Ist GPS einmal aktiviert, bleibt der Receiver aktiv, bis man ihn entweder ausschaltet, bis zwei Stunden nach dem letzten Positionsupdate vergangen sind oder bis die Kamera mehr als drei Stunden lang ausgeschaltet war. Heißt auf gut Deutsch: Selbst wenn die TZ22 ausgeschaltet ist, versucht sie sich alle 15 Minuten neu zu orientieren. Das ist natürlich praktisch, weil die Digicam dann nicht für ein einzelnes Foto nicht erst die Position neu bestimmen muss. Auf lange Sicht zehrt das allerdings an den Energiereserven des Akkus. Wer bei ausgeschalteter Kamera kein Herumgelausche wünscht, muss sie in den Flugzeugmodus versetzen.

Die GPS-Option lässt sich über das Schnellmenü erreichen. Hier findet sich auch der Flugzeugmodus.
Die GPS-Option lässt sich über das Schnellmenü erreichen. Hier findet sich auch der Flugzeugmodus.

Als Kompaktkamera-Flaggschiff bietet die Panasonic Lumix DMC-TZ22 tonnenweise Aufnahmeoptionen. Wer die Arbeit am liebsten der Kamera überlässt, wählt am besten die intelligente Automatik. Sie bringt eine ganze Reihe von verschiedenen Bildverbesserern und Knipstechnologien wie Rote-Augen-Korrektur, Gesichtserkennung & Co. unter einen Hut und leistet im Großen und Ganzen sehr zuverlässige Ergebnisse. Bei Betrachtung in 100-prozentiger Vergrößerung sehen die Automatik-Aufnahmen allerdings oft etwas weich und künstlich aus.

Wer einen Sonnenuntergang von seinem Haustier unterscheiden kann, hat die Auswahl zwischen insgesamt 29 verschiedenen Szenenprogrammen. Für die zwei am häufigsten genutzten Aufnahmemodi stehen zwei MySCN-Slots auf dem Moduswahlschalter auf der Oberseite der Kamera zur Verfügung. Beim Großteil der Szenenprogramme handelt es sich um alte Bekannte wie Portrait, Landschaft und Party. Ein paar interessante Effekte sind ebenfalls mit von der Partie, beispielsweise Lochkamera, Filmkorn und Hohe Dynamik. Der Nachtaufnahme-Modus schießt zehn Bilder in Folge und kombiniert sie zu einem – idealerweise – unverwackelten Foto mit geringem Bildrauschen. Nachdem mehrere Aufnahmen eingefangen werden, funktioniert das allerdings nur mit unbeweglichen Motiven. Erfreulicherweise steht der Großteil der Szenenprogramme auch im Videomodus zur Verfügung.

Mehr Freiheiten gibt es im manuellen Modus oder in den halbautomatischen Programmen Blenden- und Belichtungspriorität. Für die Blendenöffnung stehen im Weitwinkel Werte zwischen F3,3 und F6,3 zur Verfügung, im Telebereich nur noch F5,9 und F6,3. Die Verschlusszeit ist zwischen 1/4000 und 60 Sekunden variabel. Zum Wechseln zwischen den beiden Parametern dient die Exposure-Taste auf der Rückseite, das Vier-Wege-Pad darunter dient zum Einstellen des gewünschten Werts. Ein Rädchen wäre hier sicherlich komfortabler gewesen, aber man kann eben nicht alles haben. Auf dem Moduswahlschalter auf der Oberseite der Kamera gibt es einen Cust-Punkt, unter dem sich drei verschiedene Presets ablegen lassen.

Unter "MS1" und "MS2" lassen sich zwei bevorzugte Szenenprogramme ablegen.
Unter „MS1“ und „MS2“ lassen sich zwei bevorzugte Szenenprogramme ablegen.

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