Augmented Reality

Auf der Konsole sind eine ganze Reihe von Augmented-Reality-Games vorinstalliert, die eindrucksvoll zeigen, was technisch möglich ist. All diese Spiele nutzen ein paar im Lieferumfang enthaltene Karten, die quasi als Anker für die überlagerte Realität dienen. Man legt also eine der Karten auf den Tisch, startet eines der AR-Spiele und zielt mit der Konsole auf die Karte. Auf dem Bildschirm ist zunächst einfach nur das Bild zu sehen, das die im Deckel integrierten Kameras einfangen. Doch Sekunden später wächst aus dem Tisch auf einmal ein Drache heraus, der den Spieler angreift. Oder Mario hüpft auf dem Nachtkästchen durch die Gegend.

Diese Karten dienen als Anker, um virtuelle Inhalte in die Realität zu verpflanzen - beispielsweise Mario aufs Nachtkästchen.
Diese Karten dienen als Anker, um virtuelle Inhalte in die Realität zu verpflanzen – beispielsweise Mario aufs Nachtkästchen.

Am beeindruckendsten ist hier die Tatsache, dass sich die virtuellen Objekte von allen Seiten bewundern lassen, wenn man die Konsole um sie herumschwenkt. Bleiben wir bei dem Beispiel mit dem Drachen: Der Spieler muss eine Reihe von Zielen abschießen, die sich auf der Haut des Fabelwesens befinden – auf dem Bauch und auf dem Rücken. Man ist also gezwungen, regelrecht um den Tisch herumzutanzen.

Von den Augemented-Reality-Spielen darf man sich allerdings nicht zu viel erwarten. Großartige Handlungsstränge gibt’s hier nicht, stattdessen handelt es sich in erster Linie um Demonstrationen, die Entwicklern zukünftiger Games aufzeigen, was machbar ist. Und das tun sie auf eindrucksvolle Art und Weise.

Software

Die Benutzeroberfläche der 3DS ist weitgehend intuitiv. Unser einziger Kritikpunkt betrifft hier die Tutorials, die beim ersten Starten von Apps auftauchen – und sich blöderweise nicht abbrechen lassen.

Ansonsten findet sich an allen Enden und Ecken Nintendos typischer Charme. Fröhliche Avatare und hilfsbereite Tippgeber in Tierform hüpfen von spielerischer Musik untermalt durch die Gegend und sorgen dafür, dass sich Wii-Besitzer sofort zu Hause fühlen.

Leider verliert das Interface durch die gelegentlich recht langen Ladezeiten ein bisschen. Diese machen sich insbesondere beim schnellen Wechseln zwischen unterschiedlichen Programmen bemerkbar. Aber wer den Großteil seiner 3DS-Zeit mit Spielen und nicht mit dem Menüsystem verbringt, wird sich daran wohl kaum ernsthaft stören. Aber ganz so flott und elegant wie beim iPhone geht’s halt eben nicht.

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