Geschwindigkeit

Die Panasonic Lumix DMC-GF2 schlägt sich in der Disziplin „Geschwindigkeit“ ähnlich wie ihre Vorgängerin GF1. Bis nach dem Betätigen des Einschalters das erste Foto im Kasten ist, vergehen etwa 0,9 Sekunden. Bei guten Lichtverhältnissen braucht die Kamera lediglich 0,4 Sekunden, um auf das Motiv zu fokussieren und das Bild auszulösen. Im Zwielicht verlängert sich die Auslöseverzögerung auf immer noch recht gute 0,7 Sekunden.

Zwischen zwei aufeinanderfolgenden JPEG-Fotos genehmigt sich die GF2 eine Gedenkpause von durchschnittlich 0,7 Sekunden. Im RAW-Modus verschlechtert sich der Wert auf 0,9 Sekunden, mit aktiviertem Blitz sind es 1,6 Sekunden.

Der Serienbildmodus ist mit 2,8 Fotos pro Sekunde eher langsam. Aber für knallharte Sportaction eignen sich ohnehin die wenigsten EVIL-Kameras. Die Autofokussysteme können mit langsamen und geradelinig bewegten Objekten noch mithalten, für unvorhersehbare Haken und dergleichen führt aber immer noch kein Weg an einer DSLR mit Phasenvergleichs-Autofokus vorbei. Sonys SLT-Modelle A33 und A55 fallen übrigens strenggenommen auch in den Bereich der EVIL-Kameras, bieten aufgrund eines teildurchlässigen Spiegels aber das schnellere Fokussystem. Dennoch: Panasonics kontinuierlicher Dynamic-Tracking-Autofokus leistet recht gute Dienste und schlägt sich besser als Olympus‘ Fokussystem.

Bildqualität

Wer im RAW-Format fotografiert, wird bis einschließlich ISO 800 mit extrem guter Bildqualität belohnt. Und auch mit ISO 1600 liefert die Lumix DMC-GF2 so noch brauchbare Ergebnisse. In dunklen Bildbereichen gehen recht früh Details verloren. Einer Kamera in dieser Preisklasse ist das aber durchaus verzeihbar.

Bei JPEG-Fotos, die direkt aus der Kamera stammen, muss man sich leider fast immer auf Artefakte gefasst machen. Die Lumix DMC-GF2 nutzt denselben Venus-FHD-Bildprozessor wie die kleine Schwester LX5. Aufgrund des größeren Sensors sehen die Fotos der GF2 zwar besser aus, allerdings treten auch hier gelbe Farbflecken auf, und es machen sich Artefakte einer zu eifrigen Nachschärfung bemerkbar.

Bis einschließlich ISO 800 schlägt sich die ältere Lumix DMC-GF1 in Sachen Bildrauschen besser als das aktuelle Modell. Interessanterweise sehen die JPEG-Fotos der GF2 bei Makroaufnahmen und hohen Brennweiten besser aus als bei Weitwinkel-Fotos. Mehr Details zur Fotoqualität und Testbilder aus der Kamera gibt es in der folgenden Fotostrecke.

Abgesehen von den JPEG-Artefakten schlägt sich die GF2 bei der Bildqualität sehr gut. An Farbwiedergabe, Ausleuchtung und Konsistenz der Bilder gibt es nichts auszusetzen.

Die Videos sehen solide aus. Sie sind zwar nur mäßig scharf und weisen an Kanten ein paar Treppeneffekte auf, überzeugen aber selbst bei Gegenlicht mit ausgezeichneter Belichtung. Moiré- oder Rolling-Shutter-Effekte treten erfreulich wenig auf. Leider hält der Videomodus nur eine Defocus genannte Blendeneinstellung bereit, ansonsten gibt es keine Parameter.

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