Casio Exilim EX-ZR10 im Test: Rundum-Sorglos-Kamera für Schnappschuss-Fans

von Stefan Möllenhoff am , 19:32 Uhr

Pro
  • sehr einfache Bedienung
  • extrem schnell
  • zahlreiche außergewöhnliche Aufnahmeprogramme
Con
  • keine manuellen Einstellungsmöglichkeiten
  • durchwachsene Fotoqualität
Hersteller: Casio Listenpreis:
ZDNet TESTURTEIL: GUT 7,3 von 10 Punkte
Fazit:

Casios Exilim EX-ZR10 ist blitzschnell und kinderleicht zu bedienen. Die zahlreichen Aufnahmeprogramme und Highspeed-Modi wecken auch bei unerfahrenen Fotografen eine gewisse Experimentierfreudigkeit. Aber genau hier ist dann auch schon Schluss: Wirklich tiefgreifende Einstellungsmöglichkeiten zu Blende und Belichtungszeit gibt es nicht, und wer hohe Ansprüche an die Bildqualität stellt, wird von den Fotos etwas enttäuscht sein. Für Schnappschuss-Knipser, die ihre Fotos ohnehin nur auf Facebook hochladen oder im Postkartenformat ausdrucken, ist die ZR10 jedoch eine hervorragende Wahl.

Klein, handlich, schnell, zahlreiche, unkomplizierte Features und flexibles 7-fach-Zoom-Objektiv – die Casio Exilim EX-ZR10 präsentiert sich als nahezu optimale Kamera für Schnappschuss-Fotografen. Allerdings leistet sich die Kompaktkamera mit dem rückseitig belichteten Bildsensor auch ein paar Schwächen. Wie diese aussehen, verrät der Testbericht.

In der Casio Exilim EX-ZR10 steckt ein rückseitig belichteter CMOS-Bildsensor. „Rückseitig belichtet“ bedeutet hier, dass sich die Auslese-Elektronik der einzelnen Pixel nicht wir bislang vor, sondern hinter den lichtempfindlichen Zellen befindet. Dadurch steht mehr Fläche für eintreffendes Licht zur Verfügung, was den noch bis vor kurzem bei Kompaktkameras verschmähten Sensor in Sachen Bildqualität auf ein ähnliches Niveau bringt wie die bislang verbreiteten CCD-Sensoren.

Einen großen Vorteil bieten die CMOS-Sensoren gegenüber ihren CCD-Chips. Und das ist die enorme Geschwindigkeit. Die Casio Exilim EX-ZR10 schaufelt Fotos beispielsweise mit einer Geschwindigkeit von bis zu 40 fps auf die Speicherkarte. Vor gut zwei Jahren war das bei einer Kamera in diesem Format noch undenkbar. Und bei einer Kamera in dieser Preisklasse: Die ZR10 wechselt derzeit für rund 225 Euro den Besitzer – und sieht auch noch deutlich wertiger aus.

Design

Die Casio Exilim EX-ZR10 ist in drei unterschiedlichen Farbkombinationen erhältlich: Rot-Grau, Silber-Grau und „Grau-Grau“. Die Rückseite der Kamera ist dabei immer in einem dunklen Grauton gehalten, lediglich die Front ändert je nach Modell die Farbe. Unser Testmodell in der komplett grauen Ausführung wirkt dezent, unauffällig und hochwertig. Zu dem edlen Eindruck trägt auch das sich kalt anfühlende und absolut verwindungssteife Metallgehäuse seinen Teil dazu. Mit einem Kampfgewicht von 176 Gramm inklusive Akku und Speicherkarte ist die ZR10 relativ leicht. Das 10,2 mal 5,9 mal 2,7 Zentimeter große Gehäuse passt problemlos in durchschnittliche Jeans-Hosentaschen.

Mittig rund um das Gehäuse zieht sich ein schwarzer Streifen aus einem texturierten und griffigen Kunststoff. Oben auf der Einfassung sitzen ganz rechts der Auslöser, daneben der Ein/Aus-Schalter und schräg dahinter eine mit HS bezeichnete Taste. Der HS-Button ruft die Highspeed-Aufnahmemodi der Kamera auf, doch dazu später mehr. Weiter links auf der Oberseite befinden sich noch ein Stereomikrofon sowie ein Auto-Knopf, der jederzeit ein unkompliziertes Aufrufen der Vollautomatik-Programme ermöglicht. Die Tasten für HS und Auto schließen bündig mit dem Gehäuse ab und lassen sich – jedenfalls anfangs – blind nicht ertasten. Hier hätten wir uns etwas mehr taktile Unterstützung gewünscht.

Auf der Rückseite der Kamera dominiert das 3,0 Zoll große Display. Es bietet mit 460.800 Bildpunkten eine recht ordentliche Auflösung. Casio gibt auf seiner Webseite 960 mal 480 Pixel an. Man sollte allerdings dazusagen, dass es sich dabei um die totale Anzahl der Bildpunkte handelt, also rote plus grüne plus blaue Pixel. Will man die Auflösung beispielsweise mit einem Handydisplay vergleichen, muss man die 960 – strenggenommen – Subpixel [1] durch drei dividieren, um auf einen vergleichbaren Wert zu kommen. Das Ergebnis sind 480 mal 320 Pixel. Leider ist diese Art der Angabe bei sämtlichen Digitalkamera-Herstellern die gängige Praxis. Um potenziellen Käufern eine einfachere Vergleichsmöglichkeit zu geben, würden wir es begrüßen, wenn man sich an der bei sonst der restlichen Unterhaltungselektronik üblichen Konvention zur Angabe der Displayauflösungen orientieren würde. Aber so klingt’s halt nach mehr. Pixel und Subpixel beiseite: Das Display der Casio Exilim EX-ZR10 ist scharf, ordentlich hell und auch bei Sonnenlicht noch recht gut abzulesen.

Die Casio Exilim EX-ZR10 dürfte auch Einsteiger in die Welt der digitalen Fotografie nicht vor unlösbare Rätsel stellen, was die Bedienung angeht. [2]
Die Casio Exilim EX-ZR10 dürfte auch Einsteiger in die Welt der digitalen Fotografie nicht vor unlösbare Rätsel stellen, was die Bedienung angeht.

Rechts neben dem Bildschirm finden die restlichen Tasten ihren Platz. Rechts neben dem Display sitzt ein Vier-Wege-Pad mit mittiger Set-Taste. Darüber und darunter bringt Casio zwei Buttons unter, die zum Aufrufen des Foto- beziehungsweise des Videomodus dienen. Ist die Kamera abgeschaltet, startet ein Druck auf einen der beiden Buttons die Kamera im jeweiligen Modus. Ganz rechts oben gibt es eine Taste zum Starten der Videoaufnahme. Im unteren rechten Eck versteckt sich noch ein kleiner Menu-Knopf. Die Tasten auf der Rückseite sind blind gut zu ertasten und lassen sich einwandfrei voneinander unterscheiden.

Auf der rechten Gehäuseseite befindet sich eine Klappe, hinter der sich ein HDMI-Ausgang sowie ein kombinierter und proprietärer USB-AV-Anschluss verbergen. Ein AV-Kabel ist im Lieferumfang enthalten, eine Strippe für den HDMI-Ausgang leider nicht. Rechts und links oben an den Gehäuseseiten befinden sich kleine Ösen zum Anbringen der mitgelieferten Trageschlaufe. Auf der Unterseite der Kamera befindet sich eine Klappe, die Akku- und SD-Speicherkartenfach beherbergt. Voll aufgeladen, reicht der Stromspeicher für bis zu 290 Fotos.

Ausstattung

Bereits auf den ersten Blick fällt auf, dass sich die Casio Exilim EX-ZR10 eher an Schnappschussfotografen denn an anspruchsvolle Knipser richtet. Es gibt auf dem Gehäuse keinen Moduswahlschalter und nur vergleichsweise wenige Bedienelemente. Dementsprechend fehlen auch manuelle Einstellungsmöglichkeiten hinsichtlich Blende und Belichtungszeit, die es dem Anwender ermöglichen, das Foto präzise an seine Wünsche anzupassen – oder ihn vollends zu überfordern. Und überfordern, das möchte die ZR10 nicht – und bietet für jede nur erdenkliche Situation ein Szenenprogramm an. Zusätzlich gibt es noch eine Automatik, die sogar das zum Motiv passendste Szenenprogramm selbsttätig heraussucht.

Die zahlreichen Aufnahmeprogramme der ZR10 teilen sich in zwei Gruppen auf. Die erste lässt sich über die HS-Taste auf der Oberseite aufrufen und fasst sämtliche Modi, die den schnellen Bildsensor nutzen. Beim lichtempfindlichen Chip handelt es sich nämlich um einen rückseitig belichteten CMOS-Sensor. Gegenüber den noch bis vor kurzem bei Digicams üblichen CCD-Chips geben die neuen Lichtfänger mächtig Gas.

Heißt konkret: Die Casio Exilim EX-ZR10 schießt mit voller 12-Megapixel-Auflösung zehn Fotos pro Sekunde. Wer sich mit 10 Megapixeln zufriedengibt, wird mit sogar sagenhaften 40 fps belohnt. Neben den brachialen Serienbildraten, die die Speicherkarte in kürzester Zeit zum Überlaufen bringen, ermöglicht die Sensor-Geschwindigkeit noch weitere Tricks. Von den insgesamt 16 Highspeed-Modi schießen 13 Aufnahmeprogramme eine Fotoserie mit hoher Geschwindigkeit und kombinieren die Einzelbilder zu einem Foto mit Vorteilen. Die beiden HDR-Automatiken beispielsweise knipsen unterschiedlich helle Einzelbilder und kombinieren diese so, dass die resultierende Aufnahme einen höheren Dynamikbereich aufweist. Der High-Speed-Nachtszene-Modus kombiniert hingegen Bildserien mit dem Ziel, auch bei schlechten Lichtverhältnissen verwacklungsfreie und rauscharme Fotos zu liefern.

Wer bei der Szenenprogramme-Übersicht (links) den Zoomhebel betätigt, erhält mehr Infos zum jeweiligen Aufnahmemodus (rechts). [3]
Wer bei der Szenenprogramme-Übersicht (links) den Zoomhebel betätigt, erhält mehr Infos zum jeweiligen Aufnahmemodus (rechts).

Darüber hinaus gibt es auch noch Highspeed-Modi, die neben dem eigentlich geschossenen Foto noch eine Reihe von Zusatzbildern aufnehmen. Stellt der Fotograf bei Betrachtung der gerade geknipsten Aufnahme auf dem Display beispielsweise fest, dass er etwas zu spät dran war, kann er im Modus Versatzkorrektur die Zeit um bis zu 400 Millisekunden zurückdrehen und einen verpassten Augenblick zurückholen.

Das Aufnahmeprogramm Multi-SR-Zoom stellt eine Art digitalen Zoom dar, der um halbe Pixel horizontal, vertikal und diagonal verschobene Aufnahmen miteinander kombiniert, um eine höhere Auflösung zu erzielen. Dieses Verfahren findet auch in extrem teuren Kameras Verwendung, etwa bei der rund 36.000 Dollar teuren Hasselblad H4D-50MS [4]. Damit lässt sich die Auflösung erhöhen, sollte dem Fotografen der siebenfache optische Zoom mit einem Brennweitenbereich von 28 bis 196 Millimetern nicht ausreichen.

Wie die allermeisten Casio-Kameras bringt auch die Exilim EX-ZR10 einen mechanischen Bildstabilisator mit. Das bedeutet, dass der Bildsensor während der Belichtung verschoben wird, um Verwackler des Fotografen zu korrigieren. Bei hohen Brennweiten oder sehr zittrigen Händen gibt es außerdem noch eine Bildstabilisator-Funktion, die mehrere Fotos miteinander kombiniert, um möglichst unverwackelte Aufnahmen zu erreichen.

Im Großen und Ganzen liefern die Mehrfachaufnahme-Modi sehr ordentliche Ergebnisse, die mit nur einem Foto mit einer Kamera dieser Klasse nicht möglich wären. Größtenteils funktionieren sie jedoch nur bei absolut unbewegten Motiven. Außerdem wird die Auflösung bei sämtlichen Highspeed-Modi auf 10 Megapixel gedrosselt – in puncto Detailwiedergabe ist das kein merklicher Verlust. Allerdings schneidet die Kamera die 2 Megapixel am Rand des Sensors weg, was den zur Verfügung stehenden Weitwinkel etwas reduziert. Neben den 13 Highspeed-Foto-Programmen bietet die ZR10 noch drei unterschiedliche Video-Szenenmodi: für Haustiere, für Kinder und für Sport.

Neben den ganzen Spezialaufnahmemodi bietet die Casio-Digicam noch 21 verschiedene „normale“ Szenenprogramme. Von Portrait und Landschaft über Sport und Kinder bis hin zu Auktion und Fließendes Wasser ist hier alles vertreten, was sich der Automatik-Fan nur wünschen kann. Die folgende Tabelle zeigt die Casio Exilim EX-ZR10 noch einmal im direkten Vergleich mit zwei aktuellen Konkurrenten.

Hersteller Casio Nikon Olympus
Modell Exilim EX-ZR10 Coolpix S8100 VR-310
Preis 245 Euro 220 Euro 140 Euro
Bildsensor 1/2,3-Zoll-CMOS 1/2,3-Zoll-CMOS 1/2,3-Zoll-CCD
Auflösung 12 Megapixel 12 Megapixel 14 Megapixel
Optischer Zoom 7-fach 10-fach 10-fach
Brennweitenbereich 28 – 196 mm 30 – 300 mm 24 – 240 mm
Lichtstärke F3,0 – F5,9 F3,5 – F5,6 F3,0 – F5,7
Belichtungszeiten 1/2000 – 4 s k. A. 1/2000 – 4 s
Bildstabilisator mechanisch optisch mechanisch
Empfindlichkeiten ISO 100 – 3200 ISO 160 – 3200 ISO 100 – 1600
Max. Fotoauflösung 4000 x 3000 Pixel 4000 x 3000 Pixel 4288 x 3216 Pixel
Max. Videoauflösung 1920 x 1080 Pixel @ 30 fps 1920 x 1080 Pixel 1280 x 720 Pixel @ 30 fps
Dateiformate JPEG (Foto), H.264 (Video) k. A. JPEG (Foto), MJPEG (Video)
Manuelle Einstellungen P P P
Display 3,0 Zoll (480 x 320 Pixel) 3,0 Zoll (640 x 480 Pixel) 3,0 Zoll (320 x 240 Pixel)
Sucher nein nein nein
Zubehörschuh nein nein nein
Speichermedien SD, SDHC, SDXC SD, SDHC, SDXC SD, SDHC
Stromversorgung Lithium-Ionen-Akku Lithium-Ionen-Akku Lithium-Ionen-Akku
Akkulaufzeit (CIPA) 290 Fotos 210 Fotos k. A.
Anschlüsse USB, AV, HDMI USB, AV USB, AV
Mikrofon Stereo Stereo k. A.
Abmessungen 10,2 x 5,9 x 2,7 cm 10,4 x 5,9 x 3,0 cm 10,1 x 5,8 x 2,9 cm
Gewicht 176 g 209 g 158 g

Leistung

Die Casio Exilim EX-ZR10 gehört in Sachen Auslöseverzögerung zu den schnellsten Kompaktkameras, die wir bislang gesehen haben. Bei guten Lichtverhältnissen braucht die Kamera gerade einmal knapp 0,3 Sekunden, um auf das Motiv zu fokussieren und das Bild einzufangen. Im Zwielicht verschlechtert sich die Auslöseverzögerung nur unmerklich auf gut 0,4 Sekunden.

Auch die Verschnaufpausen, die die Kamera zwischen der Aufnahme von zwei JPEG-Bildern einlegt, sind mit 0,5 bis 0,6 Sekunden erfreulich kurz. Mit zugeschaltetem Blitz muss sich der Fotograf jedoch durchschnittliche 1,8 Sekunden gedulden, bis die ZR10 wieder einsatzbereit ist.

Im Serienbildmodus kommt die Kamera exakt auf die von Casio versprochenen 40 Bilder pro Sekunde, allerdings ist die Auflösung auf 10 Megapixel begrenzt nach genau 0,75 Sekunden – also 30 Bildern Schluss. Der Fotograf hat hier die Möglichkeit, die Dauerfeuerserie um den Auslösezeitpunkt herum zu verschieben. So nimmt die Digicam beispielsweise 10 Fotos vor und 30 Fotos nach dem Drücken des Auslösers auf. Wer sich mit 10 fps zufriedengibt, fotografiert mit vollen 12 Megapixeln. Leider funktioniert der Autofokus in keinem der Dauerfeuer-Modi – verändert sich also die Distanz zwischen Fotograf und Motiv während der Bildlawine deutlich, misslingt ein Teil der Aufnahmen.

Praktisch: Bildserien lassen sich zeitlich um den Auslösezeitpunkt herum positionieren. So landet auch der richtige Schnappschuss auf der Speicherkarte, wenn der Fotograf einen Sekundenbruchteil zu spät auf den Auslöser gedrückt hat. [5]
Praktisch: Bildserien lassen sich zeitlich um den Auslösezeitpunkt herum positionieren. So landet auch der richtige Schnappschuss auf der Speicherkarte, wenn der Fotograf einen Sekundenbruchteil zu spät auf den Auslöser gedrückt hat.

Bildqualität

In Sachen Bildqualität schlägt sich die Casio Exilim EX-ZR10 ähnlich wie die meisten aktuellen Kompaktkameras mit rückseitig belichteten CMOS-Bildsensoren. Auch bei niedrigen ISO-Empfindlichkeiten sind Bildrauschen und Artefakte auf den Fotos zu sehen. Im direkten Vergleich zu vielen Digicams mit CCD-Chips sehen die Fotos bei höheren ISO-Werten dafür noch recht ordentlich aus.

Konkret bleibt bei der ZR10 die Bildqualität bis ISO 400 sehr ordentlich. Ab ISO 800 greift die Rauschunterdrückung stark ein und vernichtet die allermeisten feinen Details auf den Bildern. Aber immerhin: Bis einschließlich ISO 800 bleiben die Farben konsistent, und so sehen die Fotos zumindest in kleinen Formaten noch sehr schön aus.

Die Bilder wirken farbenfroh und lebendig, sind allerdings nicht immer ganz realistisch. Insbesondere bei Einsatz des Blitzes geraten die Farben häufig deutlich zu knallig. Die automatische Belichtung gelingt meist recht ordentlich, liefert gelegentlich aber etwas inkonsistente Ergebnisse. Ein und dasselbe Motiv gerät bei zwei unmittelbar hintereinander fotografierten Bildern unterschiedlich hell – selbst vom Stativ. Die Belichtungsschwankungen bewegen sich aber im Rahmen.

Im Weitwinkel bringt das Objektiv eine nur sehr schwache kissenförmige Verzerrung auf die Fotos. Die kissenförmige Verzeichnung bei voller Ausnutzung des optischen Zooms hält sich ebenfalls erfreulich in Grenzen. Auf den Fotos tauchen an Übergängen mit hohen Helligkeitsunterschieden gelegentlich violette Farbsäume auf. Im Vergleich zum Klassendurchschnitt treten die Abbildungsfehler allerdings eher schwach auf.

Die Qualität der Full-HD-Videos bewegt sich auf dem Niveau der meisten aktuellen HD-Pocket-Camcorder. Für das gelegentliche Betrachten auf dem HDTV im Wohnzimmer oder für YouTube reichen sie aus, das Hochzeitsvideo dreht man aber dann doch besser mit einem richtigen Camcorder. Erfreulicherweise funktioniert der optische Zoom auch während der Aufnahme. Das Objektiv ist sowohl beim Zoomen als auch beim kontinuierlichen Fokussieren nur sehr leise und lediglich in stillen Umgebungen auf den Aufnahmen zu hören. Die Zeitlupen-Videos sind eine nette Spielerei, allerdings leidet die Qualität hier doch stark unter der schlappen Auflösung.

Fazit

Das Fotografieren mit der Casio Exilim EX-ZR10 macht richtig Spaß. Die Kamera reagiert extrem flott und nervt uns nie mit Wartezeiten. Zudem bietet sie zahlreiche Highspeed-Fotomodi, die Bilder auf die Speicherkarte zaubern, die mit ohne den schnellen BSI-CMOS-Sensor nicht möglich wären. Wir sind beeindruckt.

Leider hat die Casio Exilim EX-ZR10 keinerlei manuelle Einstellungsmöglichkeiten zu bieten. Und bei der Betrachtung der Aufnahmen am Rechner sind wir etwas enttäuscht – die Bildqualität ist leider nur durchschnittlich. Dennoch: Wer über das eine oder andere Bildrauschen hinwegsehen kann und seine Fotos in erster Linie für Facebook und kleine Abzüge verwenden möchte, findet in der Casio Exilim EX-ZR10 eine hervorragende Schnappschusskamera – die mit Anschaffungskosten von derzeit rund 225 Euro auch noch erfreulich günstig ist.

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

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[1] Subpixel: http://de.wikipedia.org/wiki/Subpixel

[2] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41550445/casio_exilim_ex-zr10_hinten.jpg

[3] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41550445/casio_exilim_ex-zr10_szenenprogramme.jpg

[4] Hasselblad H4D-50MS: http://www.hasselbladusa.com/products/h-system/h4d-50ms.aspx

[5] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41550445/casio_exilim_ex-zr10_serienbildmodus.jpg

[6] Beispielfotos: die Bildqualität der Casio Exilim EX-ZR10: https://www.cnet.de/41550434/beispielfotos-die-bildqualitaet-der-casio-exilim-ex-zr10/?pid=1#sid=41550445