Ausstattung

Die Aufnahmeoptionen der Canon PowerShot SX230 HS bewegen sich zwischen einfachen Automatiken und komplett manuellem Modus, in dem der Kameramann die volle Kontrolle über Blende und Belichtungszeit übernimmt. Dazwischen liegen die halbautomatischen Programme Blenden- und Belichtungspriorität. Einen manuellen Fokus mit Feintuning-Möglichkeit gibt es ebenfalls. Für die Blende stehen im Weitwinkel neun Werte zwischen F3,1 und F8,0 zur Verfügung. Im Telebereich gibt es nur noch drei Möglichkeiten zwischen F5,9 und F8,0. Die Verschlusszeit bewegt sich zwischen 1/3200 und 15 Sekunden – bei maximalem Zoom ist die kürzeste Belichtungszeit allerdings auf 1/2500 Sekunde begrenzt.

Wer die resultierenden Fotos an seinen Geschmack anpassen möchte, ohne sich mit Photoshop herumzuschlagen, findet Einstellungsmöglichkeiten zu Farbsättigung, Schärfe und Kontrast. Erfreulicherweise gibt es auch eine einfach zu erreichende Blitzbelichtungskorrektur und die Möglichkeit, die Blitzintensität auf das anfokussierte Objekt einzustellen.

Möchte man sich nicht mit Blende, Belichtungszeit & Co. herumschlagen, ist Canons Smart-Auto-Feature die erste Wahl. Die intelligente Automatik versucht, das aktuelle Motiv einem bestimmten Typ zuzuordnen und stellt die Aufnahmeparameter dementsprechend ein. Der Easy-Modus arbeitet sehr ähnlich, reduziert aber die angebotenen Einstellungsmöglichkeiten noch weiter. Wenn es nach uns geht, hätte Canon auf die Easy-Funktion verzichten können, Smart Auto ist schon „easy“ genug.

Auf dem Modusrädchen befinden sich außerdem drei verschiedene Szenenprogramme: Portrait, Landschaft sowie Kinder und Haustiere. Alle weiteren Szenenmodi verbergen sich hinter dem Auswahlpunkt SCN. Hier wären beispielsweise Nachtaufnahme ohne Stativ, Strand, Schnee, Feuerwerk und Panorama-Assistent zu nennen. Wer die SX230 HS zum Tauchen mitnehmen möchte, kann sich über ein optional erhältliches Unterwassergehäuse sowie ein entsprechendes Szenenprogramm freuen.

Außerdem mit an Bord ist Canons Smart Shutter, der sich ebenfalls unter dem Punkt SCN versteckt. Er betätigt beispielsweise den Auslöser, wenn jemand vor der Linse der Kamera zuzwinkert. Alternativ wartet die Digicam, bis eine neue Person auf dem Foto auftaucht und schießt erst dann das Foto. Beide Möglichkeiten funktionieren zuverlässig.

Auf der rechten Seite der Kamera finden sich HDMI-, USB- und AV-Anschluss sowie eine Öse für die mitgelieferte Trageschlaufe.
Auf der rechten Seite der Kamera befinden sich der HDMI-, der USB- und der AV-Anschluss sowie eine Öse für die mitgelieferte Trageschlaufe.

Canons Kreativmodi sammeln sich alle unter einem Punkt auf dem Moduswahlschalter. Diese Filter beinhalten Canons Farbakzent- und Farbwechsel-Feature. Wie diese beiden Funktionen arbeiten, haben wir uns bereits bei der Canon PowerShot SX30 IS genauer angesehen. Außerdem gibt es noch die Effekte Fischauge, Miniatur, Spielzeugkamera, Monochrom, Super Vivid und Poster. Ob solche Spielereien in der Kamera selbst sinnvoll sind oder ob man die Bilder nicht besser per Photoshop nachbearbeitet, darüber lässt sich streiten. Fest steht jedoch, dass die Modi ansonsten langweilige Aufnahmen in durchaus spannende Fotos verwandeln können – und zwar auch ohne PC. Insbesondere der Spielzeugkamera-Effekt, für dessen Bildwirkung die Parameter Warm, Kalt und Standard zur Auswahl stehen, hat es uns angetan. Mit Ausnahme des Spielzeugkamera- und des Fischaugeneffekts stehen übrigens alle Filter auch im Videomodus zur Verfügung.

Die Canon PowerShot SX230 HS bringt außerdem ein neues Feature namens Filmtagebuch mit. Dabei fängt die Kamera vor jedem Foto einen bis zu vier Sekunden langen VGA-Videoclip ein. Anschließend schustert sie die ganzen Schnipsel automatisch zu einem einzigen Video zusammen, das dann quasi im Zeitraffer auf einen Tag zurückblickt. Leider lässt sich das Feature nicht für alle Modi aktivieren. Stattdessen muss der Fotograf auf dem Moduswahlschalter das mit einer Kamera und einem Filmstreifen gekennzeichnete Aufnahmeprogramm auswählen. Das Filmtagebuch liefert coolere Ergebnisse, als wir es für möglich gehalten hätten. Allerdings muss man sich zwingen, die Digicam vor dem Schießen des Fotos nicht irgendwie durch die Gegend zu wackeln, sondern möglichst doch auf das Motiv zu richten. Denn später gibt es keine Möglichkeit, unerwünschte Szenen aus dem VGA-Film herauszulöschen – jedenfalls nicht in der Kamera selbst sondern erst am PC per Videoschnitt.

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Noch keine Kommentare zu Canon PowerShot SX230 HS im Test: sehr guter Superzoomer mit GPS und BSI-Sensor

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