BlackBerry Tablet OS

Das wichtigste am BlackBerry PlayBook ist nicht die Hardware, sondern die Software. Laut RIM ist das Betriebssystem nicht nur eine weitere neue Tablet-Plattform, sondern grundsätzlich richtungsweisend für die Zukunft der BlackBerry-Geräte. Das von Grund auf neu designte OS soll eine leistungsstarke und vor allem auf professionelle Anwender abzielende Alternative zu Android und iOS sein. Und unserer Meinung nach hat RIM genau das erreicht.

Abgesehen von den flotten Reaktionen und dem mächtigen Multitasking sticht das BlackBerry Tablet OS durch die gelungene Oberfläche hervor. Sie löst sich von dem auf kleine Displays ausgelegten, auf Trackball-Bedienung fokussiertem Betriebssystem, das wir von den BlackBerry-Smartphones her kennen und erinnert in einigen Aspekten stark an Palms WebOS.

Natürlich gibt es bei der Bedienung eine Lernkurve. Im Gegensatz zu iOS und Android verzichtet das BlackBerry Tablet OS auf den Home-Button, der den Nutzer im Zweifelsfall immer aus den Fängen irgendwelcher verschachtelten Menüs befreit. Stattdessen gibt es eine einfache Gestensprache, die es zu erlernen gilt. Ein Wisch vom unteren Geräterand nach oben beispielsweise gewährt den Zugriff auf die Apps. Ein Wisch vom oberen Rahmen nach unten ruft die Menüs auf. Und wer von den seitlichen Rändern in Richtung Mitte streicht, wechselt butterweich zwischen den Apps hin und her.

Das ist Multitasking: Links läuft ein Film, rechts Need for Speed. Mit einem Fingerwisch springen wir von App zu App, während sowohl Spiel als auch Video weiterlaufen.
Das ist Multitasking: Links läuft ein Film, rechts Need for Speed. Mit einem Fingerwisch springen wir von App zu App, während sowohl Spiel als auch Video weiterlaufen.

Butterweicher, als es bei sonst irgendeinem Konkurrenten derzeit möglich wäre. Das BlackBerry PlayBook ist der tabletgewordene Traum eines jeden, der unter Aufmerksamkeitsdefiziten leidet. Wartezeiten? Gibt’s sehr selten. Wie man es vom Rechner her gewohnt ist, laufen alle Programme ständig mit Vollgas und lassen sich verzögerungsfrei durchwechseln.

Ein weiterer Aspekt, mit dem uns das PlayBook-OS begeistert, ist das virtuelle Keyboard. Die Tasten reagieren sehr gut und weisen einen ausreichenden Abstand zueinander auf. Durch die Größe des Tablets ist es bequem möglich, alle Buchstaben mit den Daumen zu erreichen. Gut gefällt uns auch, dass die Ziffernblock-Tastatur am linken Rand ausgerichtet ist und sich nicht quer über die volle Breite des Bildschirms zieht.

Sobald man das PlayBook mit dem Rechner verbindet, kümmert sich die BlackBerry-Desktop-Software darum, dass alle auf dem Tablet befindlichen Daten gesichert werden. Außerdem synchronisiert das Tool Musik, Videos & Co. auf die Touchscreen-Flunder. Das funktioniert erfreulicherweise auch mit Titeln und Playlisten von iTunes.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu RIM BlackBerry PlayBook im Test: kleiner, aber feiner iPad- und Android-Konkurrent

  • Am 18. Dezember 2013 um 22:54 von jan2606

    Das Blackberry Playbook ist & jetzt wird es zeit „eine Lanze zu brechen“ für Blackberry Samartphone User fast schon Pflicht, die Funktionalität mit der BB Bridge ist klasse. Mit aktuellen Preisen im Internet um die EUR 150 füer 64 GB (ein Schnäppchen!!) ist es – gerade wenn man viel geschäftlich unterwegs ist – günstig und hebt sich wohltuend vom üblichen Tablett Einerlei ab. Wirklich handlich mit guter Performance braucht man eigentlich nicht mehr wenn es um das Thema Email und Internet geht. Besonders praktisch die Print-tp-go Software … einmal installiert lässt sich jede art von Dokument als pdf auf das Tablett speichern einfach und genial. Es muss ja nicht immer Apple oder Samsung sein (hat ja bereits Jeder 😉 ) Das übliche Gewese das es zuwenig app gibt ist schon richtig aber mit freier Software im Internet lässt sich fast jede Android Software auf dem BB zum Laufen bringen …aber wer braucht die ganzen App eigentlich. Für mich immer ein Totschlag Argument um die Produkte der „Marktführer“ an den Mann zu bringen und noch reichen zu machen. Alles in Allem ein tolles Produkt mit guter Funktionalität und Performance zu einem unschlagbaren günstigen Preis. Ich bin „best“ zufrieden, hey aber schlussendlich muss ja jeder für sich selbst entscheiden, oder ?!?

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