Links gibt es dafür eine mit einem G beschriftete Taste, die für die Gestensteuerung des Smartphones gedacht ist – dazu später mehr. Darüber findet sich der Wippschalter zur Regelung der Lautstärke. Aufgrund des sich nach oben hin leicht verjüngenden Gehäuses ist auch dieser Taster mit dem Finger nur mäßig gut ertastbar, aber wenn man sich seine Position einmal eingeprägt hat, ist das kein Problem mehr.

Die Rückseite des Optimus Black wirkt etwas unscheinbar: Wir sehen eine große, anthrazitfarbene Ebene, größtenteils flach, nur an den Seiten und oben leicht abgerundet. Die Beschriftung ist quer angebracht. Sowohl das LG- als auch das Google-Logo stehen also richtig, wenn man das Handy wie eine Kamera hält. Rechts oben befinden sich dann die Linse der 5-Megapixel-Kamera, der eine Foto-LED zur Seite steht. Oben links ist eine kleine Aussparung in der Kunststoffschale zu sehen, hinter der der Lautsprecher seinen Platz gefunden hat. Bei unserem Testgerät gibt es allerdings schon eine Stelle auf der Rückseite, bei der der Lack stumpf geworden ist – es wirkt hier schon nach kurzem Einsatz ein wenig abgenutzt.

Auffällig ist besonders die geringe Bauhöhe des Optimus Black. Mit 9,2 Millimetern ist das LG minimal dünner als das iPhone 4 (9,3 Millimeter). In Kombination mit dem geringen Gewicht von circa 110 Gramm liegt das Gerät gut in der Hand. Allerdings stören wir uns ein wenig an den relativ scharfen Kanten zwischen Gehäuseseite und Rückwand – je nachdem, wie man das Handy greift, fühlt es sich ein wenig unangenehm in den Fingern an.

Ausstattung

In diesem Punkt haben sich die LG-Entwickler an der bewährten Smartphone-Oberklasse orientiert. Im Gegensatz zu den beiden anderen Neuheiten Optimus Speed und Optimus 3D kommt hier kein Dual-Core-Prozessor von Nvidia zum Einsatz. Stattdessen verbauen die Koreaner hier einen 1-GHz-Chip von Texas Instruments, der über einen Rechenkern verfügt. Die gleiche CPU kommt auch im Milestone 2 von Motorola zum Einsatz. Im Vergleich zu den Zweikern-Modellen ist sie natürlich signifikant langsamer, muss sich aber vor den Snapdragon-Prozessoren nicht verstecken. Die Arbeitsspeicher-Ausstattung geht mit 512 MByte durchaus in Ordnung.

Zur Kommunikation stehen Quad-Band-GSM und Dual-Band-UMTS zur Verfügung. Die Datenübertragung erfolgt via HSPA über das Handynetz und in Coffee-Shops, zu Hause oder bei Freunden über WLAN nach dem aktuellen n-Standard. Neben der „normalen“ WLAN-Kommunikation mit Access Points hat LG darüberhinaus auch einen Ad-Hoc-Modus namens Wi-Fi Direct integriert, der die Kommunikation mit Computern auch ohne Access-Point und ohne Bluetooth über WLAN ermöglicht, um Dateien zu übertragen. Ein Lob verdienen die LG-Entwickler darüberhinaus für die Integration von Multimedia-Streaming-Diensten: Direkt in den Android-Netzwerkeinstellungen kann der Nutzer festlegen, dass das Gerät auf ihm gespeicherte Multimedia-Dateien wie Fotos, Musik und Videos anderen Clients im Netzwerk zur Verfügung stellen soll. In diesem Fall ist es beispielsweise möglich, mit einem kompatiblen Fernseher direkt und ohne Kabel Video-Clips abzuspielen, die mit der Handy-Kamera aufgezeichnet wurden und im Speicher des Optimus Black abgelegt sind.

Das 4 Zoll große Display löst die üblichen 800 mal 480 Pixel auf. LG nennt die Display-Technologie Nova. Technisch handelt es sich dabei um ein normales LCD. Da der Hersteller zu einem wertigen IPS-Panel anstatt zu einem billigen TN-Panel gegriffen hat, überzeugen Farben und Blickwinkel. Das Besondere beim Optimus Black ist aber die extreme Helligkeit der Anzeige. Sie überstrahlt im wahrsten Sinne des Wortes die meisten anderen Handys deutlich und lässt sich so auch problemlos in direktem Sonnenschein ablesen. Von der Helligkeit her setzt sich das Nova-Display sogar über das Super-AMOLED-Display von Samsungs Nexus S. Allerdings macht der Samsung-Anzeigetechnik in Puncto Kontrast derzeit einfach niemand etwas vor. Vor allem bei hoher Helligkeitseinstellung wirkt das Schwarz beim Optimus Black gräulich. Aber bei direkter Sonneneinstrahlung merkt man das ohnehin nicht.

Neben der 5-Megapixel-Kamera samt Foto-LED auf der Rückseite hat das Optimus Black eine zweite Kamera auf der Vorderseite, die 2 Megapixel auflöst. Das Handy nimmt Videos in 720p-HD-ready-Auflösung auf und speichert Fotos, Videos & Co. auf der microSD-Speicherkarte, die bis zu 32 GByte groß sein darf. Der interne Gerätespeicher für Betriebssystem und Apps fasst 1 GByte, was auch absoluten App-Fanatikern problemlos ausreichen dürfte, zumal dank Android 2.2 auch das Kopieren von ausgewählten Anwendungen auf die Speicherkarte möglich ist.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu LG Optimus Black im Test: Android 2.2 und superhelles Nova-Display

  • Am 13. April 2011 um 14:02 von moritz

    Klang
    Das Smartphone gefällt mir super!
    Wie sieht es den mit dem KLang des Mp3-Players aus? Könnt ihr das was dazu sagen – das wäre für mich das endgültig entscheidende Kriterium, das Gerät zu nehmen…

    Moritz

  • Am 17. April 2011 um 16:00 von Mr.Rager

    Rückseite
    Ich hätte gerne noch ein bild vond er Rückseite gesehen, wenn sie schon bemengelt wird 😉 .

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