Der 3,0 Zoll große und mit 320 mal 240 Pixeln recht niedrig auflösende Touchscreen dominiert die Rückseite. Leider ist das Display unter direkter Sonneneinstrahlung nicht gut ablesbar. Bei schönem Wetter muss man also häufiger mal blind knipsen und schneidet dann möglicherweise versehentlich der ganzen Urlaubs-Truppe die Köpfe ab. Mit verantwortlich für die schlechte Ablesbarkeit ist wohl auch die resistive Touchscreen-Folie, die über dem Display liegt und mit ihrer wabbeligen Haptik den Qualitätseindruck nicht gerade steigert.

Aber genau dafür gibt’s ja dann Samsungs mit AMOLED-Displays ausstaffierte Handys Galaxy S und Galaxy S2, deren Bildschirme sich auch gegen die Mittagssonne am Äquator noch recht wacker schlagen dürften. Zu den Handys aber später mehr. Immerhin: Bei wenig Umgebungslicht gefällt der Bildschirm der SH100 mit schönen Farben. Rechts unten neben dem Display befindet sich eine mit einem Häuschen markierte Taste, die das fingerfreundliche Hauptmenü auf den Schirm bringt.

Auf der rechten Seite des Gehäuses sitzt eine kleine Plastikabdeckung, hinter der sich der kombinierte USB-AV-Anschluss versteckt, über den sich die Kamera auch aufladen lässt. Ein USB-Kabel inklusive Netzadapter ist im Lieferumfang enthalten, eine Strippe zur Nutzung des Videoausgangs fehlt leider. Auf der Unterseite des Gehäuses bringt Samsung eine Klappe unter, die das Akkufach und den microSD-Speicherkartenleser beherbergt. Richtig gelesen, microSD. Samsung setzt wohl aus Platzgründen auf die winzigen Speicherkarten, die leider nur allzu leicht verloren gehen. Unser Tipp: Möglichst große Karte kaufen und niemals wechseln. Ein Speichermedium ist im Lieferumfang leider ebensowenig enthalten wie ein Ladegerät, mit dem sich der Stromspeicher außerhalb der Kamera betanken ließe. Dafür gibt’s immerhin einen Stylus für den resistiven Touchscreen.

Ausstattung

Bei der fotografischen Ausstattung hat die Samsung SH100 keine Überraschungen zu bieten. Das Objektiv bietet einen fünffachen optischen Zoom, der mit einem Brennweitenbereich von 26 bis 130 Millimeter im Kleinbildäquivalent für diese Preisklasse erfreulich panoramatauglich daherkommt. Die maximalen Lichtstärken von F3,3 im Weitwinkel und F5,9 im Telebereich sind durchschnittlich. Hinter dem Objektiv sitzt ein 1/2,3-Zoll-CCD-Sensor mit einer Auflösung von 14 Megapixeln. Negativ fällt auf, dass weder Optik noch Sensor über einen Bildstabilisator verfügen. Die Kamera wirkt Verwacklungen ausschließlich digital entgegen – und das funktioniert leider deutlich weniger effektiv als die mechanischen oder optischen Lösungen. Bei einer unverbindlichen Preisempfehlung von 200 Euro hätten wir etwas mehr erwartet. Aber gut, es geht ja etliches an Geld für die WLAN-Spielereien drauf.

Hersteller Samsung
Modell SH100
Preis 190 Euro
Bildsensor 1/2,3-Zoll-CCD
Auflösung 14 Megapixel
Optischer Zoom 5-fach
Brennweitenbereich 26 – 130 mm
Lichtstärke F3,3 – F5,9
Belichtungszeiten 1/2000 – 8 s
Bildstabilisator nur digital
Empfindlichkeiten ISO 80 – 3200
Max. Fotoauflösung 4320 x 3240 Pixel
Max. Videoauflösung 1280 x 720 Pixel @ 30 fps
Dateiformate JPEG (Foto), H.264 (Video)
Manuelle Einstellungen P
Display 3,0 Zoll, 230.000 Pixel (320 x 240)
Sucher nein
Zubehörschuh nein
Speichermedien microSD, microSDHC, microSDXC
Stromversorgung Lithium-Ionen-Akku
Akkulaufzeit (CIPA) k. A.
Anschlüsse USB, AV
Mikrofon Mono
Abmessungen 9,3 x 5,4 x 1,9 cm
Gewicht (mit Akku und SD-Karte) 110 g
Besonderheiten WLAN, DLNA, Handy-Steuerung

Wobei diese „Spielereien“ ganz schön interessant sind. Die Funktion Auto-Backup überträgt Aufnahmen drahtlos auf den Computer. Wobei der Teil „Auto“ in „Auto-Backup“ etwas irreführend ist, denn die Kamera sichert die Daten nämlich nicht selbsttätig, sondern erst, wenn der Nutzer auf der Digicam den Vorgang startet. Der Ziel-PC muss natürlich über das WLAN, in das sich die Kamera verbindet, erreichbar sein und außerdem die entsprechende Software installiert haben. Verbindet man die Kamera mit dem Rechner, startet sich Samsungs Intelli-Studio-Programm und fragt, ob man die Backup-Lösung installieren möchte. Ein Mausklick auf „Ja“ öffnet den Download-Link im Browser. Die Installation und die Einrichtung geht binnen zwei Minuten vonstatten. Anschließend trennen wir die Digicam vom PC, sind binnen 30 Sekunden mit dem WLAN verbunden, und drei Klicks später trudeln die Fotos in den am Computer vorher konfigurierten Ordnern ein. Auf Wunsch fährt das PC-Auto-Backup-Programm den Computer nach erfolgter Datenübertragung herunter – mehr Optionen gibt es leider nicht. Die Eye-Fi-SD-Speicherkarten mit integriertem WLAN-Modul beziehungsweise deren Software bietet hier mehr Möglichkeiten.

Startet man den Kopier-Vorgang auf der Kamera (links), öffnet sich auf dem Rechner ebenfalls ein Fenster, das den Fortschritt anzeigt (rechts).
Startet man den Kopier-Vorgang auf der Kamera (links), öffnet sich auf dem Rechner ebenfalls ein Fenster, das den Fortschritt anzeigt (rechts).

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