StreetPass

Ein weiteres cooles Feature, das fest in die Konsole integriert ist, hört auf den Namen StreetPass. Wenn sich die Gaming-Maschine im Standby-Modus befindet und sich jemand anderes mit einer ebenfalls schlafenden 3DS nähert, kommunizieren die beiden miteinander – und machen sich bemerkbar. Hauptsächlich findet die Funktion derzeit beim Multiplayer-Daddeln Verwendung. Dafür gibt’s einen ganzen Haufen vorinstallierte Minispiele, die das Feature unterstützen. Wir sind gespannt, wofür Entwickler StreetPass bei zukünftigen Games nutzen werden.

Bei einem dieser Minispiele geht es etwa darum, mit den Miis – also den Avataren der anderen 3DS-Benutzer – Puzzleteile auszutauschen. Wenn man sich dann irgendwann durch ausreichend große Menschenmassen gewühlt hat, ist das Puzzle irgendwann komplett. Wir empfehlen das Oktoberfest zum Sammeln. StreetPass Quest kreiert eine Art Rollenspiel aus allen anderen Miis, die man bislang getroffen hat.

Akkulaufzeit

Zwei Bildschirme, einer Touchscreen, einer mit 3D-Darstellung, Bewegungs- und Lagesensoren, WLAN und so weiter und so fort. Die Nintendo 3DS kann mit ihrer umfassenden Ausstattung leider in Sachen Akkulaufzeit nicht mit ihrer Vorgängerin DS Lite mithalten, die ein beeindruckendes Durchhaltevermögen an den Tag legt. Mit aktiviertem WLAN und hoher Bildschirmhelligkeit geht der 3DS nach etwa drei Stunden daddeln die Puste aus. Klar, desaströs ist diese Akkulaufzeit nicht. Aber eben auch meilenweit von hervorragend entfernt. Einen Transatlantikflug oder eine Zugfahrt von München nach Berlin übersteht die Konsole nicht.

Eine gute Nachricht zum Schluss gibt es noch für Besitzer der älteren DS- und DSi-Konsolen: Die 3DS ist abwärtskompatibel. Alle alten Spiele funktionieren auch mit der neuen Gaming-Maschine. Der 3D-Effekt steht hier dann allerdings nicht zur Verfügung.

In den Kartenslot auf der Rückseite der Konsole passen Cartridges mit DS- und DSi-Spielen.
In den Kartenslot auf der Rückseite der Konsole passen Cartridges mit DS- und DSi-Spielen.

Fazit

Das zentrale neue Feature der Nintendo 3DS ist das autostereoskopische 3D-Display. Aber keine Angst: Der Tiefeneffekt bildet nicht das Grundgerüst der Konsole. Er ist eher das Sahnehäubchen auf einem exzellenten Gerät, das mit derart vielen Funktionen vollgestopft ist, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll, wenn man den Boliden aus dem Karton hebt. Ein paar Kritikpunkte – etwa die schlappe Akkulaufzeit oder die miese Kameraauflösung – gibt es hier und dort sicherlich, aber der enorme Charme der Konsole macht die Schwächen wieder wett. Kurz und knapp: Die Nintendo 3DS macht einfach Spaß und ist ihren Preis definitiv wert.

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