Schon im Test: HTC Sensation mit Dual-Core-CPU, Sense und qHD-Display (Update)

von Daniel Schraeder am , 20:11 Uhr

Pro
  • hochauflösendes Display
  • tolles User-Interface mit vielen Funktionen
  • attraktives Design
  • wirkt hochwertig
Con
  • Display-Kontrast könnte höher sein
  • HDMI-Adapter nicht im Lieferumfang enthalten
  • mäßige Kamera
Hersteller: HTC Listenpreis:
ZDNet TESTURTEIL: EXZELLENT 8,9 von 10 Punkte
Fazit:

Das Sensation bringt fast alles mit, was man sich derzeit bei einem Android-Smartphone wünschen kann. Das Display hat eine höhere Auflösung als die meisten Konkurrenten und im Inneren werkelt ein Dual-Core-Prozessor. Außerdem bringt das HTC ein vorbildliches, attraktives User-Interface mit - und wirkt wunderbar wertig. Allerdings ist die Konkurrenz vor allem bei Kamera und Brillanz der Darstellung noch einen Schritt voraus.

Kurz und knapp: Das Sensation rockt. Metallgehäuse, Echtglasscheibe und gummierter Kunststoff sorgen für eine erstklassige Haptik. Die neueste Generation des Sense-Interface kümmert sich um eine Bedienbarkeit, von der sich andere Hersteller eine Scheibe abschneiden sollten. Und dazu gibt es ein hochauflösendes Display und eine Dual-Core-CPU mit 1,2 GHz. Wir haben das Smartphone bereits ausführlich getestet.

Fast schon hinterrücks und spontan greift HTC [1] an. Während die sich nach den zwar guten, aber im Vergleich zur Konkurrenz nicht überragenden Neuvorstellungen auf der Handy-Messe MWC [2] im Februar etwas auf ihren Lorbeeren ausruhen konnten, haben die Taiwaner plötzlich ein neues Flaggschiff am Start. Dual-Core-Prozessor, qHD-Display, 8-Megapixel-Kamera und Full-HD-Videoaufnahme – das ist eine Ansage. Aber ob das reicht, um besser zu sein als das Galaxy S2 von Samsung [3], zeigt der Test.

Design

Groß und schwer, denken wir, als wir das Sensation das erste Mal in die Hand nehmen. Und in der Tat, die Waage bestätigt unsere Vermutung: Mit 149 Gramm wiegt das HTC etwas mehr als das grundsolide iPhone 4 [4] (137 Gramm) und deutlich mehr als frisch erhältliche Samsung-Flaggschiff Galaxy S2 [5] (116 Gramm). Dafür gibt es hier aber auch Metall und Glas statt Plastik – ein Tausch, auf den wir uns gerne einlassen. Denn zugunsten der hohen Wertigkeit akzeptieren wir die zusätzlichen Pfunde.

Das Sensation misst 12,6 mal 6,6 Zentimeter und ragt an seiner dickste Stelle – der Ausbeulung der Kamera-Linse – exakt 12 Millimeter in die Höhe. An den übrigen Stellen ist das Gehäuse gut 11 Millimeter dick. Damit ist das Sensation deutlich dicker als das aktuelle iPhone (9,3 Millimeter) und das Galaxy S2 (8,5 Millimeter).

Direkt von oben betrachtet sieht es aus wie eine abgerundete Form des HTC Desire HD [6], das wir auch als den direkten Vorgänger bezeichnen würden – denn wie das Sensation ist es mit einem 4,3 Zoll großen Touchscreen-Display ausgestattet. Oberhalb der Anzeige gibt es wie gehabt eine breite, silbern glänzende Aussparung im Metallrahmen, in der hinter einem Gitter der Lautsprecher sowie die Status-LED versteckt sind. Die Linse der frontseitigen Kamera ist nun als eigenständiges Element rechts neben der Aussparung angebracht, links davon verbirgt sich der Helligkeitssensor.

Die Scheibe aus stabilem Gorilla-Glas zieht sich bündig bis fast ganz unten durch. Nett: Die Scheibe ist nicht völlig eben, sondern an den Rändern leicht nach oben geneigt. Das sieht sexy aus. Unterhalb des eigentlichen Display-Panels hat HTC die obligatorischen Tasten für Home, Menü, Zurück und Suchen angebracht – in der geldsparenden und attraktiven Soft-Touch-Ausführung. Vor allem mobile Gamer ziehen allerdings mechanische Knöpfe vor, da man sie nicht aus Versehen im Gefecht auslöst und das Spiel beendet. Einen Trackball oder einen optischen Sensor gibt es übrigens auch nicht mehr. Dieses Thema scheint nun wohl auch bei HTC beerdigt zu sein. Eigentlich schade, aber immerhin sind die meisten Funktionen des Cursors ja inzwischen auch durch Erweiterungen des User-Interfaces ersetzt. Ebenso schade finden wir, dass HTC beim neuen Flaggschiff wieder einfach nur „bedruckte“ Soft-Touch-Tasten verbaut – die kleinen Mini-Displays des Incredible S [7], die die Icons mitdrehen können, haben uns schon extrem gut gefallen. Aber das ist wohl eine Kostenfrage.

Von oben betrachtet scheint sich das Gerät in eine Oberschale aus Metall und eine Unterschale aus Kunststoff zu unterteilen – dem ist aber nicht so. Wie dem auch sei, im Kunststoff-Bereich, also weiter hinten, auf der linken Seite hat die 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse ihren Platz gefunden. Rechts im Metall-Bereich – also in der vermeintlichen Vorderseite – sitzt der Ein-Aus-Taster. Die rechte Geräteseite ist aus solidem Metall gefertigt und hat keinerlei Elemente. Schade, denn über einen zweistufigen Kamera-Auslöser hätten wir uns in Anbetracht der hohen Kamera-Auflösung schon gefreut.

Auch die linke Seite des Sensation ist aus Metall gefertigt. Hier hat ein großer Wippschalter seinen Platz gefunden, der die Lautstärke regelt. Er ist nicht beschriftet und hat einen mäßig tollen Druckpunkt, aber gut – seine Funktion erschließt sich auf Anhieb. Darunter sitzt der bekannte Micro-USB-Anschluss. Die Position auf der linken Seite kennen wir inzwischen von anderen Androiden. Vor allem beim Spielen mit angesteckter Stromversorgung ist der Stecker hier besser platziert als unten, in diversen Universal-Auto-Halterungen oder beim Nachladen mit einem externen Akku in der Hosentasche aber unpraktisch.

Ganz unten wiederholt sich das Bild von oben: Vermeintlich unterteilt sich das Gerät in eine Ober- und eine Unterseite, wobei die Unterseite ein kleines Loch für das Mikrofon und einen kleinen Knopf enthält. Der Knopf offenbart das Geheimnis des Akkudeckels. Er will am liebsten mit nicht ganz kurzgeschorenen Fingernägeln weit ins Gehäuse gedrückt werden – und gibt dann die Rückseite frei. Überraschenderweise gibt es hier keinen kleinen, fummeligen Akkudeckel. Stattdessen löst sich die komplette Rückseite aus massivem Metall inklusive der seitlichen Rahmen vom Gerät. Selbst die Aussparung für die frontseitige Kamera und das Lautsprechergitter liegen nun getrennt vom eigentlichen Smartphone [8] auf dem Tisch – wow. Vor allem im Vergleich zu der windigen Plastik-Konstruktion des Samsung Galaxy S2 wirkt das hier richtig mächtig und solide – wie der Vergleich zwischen Werkzeug vom Fachmann und Discounter-Sets.

Von hinten betrachtet, ist das Sensation in drei Bereiche unterteilt. Oben und unten besteht es aus gummiertem Kunststoff, hinter dem sich die Antennen verbergen. In der Mitte entdecken wir solides Metall. Zum Zusammenbauen des Handys schieben wir es mit der Oberseite voran in den Akkudeckel, bis Kamera, Lautsprecher & Co. ihren Platz unterm Metall gefunden haben. Dann drücken wir die Elektronik nach unten, bis sie solide hörbar einrastet. Das gefällt uns wirklich gut, wirkt top solide – und dürfte auch das Austauschen von durch Stürze beschädigte Gehäuse vereinfachen. Ob der Preis dafür ein perfektes Sammelfach für Staub und Dreck ist, müssen wir erst noch im Praxiseinsatz herausfinden. Bis jetzt sieht es nicht so aus.

Ausstattung

Eigentlich haben wir ja schon einen Blick unter die Haube geworfen, aber jetzt geht’s um die Details. Und die können sich sehen lassen. Ganz wichtig: Das 4,3 Zoll große Display löst nun nicht mehr die seit inzwischen zwei Jahren bei eigentlich allen Oberklasse-Smartphones übliche Auflösung von um die 800 mal 480 Pixel auf, die bis dato nur Sony Ericsson [9] geringfügig und das iPhone [4] deutlich überschritten haben. Aber jetzt gibt’s endlich einen Ausreißer unter den Androiden, denn das neue HTC schafft qHD-Auflösung. Sprich, Quarter-HD, also 960 mal 540 Pixel. Das ist immer noch weniger als das iPhone 4 (960 mal 640 Pixel), aber dennoch freuen wir uns über diesen Schritt nach vorne.

Allerdings: Das Bessere ist des guten Feind. Und auch wenn die Anzeige an sich einen wirklich hervorragenden Eindruck hinterlässt, muss sie im direkten Vergleich zum Super-AMOLED-Plus-Display des Samsung Galaxy S2 definitiv Federn lassen. Kontrast, Blickwinkel, Farbbrillanz? Nett, aber keine Chance gegen das Samsung – auch wenn das mit den üblichen 800 mal 480 Pixeln eine niedrigere Auflösung hat.

Die zweite, große Neuerung ist der Dual-Core-Prozessor, der nun auch bei HTC einziehen darf. Dass das nicht schon beim Mobile World Congress [2]passiert ist, war damals fast enttäuschend. Aber letztlich ist derzeit auch erst ein einziges der dort angekündigten Smartphones mit Doppelkern-CPU erhältlich. Dafür setzen die Taiwaner nun noch eins drauf. Der Snapdragon-Chip im Inneren werkelt mit 1,2 GHz pro Kern – und ist damit auf dem Datenblatt flotter als die CPU des LG [10] Optimus Speed (1,0 GHz) und auf dem gleichen Niveau wie die des Samsung Galaxy S2. Und in der Praxis? Dazu kommen wir später.

Dazu gibt es 768 MByte RAM. Kein Rekord, aber derzeit durchaus ausreichend. Außerdem sind 4 GByte ROM integriert, von denen 3 GByte für System und Apps reserviert sind. Das zusätzliche Gigabyte steht dem Nutzer freundlicherweise als „interne SD-Karte“ zur Verfügung. Er kann hier also Bilder, Fotos oder Dokumente ablegen. Zusätzlich gibt es natürlich einen microSD-Speicherkartenslot unterm Akkudeckel, der bis zu 32 GByte große Karten aufnimmt.

Die Kommunikation mit der Außenwelt erfolgt über Quad-Band-GSM, HSPA, Bluetooth 3.0 und WLAN nach dem aktuellen n-Standard. Natürlich sind auch GPS und die üblichen Sensoren für Helligkeit, Annäherung und Beschleunigung sowie ein Kompass integriert.

Der rückseitigen Kamera stehen gleich zwei Foto-LEDs zur Verfügung. Sie nimmt Bilder mit einer Auflösung von 8 Megapixeln und Videos in Full-HD auf. Die frontseitige Digicam schafft dafür nur VGA-Auflösung, also 0,3 Megapixel. Das reicht problemlos für Videotelefonate und die sogenannte Spiegelfunktion aus, bei der der Nutzer sich selbst im Display betrachtet. Für Selbstporträts auf Facebook reicht die geringe Pixelzahl gerade noch so aus, für alles weitere muss man das Smartphone umdrehen – und den kleinen Auslöserbutton auf dem Touchscreen-Display treffen.

Apropos, der kapazitiv arbeitende Touchscreen erkennt bis zu vier Finger gleichzeitig und eignet sich damit auch für anspruchsvollere Aufgaben. Manches Konkurrenz-Smartphone erkennt aber noch mehr Finger.

Ein kleines weiteres Highlight hat sich übrigens noch versteckt: Die Micro-USB-Buchse auf der Seite des Sensation wird mit einem optionalen Adapter zum HDMI-Ausgang. Darüber verbindet sich das Smartphone dann mit einem Fernseher oder Monitor – und soll Videos sogar in Full-HD-Auflösung ausgeben können. Mangels Adapter konnten wir das aber noch nicht testen. Und auch Käufer des Smartphones müssen den Zwischenstecker zusätzlich erwerben. Er soll um die 35 Euro kosten.

Software

Auf dem Sensation läuft Android [11] in der aktuellen Version 2.3. Dazu gesellt sich das Sense-Interface in der nagelneuen Ausführung 3.0. Die haben wir bislang nur auf dem HTC-Tablet Flyer [12] gesehen, aber noch auf keinem anderen Smartphone. So gibt es den neuen Lock-Screen, auf dem der Nutzer Verknüpfungen zu vier häufig genutzten Apps ablegen kann, um sie ohne Umwege zu starten. Und die sieben anpassbaren Home-Screens blättern jetzt im 3D-Look.

Wie beim Desire S [13] scrollt der Launcher – also das Menü, in dem alle installierten Apps auftauchen – nicht mehr frei, sondern seitenweise. Beim Wischen durch die Apps rutscht man also immer eine komplette Seite, und damit 24 Icons, nach unten. Das ist gewöhnungsbedürftig, aber immerhin lassen sich jetzt häufig benutzte Anwendungen gruppieren. Wir würden dennoch gerne wieder zum freien Scrollen zurückschalten, aber das geht leider nicht.

Neu sind zusätzliche Services von HTC, darunter eine Video-on-Demand-Bibliothek namens Watch, die Zugriff auf Spielfilme ermöglichen soll. Auf unserem Testgerät gibt es aber bislang nur eine Demo zu sehen, die ein paar ausgewählte Filme in einer hübschen Cover-Flow-Ansicht darstellt und auf Fingertipp den Trailer abspielt. Der Dienst soll im Juni starten – und anfangs circa 600 aktuelle Filme in Full-HD-Auflösung bereithalten. Das sagt zumindest HTC. Wir werden den Streaming-Service testen, sobald er verfügbar ist.

Wie gehabt gibt es die bekannten HTC-Zusatzleistungen, darunter etwa den Kartendienst Locations, der das Herunterladen und lokale Speichern von Kartenmaterial aus quasi allen Ländern kostenlos ermöglicht und gegen eine geringe Gebühr zum vollwertigen Navi mutiert.

Viele der übrigen Tuning-Maßnahmen der Oberfläche im Vergleich zum Android-Standard und vielen Konkurrenten sind schon von den Smartphones bekannt, darunter etwa die große Auswahl an Widgets oder Integration von Social Networks wie Facebook und Twitter.

Wer sich näher für das User-Interface Sense 3.0 des HTC Sensation interessiert, findet im folgenden eine ausführliche Screenshot-Galerie. Insgesamt steht nach unserem Test wieder fest, dass HTC derzeit einfach die attraktivste und umfangreichste Oberfläche mit den meisten Zusatzfunktionen mitliefert. Wer Wert darauf legt und nicht selbst Hand anlegen möchte, um ein Standard-Android oder die im Vergleich nicht so hübschen Anpassungen von beispielsweise Samsung oder LG mit alternativen Launchern oder Widgets aus dem Market aufzupeppen, sollte hier zuschlagen.

Ob HTC das gestern angekündigte Versprechen, Smartphones künftig ohne gesperrten Bootloader auszuliefern, um das Installieren von alternativen ROMs und Firmware-Versionen zu ermöglichen, schon beim Sensation einlöst, konnte uns das Unternehmen heute noch nicht bestätigen. Zumindest bei unserem Testgerät mit finaler Software erscheint im Bootloader allerdings die Meldung S-OFF. Das ist die Abkürzung für Security Off und damit ein Freibrief für Bastler. Das Radio ROM ist allerdings geschützt.

Leistung

Anwendungen starten flott und ohne Gedenksekunden, Zoomen und Scrollen erfolgt quasi ruckelfrei. So muss das sein, und auch das gelegentliche Hakeln, das der Prototyp vor knapp einem Monat noch an den Tag gelegt hat, ist inzwischen verschwunden. Umfangreichere Webseiten bringen den Browser beim flotten Scrollen allerdings immer noch gelegentlich zum Hakeln. Das klappt beim Samsung etwas besser, obwohl sich die Daten auf dem Papier so toll lesen und dem Galaxy S2 in Nichts nachstehen.

Es wird also Zeit, die Benchmarks auszupacken. Und hier wird klar: Trotz Dual-Core-Prozessoren mit jeweils 1,2 GHz liegen große Unterschiede zwischen HTC und Samsung. Das Sensation erreicht im Android-Testprogramm Quadrant knapp 2000 Punkte. Nicht schlecht, aber das Samsung fährt mit knapp 3300 Punkten in einer ganz anderen Liga – und das, obwohl der Benchmark noch nicht einmal optimiert ist auf die Benutzung zweier Rechenkerne. Allein die Speicher-Zugriffe sind demnach beim Samsung mehr als doppelt so schnell, die Berechnung von 2D-Grafiken ist sogar um Faktor drei flotter. Zugegeben: Derzeit nutzt kaum eine App oder ein Spiel die gegebene Leistung dieser Boliden aus. Und in der Praxis merkt man – abgesehen von minimalen Rucklern auf umfangreichen Webseiten – kaum einen Unterschied. Aber wer Wert darauf legt, das flotteste Smartphone in der Hosentasche zu haben, oder plant, das Gerät über Jahre hinweg zu nutzen, wird in diesem Punkt mit dem Galaxy S2 besser fahren.

Positives berichten können wir vom Lautsprecher. Eine der typischen HTC-Schwächen scheint endlich behoben zu sein. Während wir beim Prototypen des Sensation noch nicht von der Box überzeugt haben, kann sich das Seriengerät durchaus sehen lassen. Klar, wie gehabt mangelt es an Bass – aber solange Smartphones eben klein und dünn sein sollen, geht das wohl nicht besser. Dafür ist das Sensation jetzt angenehm laut und kann auch mal eine Gruppe mit Youtube-Sound beschallen.

Auch die Kamera ist im Vergleich zu früheren HTC-Androiden ein Schritt nach vorne. Aber trotz der hohen Auflösung und dem Doppel-LED-Blitz gehört sie noch nicht zu den besten Handy-Cams. Es mangelt einfach an Detailauflösung, und dafür gibt es schon viel zu früh störendes Farbrauschen im Bild. Und nicht zuletzt könnten auch die Farben kräftiger sein.

Das Display hinterlässt einen besseren Eindruck. Es kann zwar mit dem Wow-Effekt, den Samsung mit seinen Super-AMOLED-Anzeigen hinbekommt, um Längen nicht mithalten. Das liegt vor allem am Kontrast, der hier deutlich niedriger ausfällt, und an den weniger kräftig leuchtenden Farben. Dafür gibt es beim LCD aber keinen Farbstich und vor allem feine Details wirken deutlich schärfer.

Der Akku hat eine Kapazität von 1520 mAh und ist damit auch nur durchschnittlich leistungsstark. In der Praxis hängt die tatsächliche Akkulaufzeit aber ohnehin extrem von der tatsächlichen Nutzung ab. Wir sind mit einer Akkuladung bei intensiver, aber nicht exzessiver Akkunutzung über einen Tag gekommen – abends auf dem Sofa schreit das Gerät dann aber nach dem Ladestecker.

Zubehör

Auch, wenn HTC das noch nicht offiziell bestätigt hat – aber es wird wohl eine hübsche Auswahl an attraktiven Gadgets für das Sensation geben. Dazu gehört natürlich der bereits erwähnte HDMI-Adapter. Aber die Tatsache, dass es eine App namens Dock gibt, spricht stark für weitere Extras. Die Dock-Anwendung zeigt die Uhrzeit und anstehende Termine. Und sie lässt sich per Fingertipp in einen Ruhemodus mit stark reduzierter Display-Helligkeit bringen. Das riecht förmlich nach einem Nachttisch-Dock, das aus dem Handy beim Schlafen einen komfortablen Wecker macht.

Und in Anbetracht der Tatsache, dass demnächst der Streaming-Dienst Watch startet, tippen wir auch auf ein optionales Dock fürs Heimkino – mit HDMI-Anschluss, versteht sich.

Fazit

Das Sensation gefällt uns außerordentlich gut. Im Vergleich zur Konkurrenz aus Korea, also Samsung Galaxy S2 [5] und LG Optimus Speed [15], punktet es vor allem mit seinem erstklassigen User-Interface und den tollen Services wie Locations sowie mit einem deutlich hochwertigeren Look-and-Feel dank Unibody-Metallgehäuse. Dafür wiegt es natürlich deutlich mehr.

Aber während vor allem Gewicht und Optik noch Geschmackssache sind, muss das HTC Sensation Im direkten Vergleich zum Galaxy S2 vor allem beim Display, bei der Kamera und bei der tatsächlichen Rechenleistung Federn lassen. Unterm Strich bleibt das neue Flaggschiff aus Taiwan damit zwar eines der besten Smartphones, die man derzeit kaufen kann. Aber speziell Freunde von Multimedia-Anwendungen sollten sich das Konkurrenzmodell ganz genau ansehen. Einen Eindruck verschafft unser ausführlicher Testbericht zum Samsung Galaxy S2 [5].

In der kommenden Woche werden wir noch einen ausführlichen Vergleich zwischen den beiden Smartphones veröffentlichen.

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

URL zum Artikel: https://www.cnet.de/41552533/schon-im-test-htc-sensation-mit-dual-core-cpu-sense-und-qhd-display-update/

URLs in this post:

[1] HTC: http://www.cnet.de/unternehmen/htc/

[2] MWC: http://www.cnet.de/themen/mwc/

[3] Samsung: http://www.cnet.de/unternehmen/samsung/

[4] iPhone 4: https://www.cnet.de/tests/handy/41533866/ausfuehrlicher_testbericht_das_neue_iphone_4_ist_da.htm

[5] Galaxy S2: https://www.cnet.de/tests/handy/41553228/testbericht/ausfuehrlicher_testbericht_samsung_galaxy_s2_i9100_mit_super_amoled_plus_display_und_dual_core_cpu.htm

[6] Desire HD: https://www.cnet.de/tests/handy/41539666/htc_desire_hd_im_test_gigantisch_gross__tolle_software__wenig_schwaechen.htm

[7] Incredible S: https://www.cnet.de/tests/handy/41550427/schon_im_test_android_smartphone_htc_incredible_s_mit_8_megapixel_kamera.htm

[8] Smartphone: http://www.cnet.de/themen/smartphone/

[9] Sony Ericsson: https://www.cnet.de/tests/handy/41551462/sony_ericsson_xperia_arc_im_test_android_smartphone_mit_guter_kamera.htm

[10] LG: http://www.cnet.de/unternehmen/lg/

[11] Android: http://www.cnet.de/themen/android/

[12] HTC-Tablet Flyer: https://www.cnet.de/tests/handy/41553001/testbericht/htc_flyer_im_test_android_tablet_mit_stifteingabe.htm

[13] Desire S: https://www.cnet.de/tests/handy/41549823/schon_im_test_htc_desire_s_perfekter_formfaktor__gute_software.htm

[14] Screenshots: HTC Sense 3.0 - das User-Interface auf dem Sensation: https://www.cnet.de/41552575/screenshots-htc-sense-3-0-das-user-interface-auf-dem-sensation/?pid=1#sid=41552533

[15] LG Optimus Speed: https://www.cnet.de/tests/handy/41548646/lg_optimus_speed_pu990__2x__im_test_erstes_android_handy_mit_dual_core_prozessor.htm