Die dritte Taste, die so genannte Präzisionszieltaste, sitzt weiter vorn und ermöglicht die temporäre Absenkung des dpi-Werts, womit man den Cursor kurzfristig verlangsamen kann. Praktisch, wenn man gerade in einem FPS-Game auf den Gegner zielt. Man drückt den Knopf beim Anvisieren und lässt ihn los, sobald man abgedrückt hat. An sich ist das eine tolle Idee, aber in ein paar Multiplayer-Runden mit Modern Warfare 2 mussten wir uns jedes Mal aktiv daran erinnern, dass es diesen Knopf überhaupt gibt – und da war der Gegner schon weg. Mit zunehmender Gewöhnung dürfte sich die Nutzung aber verselbstständigen.

Auf der gegenüberliegenden Seite kann man zwischen drei Seitenschalen für den kleinen Finger wählen. Die größte hat eine Art flügelförmige Erweiterung, dank der sich der kleine Finger beim Spielen ausruhen kann. Die beiden kleineren Schalen unterscheiden sich nur in der Oberflächenstruktur: Einmal Soft-Touch (wie das R.A.T.-Gehäuse) und einmal Gummi für besseren Grip.

Die Gaming-Maus von Mads Catz wird mit einer Menge Zubehör ausgeliefert.
Die Gaming-Maus von Mads Catz wird mit einer Menge Zubehör ausgeliefert.

Außerdem liefert Mad Catz die R.A.T. 9 mit drei verschiedenen Handflächenauflagen aus. Zwei davon unterscheiden sich wie schon beim Seitenteil nur durch die Oberflächenstruktur, auch hier gibt es Soft-Touch und Gummi als mögliche Optionen. Das dritte Element ist dagegen vier Millimeter höher als die beiden anderen, so dass man die Maus etwas nach oben wachsen lassen kann. Zusätzlich ist es auch möglich, die Handflächenauflage nach hinten zu verschieben, um die Maus länger und angenehmer für große Hände zu machen.

Die R.A.T. 9 verfügt zudem über ein seitliches Scroll-Rad, das in der linken unteren Ecke positioniert ist und mit dem Daumen bedient wird. Ein solches Scroll-Rad ist an sich nichts Neues, aber seine Lage macht es zu etwas Besonderem. Wir ziehen zwar eigentlich Lösungen wie die von Logitech vor (hier wir das normale Scroll-Rad einfach zum seitlichen Scrollen nach links oder rechts gekippt), aber ein ungewöhnlich positioniertes seitliches Scroll-Rad ist immer noch besser als gar kein seitliches Scroll-Rad.

Fazit

Die ungewöhnliche Platzierung des zweiten Scroll-Rads ist der einzige Hardware-Fehltritt, den man der R.A.T. 9 vorwerfen könnte – und selbst das ist kein echtes Problem, bestenfalls eine Umgewöhnung. In allen anderen Belangen wird die Maus dem geforderten Preis mehr als gerecht und setzt einen neuen Standard für ihr Marktsegment.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Cyborg R.A.T. 9: extrem anpassbare Gaming-Maus für Anspruchsvolle

  • Am 1. November 2012 um 20:45 von David Houston

    Betreffend des seitlichen Scrollrads
    Die Maus ist eine ganz klar für Clawler – wer nicht weiß, was damit gemeint ist siehe bitte hier: http://www.youtube.com/watch?v=RqSGFQIcU_o&feature=related

    Entsprechend der Haltung, kommt man SUPER an das seitliche Rad.
    Oder man hat kleine Hände.

    Eine Maus ist heutzutage nicht für alles und jeden… man muss sich diese so aussuchen, wie die Hose oder Hemd 😉

  • Am 24. März 2015 um 16:24 von James Almondeo

    Hatte die RAT7 und jetzt die RAT9. Bin absolut überzeugt. Klar, der Preis ist nicht ganz billig, aber man bekommt so einiges für sein Geld.

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