Ausstattung

Auf dem Moduswahlschalter auf der Oberseite der Canon EOS 600D finden sich die üblichen manuellen und halbautomatischen Programme sowie zwei Automatiken und diverse Szenenprogramme. Das Rädchen bietet keine sichere Einrastfunktion wie beispielsweise das der EOS 60D. Wir finden das nicht schlimm, manch einer mag sich aber daran stören. Viel nerviger hingegen ist, dass sich der Videomodus am komplett anderen Ende befindet wie die manuellen Aufnahmemodi. Wer also häufig zwischen Video und Foto wechselt, muss das Rädchen jedes Mal um fast 360 Gard drehen. Uns sind im Test durchaus Szenen durch die Lappen gegangen, weil wir einfach beim Starten der Aufnahme zu viel Zeit gebraucht haben.

Canon bringt in der EOS 600D eine Kreativ-Automatik unter, die dem Fotografen beim Knipsen unter die Arme greift, aber dennoch mehr Freiheiten lässt als die Vollautomatik. So lassen sich verschiedene Umgebungseffekte einstellen, etwa lebendig, warm, kühl, heller, dunkler oder monochrom. Die Bildstile sind jeweils in drei Intensitäten konfigurierbar.

Keine Überraschungen bei den Anschlüssen: Wie bei Canons dreistelligen EOS-Kameras üblich, sitzt auf der rechten Seite der Speicherkartenslot. Links finden sich die Anschlüsse für Mikrofon, HDMI & Co.
Keine Überraschungen bei den Anschlüssen: Wie bei Canons dreistelligen EOS-Kameras üblich, sitzt auf der rechten Seite der Speicherkartenslot. Links finden sich die Anschlüsse für Mikrofon, HDMI & Co.

Die Einstellungsmöglichkeiten, die die 600D im Videomodus bietet, decken sich im Wesentlichen mit den Parametern, die auch beim Fotografieren zur Verfügung stehen. Video-Spezialitäten wie Zebra-Modus oder Hilfen fürs manuelle Fokussieren gibt es leider nicht.

Wer sich nicht mit Kabelsalat herumschlagen möchte, freut sich über die Unterstützung von Eye-Fi-Speicherkarten, die mittels eines eingebauten WLAN-Moduls die Bilder drahtlos auf den PC übertragen. Auf Wunsch lässt sich das Funkmodul der Karte in den Kameraeinstellungen deaktivieren. Außerdem gibt es eine Signalstärke-Anzeige fürs WLAN.

Die Belichtungsreihenfunktion der EOS 600D unterstützt leider nur maximal drei Aufnahmen. Der größte Helligkeitsabstand zwischen den Einzelfotos beträgt zwei Blenden rund um das „mittlere“ der drei Bilder. Eine drahtlose Blitzsteuerung ist ebenfalls an Bord.

Auf exotische Aufnahmefunktionen verzichtet Canon weitgehend. Es gibt keine keine Zeitraffer- oder Mehrfachbelichtungsfunktion und nur eine kleine Auswahl an recht unspektakulären Filtern. Außerdem wäre eine Möglichkeit schön gewesen, gleichzeitig zu den 18-Megapixel-RAW-Bildern auch niedriger auflösende JPEG-Fotos einfangen zu können. Eine vollständige Auflistung aller Funktionen findet sich im Handbuch der EOS 600D, das derzeit leider noch nicht auf der deutschen Canon-Webseite, sondern lediglich auf Canon.com in englischer Sprache verfügbar ist.

Die folgende Tabelle zeigt die Canon EOS 600D und die ebenfalls ab März verfügbare EOS 1100D im direkten Vergleich mit ihren älteren Geschwistern.

Hersteller Canon Canon Canon Canon Canon
Modell EOS 1000D EOS 1100D EOS 500D EOS 550D EOS 600D
Preis mit 18-55mm (UVP) 649 Euro 549 Euro 899 Euro 829 Euro 849 Euro
Preis mit 18-55mm (Markt) 375 Euro 520 Euro 500 Euro 625 Euro 800 Euro
Bildsensor CMOS (22,2 x 14,8 mm) CMOS (22,2 x 14,8 mm) CMOS (22,3 x 14,9 mm) CMOS (22,3 x 14,9 mm) CMOS (22,3 x 14,9 mm)
Auflösung 10,1 Megapixel 12,2 Megapixel 15,1 Megapixel 18 Megapixel 18 Megapixel
Bildprozessor Digic III Digic 4 Digic 4 Digic 4 Digic 4
Serienbild- geschwindigkeit 3,0 fps 3,0 fps 3,5 fps 3,7 fps 3,7 fps
Empfindlichkeiten ISO 100 – 1600 ISO 100 – 6400 ISO 100 – 12.800 ISO 100 – 12.800 ISO 100 – 12.800
Autofokus 7 Punkte 9 Punkte 9 Punkte 9 Punkte 9 Punkte
Belichtungs- messung 35 Zonen 63 Zonen (iFCL) 35 Zonen 63 Zonen (iFCL) 63 Zonen (iFCL)
Live-View ja ja ja ja ja
Video nein 720/25p/30p; H.264 1080/20p, 720/30p; H.264 1080/24p/25p/30p, 720/50p/60p; H.264 1080/24p/25p/30p, 720/50p/60p; H.264
Sucher 95 % Abdeckung 95 % Abdeckung 95 % Abdeckung 95 % Abdeckung 95 % Abdeckung
Display 2,5 Zoll, 230.000 Pixel, fest 2,7 Zoll, 230.000 Pixel, fest 3,0 Zoll, 920.000 Pixel, fest 3,0 Zoll, 1.040.000 Pixel, fest 3,0 Zoll, 1.040.000 Pixel, beweglich
Akkulaufzeit 500 Fotos 700 Fotos 400 Fotos 550 Fotos 440 Fotos
Abmessungen 12,6 x 9,8 x 6,2 cm 13,0 x 10,0 x 7,8 cm 12,9 x 9,8 x 6,2 cm 12,9 x 9,7 x 6,2 cm 13,3 x 10,0 x 8,0 cm
Gewicht 450 g 495 g 480 g 530 g 570 g

Neueste Kommentare 

8 Kommentare zu Canon EOS 600D im Test: hervorragende Mittelklasse-DSLR für Video-Begeisterte

  • Am 25. März 2011 um 11:32 von MMRKS

    Serienbildgeschwindigkeit
    (kürzere Balken bedeuten bessere Leistung)
    Ich glaube da hat sich ein Fehler eingeschlichen.

    • Am 25. März 2011 um 11:43 von Stefan Möllenhoff

      AW: Serienbildgeschwindigkeit
      Hallo,

      vielen Dank für den Hinweis. Jetzt ist schneller wieder besser 🙂

      Beste Grüße,
      Stefan Möllenhoff, CNET.de

  • Am 28. März 2011 um 13:59 von Matti

    Naja, geht so
    Also, alle neuen Funktionen sind keine echten Bringer. Zusätzliche Automatikfunktionen bevormunden nur den Fotografen. Ist eher was für Menschen, die keine Ahnung haben. Live-View braucht eigentlich auch kein Fotograf. Nur ein Kompaktkamera-Nutzer muss das haben. Aufgrund der langsamen Scharfstellzeit auch völlig uninteressant. Deshalb ist mir auch der Schwenkmonitor völlig egal. Video? Kein Bedarf. Lustig auch die Schwachsinns-Kreative-Filter-Darstellungen (übernommen von der 60D): Spielzeugkamera, Miniatureffekt usw. Wer das braucht, ist schon echt arm dran. Erstmal macht man ein gescheites Foto und wenn man einen Effekt braucht, nimmt man ein Bildbearbeitungsprogramm. Ich kenne Leute, die haben sich eine EOS 450 oder 500D gekauft und haben das Modusrad immer auf Vollautomatik stehen. Hier wird jede Kreativität im Keim erstickt. Die Spiegelreflexkameras verkommen immer mehr zu Kompaktkameras mit wechselbaren Objektiven. Und das Schlimme daran, viele von den Käufern haben noch nie ein anderes Objektiv ausprobiert. Wer eine 500 oder 550 D hat, für den ist die 600D kein Kaufgrund.

    • Am 23. August 2011 um 15:29 von Jürgen

      AW: Naja, geht so
      Zitat: Die Spiegelreflexkameras verkommen immer mehr zu Kompaktkameras mit wechselbaren Objektiven.

      Na und? Es bleiben für den "Fotografen" ja noch genug Vollformat SLRS übrig! Warum sollen sich "Aufsteiger", die nur eine bessere Bildqualität und sich nicht erst mit allen Möglichen Einstellungen herumquälen wollen um schnell ein Foto machen zu können, sich nicht daran erfreuen können?
      Die Marketingabteilungen aller Hersteller haben den Trend gemacht um auch noch den letzten Hobbyknipser eine – natürlich viel teurere – SLR verpassen zu können.

    • Am 18. Dezember 2011 um 21:35 von Wilfried Pötz

      AW: Naja, geht so
      Alles schön und gut, wenn man eine Kompaktkamera hat und sich verändern will? Welche dann? Früher vor ca 40 Jahren mit Spiegelreflexkamera fotografiert. Und heute? Alternativen?

      • Am 28. September 2016 um 18:42 von Fritz Grasedieck

        Eine persönliche – nicht ganz zum Thema dieses Diskussionsforums passende – Frage: Sie sind nicht zufällig mit meinem alten Jugend- und Schulfreund aus der Guldeinschule, wohnhaft in der „Schedelstraße 1“ („Victoria“-Wohnblocks) in München identisch? Wenn ja, dann würde mich das – verständlicher Weise – riesig freuen.
        Meine e-Mail-Adresse: siehe unten; Meine Post-Adresse: Fritz Grasedieck, Wimberg 119, A-5421 Adnet. Über Ihre – hoffentlich „deine“! – positive Nachricht wäre ich sehr erfreut! MfG, Fritz Grasedieck

    • Am 16. Mai 2012 um 12:25 von Höng C.

      AW: Naja, geht so
      Ich finde das sie vollkommen recht haben,die sollten den ganzen Firlefanz weglassen und den optischen Sucher besser ausbauen, der ja eh mickrig ausfällt.
      Und wer Vollautamatiken liebt oder filmen möchte sollte sich Kompaktkameras kaufen oder eine Filmkamera.
      Wer sich eine Spiegelreflex kaufen möchte sollte auch mit ihr umgehen können.

  • Am 4. Juni 2012 um 10:31 von patrik

    AW-Naja, geht so
    Demnach ist die 600D nicht geeignet als Einsteiger Spiegelreflex ? Mir raucht bald mal der Kopf jeder schreibt,erzählt was anderes angefangen von Top-Flop Einsteiger SLR.

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