Leistung

Die Sony Cyber-shot DSC-H70 ist langsam. Bis nach dem Einschalten das erste Foto im Kasten ist, dauert es 2,2 Sekunden. Zwischen jeder weiteren Aufnahme genehmigt sich die Digicam eine quälend lange Verschnaufpause von 4,1 Sekunden. Mit zugeschaltetem Blitz verschlechtert sich der Wert auf 4,8 Sekunden.

Bei guten Lichtverhältnissen benötigt die Kamera 0,5 Sekunden, um auf das Motiv scharfzustellen und das Bild einzufangen. Im Zwielicht verschlechtert sich die Auslöseverzögerung auf 0,7 Sekunden. Der Serienbildmodus schießt 1,7 Fotos pro Sekunde, nach dem dritten Bild ist jedoch bereits Schluss. Für actionreiche Motive wie herumspringende Kinder oder Haustiere ist die Kamera damit einfach zu langsam. Mit etwas Glück fängt die H70 zwar sicherlich auch hin und wieder einen gelungenen Action-Schnappschuss ein, doch die Tatsache, dass im Drei-Foto-Serienbildmodus der Bildschirm auch noch schwarz wird, hilft nicht unbedingt weiter.

Auf der rechten Seite der Kamera befindet sich eine Öse für die mitgelieferte Trageschlaufe.
Auf der rechten Seite der Kamera befindet sich eine Öse für die mitgelieferte Trageschlaufe.

Bildqualität

Die Bildqualität der H70 ist für diese Kameraklasse sehr gut bis exzellent. Wie alle Kompaktkameras gerät die Cyber-shot jedoch bei hohen ISO-Empfindlichkeiten ins Wanken. Mit ISO 80 und 100 gelingen die Aufnahmen scharf, weisen sehr viele feine Details auf und überzeugen mit wenig Rauschen. Bei ISO 200 verlieren die Fotos ein wenig an Feinheiten und Schärfe, was sich bei ISO 400 weiter verstärkt. Zudem ist hier ein zunehmendes Rauschen in dunklen Bildbereichen sichtbar. Die Störungen machen sich jedoch nur bei stark vergrößerter Betrachtung bemerkbar. Wer die Fotos im 10×15-Format zu Papier bringt, erhält hier nach wie vor hervorragende Ergebnisse.

Bei ISO 800 und 1600 sorgt die Rauschunterdrückung der Kamera für zahlreiche Artefakte und lässt die Aufnahmen wie gemalt wirken. Wer keine besonders hohen Ansprüche an die Bildqualität stellt, wird mit den 10×15-Abzügen hier immer noch zufrieden sein. ISO 3200 eignet sich nur noch für Notfälle.

Im Weitwinkel hat Sony die Verzeichnung sehr gut im Griff: Weder im Weitwinkel noch im Telebereich treten nennenswerte Verzerrungen auf. An Übergängen mit hohen Kontrasten treten erfreulich wenige und schwache Farbsäume auf, die sich nur bei stark vergrößerter Betrachtung auf dem Monitor bemerkbar machen. Die Abbildungsleistung des Objektivs nimmt zu den Bildkanten und -ecken hin etwas ab.

Die Sony Cyber-shot DSC-H70 bietet eine hervorragende Farbwiedergabe. Blau- und Rottöne liegen zwar etwas daneben, doch alles in allem gelingen die Bilder strahlend und lebendig. Erfreulich ist auch, dass die Farben bis einschließlich ISO 800 konsistent bleiben. Bei höheren Empfindlichkeiten wirken die Aufnahmen etwas ausgewaschen. Belichtungsautomatik und Weißabgleich liefern zuverlässig gute Ergebnisse.

Im Videomodus fängt die H70 1280 mal 720 Pixel und Mono-Klang ein. Der optische Zoom funktioniert während der Aufnahme. Die Videoqualität bewegt sich auf einem Niveau mit einfachen HD-Pocket-Camcordern und reicht damit für YouTube & Co. sowie für die gelegentliche Betrachtung auf dem HD-Fernseher aus. Schnell bewegte Motive oder ruckartige Kameraschwenks sorgen allerdings für ein merkliches Ruckeln. Dieses Problem lässt sich jedoch bei den allermeisten Kompaktkameras beobachten.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Sony Cyber-shot DSC-H70 im Test: langsamer Zehnfach-Zoomer mit guter Bildqualität

  • Am 3. Juni 2011 um 02:20 von Jay

    Übersetzung
    Ihr übersetzt die Test der englischen Seite ja bloß.
    Ich dachte schon, Ihr macht eigene Tests und Erfahrungen.

    • Am 8. Juni 2011 um 19:34 von Stefan Möllenhoff

      AW: Übersetzung
      Hallo Jay,

      wenn unsere Kollegen aus dem Ausland schneller an Testgeräte kommen als wir, dann wollen wir die Testergebnisse unseren Lesern nicht vorenthalten. Wir testen aber auch selbst und machen unsere eigenen Erfahrungen 😉

      Beste Grüße,
      Stefan Möllenhoff, CNET.de

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