Rechts neben dem Bildschirm finden die restlichen Tasten ihren Platz. Rechts neben dem Display sitzt ein Vier-Wege-Pad mit mittiger Set-Taste. Darüber und darunter bringt Casio zwei Buttons unter, die zum Aufrufen des Foto- beziehungsweise des Videomodus dienen. Ist die Kamera abgeschaltet, startet ein Druck auf einen der beiden Buttons die Kamera im jeweiligen Modus. Ganz rechts oben gibt es eine Taste zum Starten der Videoaufnahme. Im unteren rechten Eck versteckt sich noch ein kleiner Menu-Knopf. Die Tasten auf der Rückseite sind blind gut zu ertasten und lassen sich einwandfrei voneinander unterscheiden.

Auf der rechten Gehäuseseite befindet sich eine Klappe, hinter der sich ein HDMI-Ausgang sowie ein kombinierter und proprietärer USB-AV-Anschluss verbergen. Ein AV-Kabel ist im Lieferumfang enthalten, eine Strippe für den HDMI-Ausgang leider nicht. Rechts und links oben an den Gehäuseseiten befinden sich kleine Ösen zum Anbringen der mitgelieferten Trageschlaufe. Auf der Unterseite der Kamera befindet sich eine Klappe, die Akku- und SD-Speicherkartenfach beherbergt. Voll aufgeladen, reicht der Stromspeicher für bis zu 290 Fotos.

Ausstattung

Bereits auf den ersten Blick fällt auf, dass sich die Casio Exilim EX-ZR10 eher an Schnappschussfotografen denn an anspruchsvolle Knipser richtet. Es gibt auf dem Gehäuse keinen Moduswahlschalter und nur vergleichsweise wenige Bedienelemente. Dementsprechend fehlen auch manuelle Einstellungsmöglichkeiten hinsichtlich Blende und Belichtungszeit, die es dem Anwender ermöglichen, das Foto präzise an seine Wünsche anzupassen – oder ihn vollends zu überfordern. Und überfordern, das möchte die ZR10 nicht – und bietet für jede nur erdenkliche Situation ein Szenenprogramm an. Zusätzlich gibt es noch eine Automatik, die sogar das zum Motiv passendste Szenenprogramm selbsttätig heraussucht.

Die zahlreichen Aufnahmeprogramme der ZR10 teilen sich in zwei Gruppen auf. Die erste lässt sich über die HS-Taste auf der Oberseite aufrufen und fasst sämtliche Modi, die den schnellen Bildsensor nutzen. Beim lichtempfindlichen Chip handelt es sich nämlich um einen rückseitig belichteten CMOS-Sensor. Gegenüber den noch bis vor kurzem bei Digicams üblichen CCD-Chips geben die neuen Lichtfänger mächtig Gas.

Heißt konkret: Die Casio Exilim EX-ZR10 schießt mit voller 12-Megapixel-Auflösung zehn Fotos pro Sekunde. Wer sich mit 10 Megapixeln zufriedengibt, wird mit sogar sagenhaften 40 fps belohnt. Neben den brachialen Serienbildraten, die die Speicherkarte in kürzester Zeit zum Überlaufen bringen, ermöglicht die Sensor-Geschwindigkeit noch weitere Tricks. Von den insgesamt 16 Highspeed-Modi schießen 13 Aufnahmeprogramme eine Fotoserie mit hoher Geschwindigkeit und kombinieren die Einzelbilder zu einem Foto mit Vorteilen. Die beiden HDR-Automatiken beispielsweise knipsen unterschiedlich helle Einzelbilder und kombinieren diese so, dass die resultierende Aufnahme einen höheren Dynamikbereich aufweist. Der High-Speed-Nachtszene-Modus kombiniert hingegen Bildserien mit dem Ziel, auch bei schlechten Lichtverhältnissen verwacklungsfreie und rauscharme Fotos zu liefern.

Wer bei der Szenenprogramme-Übersicht (links) den Zoomhebel betätigt, erhält mehr Infos zum jeweiligen Aufnahmemodus (rechts).
Wer bei der Szenenprogramme-Übersicht (links) den Zoomhebel betätigt, erhält mehr Infos zum jeweiligen Aufnahmemodus (rechts).

Darüber hinaus gibt es auch noch Highspeed-Modi, die neben dem eigentlich geschossenen Foto noch eine Reihe von Zusatzbildern aufnehmen. Stellt der Fotograf bei Betrachtung der gerade geknipsten Aufnahme auf dem Display beispielsweise fest, dass er etwas zu spät dran war, kann er im Modus Versatzkorrektur die Zeit um bis zu 400 Millisekunden zurückdrehen und einen verpassten Augenblick zurückholen.

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