwas unschärfer als beispielsweise beim iPhone, das trotz minimal kleinerer Diagonale (3,5 statt 3,7 Zoll) deutlich mehr Bildpunkte darstellt (960 mal 640). Dennoch, schlecht ist die Auflösung nicht – und entspricht dem Standard aktueller Oberklasse-Smartphones.

Das Display-Panel basiert auf der LCD-Technik. Die AMOLED-Experimente hat HTC scheinbar vorerst eingestellt: Bei Nexus One und Desire 1 wurde die Technologie aufgrund Lieferschwierigkeiten des Panel-Herstellers Samsung von organischen Anzeigen auf Flüssigkristallanzeigen umgestellt. Wie gehabt heißt das Display hier allerdings „Super LCD“. Das soll wohl ausdrücken, dass die Technik AMOLED in nichts nachsteht. In der Tat – was das Desire S anzeigt, kann sich sehen lassen. Im direkten Vergleich zu den aktuellen Super-AMOLED-Displays, wie sie etwa im Samsung Galaxy S zum Einsatz kommen, fällt zwar vor allem der deutlich schlechtere Kontrast auf: Wo bei Super-AMOLED Schwarz zu sehen ist, ist tatsächlich nichts zu sehen. Auch die Farben leuchten beim Galaxy S deutlich kräftiger. Dafür wirkt speziell die Darstellung von Text beim Desire S aber schärfer – und es gibt keinen auffälligen Farbstich.

Das HTC Desire S ist nicht nur in Schwarz, sondern auch in dem hier gezeigten Silberton zu haben. [10]
Das HTC Desire S ist nicht nur in Schwarz, sondern auch in dem hier gezeigten Silberton zu haben.

Im Inneren kommt quasi bewährte Kost zum Einsatz. Die Ankündigung auf dem Mobile World Congress, dass hier nur ein Single-Core-Prozessor arbeitet, hat uns zunächst etwas enttäuscht. Doch der 1 GHz schnelle Snapdragon von Qualcomm gehört noch lange nicht zum alten Eisen und sorgt noch immer für ordentlich Dampf, zumal es derzeit ohnehin noch keine praktischen Anwendungen für die hohe Leistung der neuen Dual-Core-Chips gibt. Aber das ist eine Frage der Zeit, und Käufer des Desire S sollten sich bewusst sein, dass künftig eventuell eine neue Generation an Spielen und aufwändigen Apps, etwa im Bereich der Augmented Reality, auf den Markt kommen, die auf ihrem neuen Smartphone vielleicht gar nicht oder nur mit Einschränkungen laufen. Aber nochmal: Stand heute reicht die Leistung mehr als aus.

Dazu gesellen sich 768 MByte RAM und 2 GByte ROM, von denen circa 1,1 GByte für Anwendungen zur Verfügung stehen. Nutzerdaten wie Dokumente, Musik, Fotos oder Videos landen auf der microSD-Speicherkarte, die bis zu 32 GByte groß sein darf.

Kommuniziert wird natürlich via Quad-Band-GSM, Dual-Band-UMTS, Up- und Downloadturbo HSPA sowie über WLAN nach dem aktuellen n-Standard. Bluetooth ist in der Version 2.1 an Bord – ausreichend, aber Samsung setzt schon seit einiger Zeit auf die neue Version 3.0, die vor allem bei der Übertragung von Dateien signifikant schneller ist.

Software

Auf unserem Testgerät läuft Android in der aktuellen Version 2.3. HTC-typisch haben die Entwickler das Google-Smartphonebetriebssystem aber kräftig aufgebohrt – allen voran mit der Oberfläche Sense 2.1, wobei „Oberfläche“ fast schon untertrieben ist: Von Tastatur über Browser, Homescreen, Launcher (so nennt sich das Programm-Menü) und Einstellungsdialogen bis hin zur Telefon-Applikation ist kein Stein auf dem anderen geblieben. Und das ist auch gut so.

Beispiel gefällig? Der Browser. Wer gerne auch mobil mit mehreren Fenstern gleichzeitig im Netz unterwegs ist, wird die neue HTC-Software lieben. Denn wenn man die Darstellung mit dem coolen Zwei-Finger-Zoom bis zur normalen Ansicht verkleinert, reduziert mit einer weiteren Verkleinerungs-Geste die Fenstergröße – und links und rechts davon tauchen weitere geöffnete Tabs auf, die sich komfortabel durchscrollen und per Fingertipp vergrößern lassen.

Anderes Beispiel gefällig? Die Tastatur. Die kennen wir zwar schon von früheren Sense-Versionen, setzt aber – neben der Wisch-Eingabemethode Swype – immer noch Maßstäbe. Vor allem die gut funktionierende Textvorhersage hilft beim schnellen Tippen und gleicht Fehler in vielen Fällen aus. Beim Desire S fällt uns hier übrigens auch das hervorragende haptische Feedback auf: Über eine leichte Vibration teilt das Gerät dem Nutzer mit, wenn es einen Tastendruck erkannt hat. Das klappt erstklassig.

Viele der übrigen, coolen Sense-Tuning-Maßnahmen sind schon bekannt, darunter etwa die große Auswahl an Widgets oder Integration von Social Networks wie Facebook und Twitter. Neu ist, dass der Launcher nun nicht mehr frei, sondern seitenweise scrollt: Beim Wischen durch die Apps rutscht man also immer eine komplette Seite, und damit 16 Icons, nach unten. Das ist gewöhnungsbedürftig, aber immerhin lassen sich jetzt häufig benutzte Anwendungen gruppieren – wer das macht, muss sich zwar zunächst daran gewöhnen, arbeitet dann aber noch ein Stück flotter mit dem Gerät.

Unter der unteren Kunststoffabdeckung auf der Rückseite verbirgt sich der 1450 mAh starke Akku. [11]
Unter der unteren Kunststoffabdeckung auf der Rückseite verbirgt sich der 1450 mAh starke Akku.

Leistung

Wie gesagt – einen Dual-Core-Prozessor hat das Desire S nicht. Und das merkt man auch. Allerdings nicht in der Praxis, sondern nur bei den Benchmark-Ergebnissen. Und speziell in diesem Punkt ist das neue HTC-Smartphone auffällig langsam. So erreicht es im Android-Benchmark Quadrant gerade einmal um die 1300 Punkte, während das Ende letzten Jahres vorgestellte HTC Desire HD auf 1900 Punkte kommt – bei gleicher Prozessorgeneration (Qualcomm Snapdragon MSM8255) und identischer Speicherausstattung. Daher gehen wir davon aus, dass die nicht finale Software noch auf die Bremse tritt.

Bei der praktischen Nutzung merken wir davon zugegebenermaßen nicht viel. Das Gerät ist so reaktionsfreudig, dass es eine wahre Freude ist. Wäre es ein Auto, müsste man es geradezu auf der Rennstrecke an seine Grenzen treiben. Das fängt beim Tippen auf der Tastatur an, die Buchstaben absolut verzögerungsfrei darstellt, zieht sich über den flüssigen Zoom beim Browsen, bei Bildern und bei Karten bis zum flotten Umbrechen von Text und zu schnellen Programmstarts. Lediglich beim ersten Wechsel zwischen Browsertabs bemerken wir ein leichtes Ruckeln. Wenn das bis zur Serienversion noch verschwindet, sind wir wirklich glücklich.

Mindestens genauso happy sind wir, weil der Lautsprecher auf der Rückseite jetzt deutlich kräftiger ist als beim Vorgänger. Na klar, eine Party kann man damit immer noch nicht beschallen. Es mangelt schlicht an Bass, aber wo soll der auch herkommen? Dafür hat HTC die maximale Lautstärke deutlich angehoben, damit man zumindest in einer kleinen Gruppe mal ein Youtube-Video oder einen MP3-Track vorführen kann.

Die Kamera ist HTC-typisch immer noch ein zweischneidiges Schwert, auch wenn die Fotos zumindest auf den ersten Blick deutlich besser aussehen als früher: Die Farben wirken kräftiger. Dafür gibt es jetzt aber auch einen Rotstich auf den Bildern – und es mangelt wie gehabt an Details und Schärfe. Wenn HTC diesen Punkt bis zur Serienversion noch behebt, werden wir den Artikel an dieser Stelle aktualisieren.

Das gleiche gilt auch für den Empfang, der aufgrund des Unibody-Gehäuses stärker von der aktuellen Position und Lage des Smartphones abhängt als bei anderen Geräten. Richtige Empfangsprobleme haben wir nicht, aber speziell beim Surfen im Internet bemerken wir durchaus einen Unterschied, je nachdem, in welche Richtung das Handy zeigt.

Der Akku reiht sich mit einer Kapazität von 1450 mAh im Durchschnitt ein. In Kombination mit der im Vergleich zum „alten“ Desire energiesparenderen Prozessorgeneration hält es unterm Strich dennoch etwas länger durch, vorausgesetzt, man vernichtet den Strom nicht mit aufwändigen Apps – und das ist durchaus verlockend, denn das Angebot ist einfach extrem groß. Und so gilt auch für das Desire S, dass man es bei intensiver Nutzung täglich an die Steckdose hängen muss.

Fazit

Das Desire S ist uns extrem sympathisch – und dafür machen wir vor allem den schicken Formfaktor und die hervorragende Software verantwortlich. Dazu kommt noch der attraktive Preispunkt. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 489 Euro, erste Preisvergleichsdienste listen das Gerät bereits für weniger als 450 Euro. Wer auf der Suche nach einem extrem guten Android-Smartphone ist und dabei mehr Wert auf Bedienung und Optik als auf die Qualität der Kamera legt, kann bedenkenlos zuschlagen.

Kommende, besonders leistungshungrige Apps und Games könnten allerdings mangels Dual-Core-Prozessor außen vor bleiben – wie sich dieser Markt entwickelt, wird sich aber wohl erst in den nächsten sechs Monaten zeigen.

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

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URLs in this post:

[1] HTC: http://www.cnet.de/unternehmen/htc/

[2] Smartphone: http://www.cnet.de/themen/smartphone/

[3] Mobile World Congress : http://www.cnet.de/themen/mwc/

[4] Google: http://www.cnet.de/unternehmen/google-inc/

[5] Android: http://www.cnet.de/themen/android/

[6] Antenna-Gate-Skandal: https://www.cnet.de/blogs/mobile/iphone/41535088/nicht_nur_das_iphone_4_zickt_rum_steve_jobs_veraergert_rim__nokia__samsung_co.htm

[7] Hands-on: HTC Desire S mit Unibody-Aluminium-Gehäuse und Android 2.4: https://www.cnet.de/41548788/hands-on-htc-desire-s-mit-unibody-aluminium-gehaeuse-und-android-2-4/?pid=1#sid=41549823

[8] Samsung: http://www.cnet.de/unternehmen/samsung/

[9] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41549823/htc_desire_s_3_view.jpg

[10] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41549823/htc_desire_s_silber.jpg

[11] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41549823/htc_desire_s_hinten.jpg