Leistung

Die Panasonic Lumix DMC-TZ22 hat sich in puncto Geschwindigkeit gegenüber ihrer Vorgängerin gesteigert. Bei guten Lichtverhältnissen braucht die Digicam 0,4 Sekunden, um auf das Motiv scharfzustellen und das Bild einzufangen. Im Zwielicht steigt die Auslöseverzögerung auf 0,7 Sekunden. Zwischen zwei Aufnahmen genehmigt sich die Kamera eine Verschnaufpause von 1,1 Sekunden. Mit zugeschaltetem Blitz steigt der Wert auf lediglich 1,4 Sekunden. Bis nach dem Betätigen des Einschalters das erste Bild im Kasten ist, dauert es 1,9 Sekunden.

Bildqualität

Bei der Fotoqualität schlägt sich die Panasonic sehr ähnlich wie die meisten kürzlich von uns getesteten High-End-Panasonic-Digicams mit 1/2,3-Zoll-Sensoren. Ob die Qualität ausreicht, hängt in erster Linie davon ab, wie groß man die Bilder ausdrucken und ob man sie stark zuschneiden möchte.

Unter guten Lichtverhältnissen liefert die Kamera sehr gute Bilder, wenngleich die Aufnahmen immer etwas weich wirken. Bei maximaler Betrachtungsgröße ist selbst bei ISO 100 ein leichtes Bildrauschen sichtbar. Je höher die Empfindlichkeit, desto mehr Bildrauschen tritt auf – dieses äußert sich bei Panasonic störend insbesondere in Form von gelben Farbflecken und wird bei höheren ISO-Werten immer präsenter. Am stärksten sind sie bei ISO 1600 zu sehen – und machen diese Einstellung damit fast unbrauchbar. Bei ISO 400 scheint die integrierte Rauschunterdrückung erstmals kräftig gegen die gelben Farbflecken gegenzusteuern, was allerdings für deutlich weichere und schmierigere Fotos sorgt.

Alles in allem liefert die Panasonic Lumix DMC-TZ22 in sehr hellen Umgebungen die besten Fotos – also draußen bei Sonnenschein oder in sehr gut ausgeleuchteten Räumen. Bis mit einschließlich ISO 200 aufgenommene Fotos sehen auch in Postergröße noch ausgezeichnet aus. Bei schlechten Lichtverhältnissen geschossene Bilder druckt man jedoch im Idealfall nur in Postkartengröße aus oder lädt sie auf Facebook & Co. hoch. Leider gibt es keine RAW-Funktion – daher muss man mit Panasonics eher mäßigen Bildverarbeitungsalgorithmen leben.

Im Telebereich ist praktisch keine kissenförmige Verzeichnung zu sehen. Allerdings tritt im Weitwinkel eine merkliche Tonnenverzerrung auf. In der Mitte liefert das Objektiv eine sehr gute Schärfe, die zum Rand hin kaum nachlässt. An Übergängen mit hohen Helligkeitsunterschieden bringt die Optik Farbsäume auf die Fotos – präsenter, als wir es von Panasonic gewohnt sind, aber nicht überdurchschnittlich stark für diese Klasse.

Bis ISO 400 bringt die TZ22 sehr schöne Farben auf die Fotos und belichtet korrekt. Die Fotos wirken natürlich, hell und realitätsnah. Der automatische Weißabgleich schlägt sich gut, eine Ausnahme sind Innenaufnahmen unter Kunstlicht. Leider gibt es bei der intelligenten Automatik nicht die Möglichkeit, den Weißabgleich einzustellen.

Nachdem der Sensor 15 Megapixel auflöst, die Kamera aber nur 14 davon nutzt, gibt es die Möglichkeit, verschiedene Bildseitenverhältnisse einzustellen, ohne den Bildwinkel zu verändern. Die TZ22 bietet die Verhältnisse 16:9, 3:2, 4:3 und 1:1 an.

Die AVCHD-Videoclips sehen scharf aus und überzeugen mit guter Belichtung und schönen Farben. Die Bewegungen sind außerdem erfreulich weich – deutlich weicher als bei den meisten Kompaktkameras. Videoaufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen haben mit dem gleichen Rauschen zu kämpfen wie Fotos bei schwacher Beleuchtung. Der optische Zoom funktioniert erfreulicherweise, während die Aufnahme läuft, ist allerdings in sehr leisen Umgebungen auf den Clips zu hören. Die Panasonic TZ22 bietet einen kontinuierlichen Autofokus während der Videoaufnahme an, der seine Arbeit sehr gut erledigt. Das Gleiche gilt im Übrigen für den integrierten Windgeräuschefilter. Während die Kamera Videos einfängt, schießt sie gleichzeitig 3,5-Megapixel-Fotos. Alternativ lassen sich im Wiedergabemodus auch einzelne Standbilder aus den Filmchen extrahieren.

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