Ausführlicher Testbericht: Samsung Galaxy S2 i9100 mit Super-AMOLED-Plus-Display und Dual-Core-CPU

von Daniel Schraeder am , 19:30 Uhr

Pro
  • extrem schnell
  • gute Kamera
  • hervorragendes Display
  • flach und leicht
  • reagiert gut
Con
  • ziemlich eckig
  • Materialauswahl könnte noch hochwertiger sein
  • wird im Einsatz ziemlich warm
  • User-Interface nicht auf dem Niveau von Sony Ericsson oder HTC
Hersteller: Samsung Listenpreis:
ZDNet TESTURTEIL: EXZELLENT 9,0 von 10 Punkte
Fazit:

Das Galaxy S2 ist ein neuer Stern am Android-Himmel - und gehört derzeit zu den besten Smartphones überhaupt. Vor allem Display, Kamera und die flache Bauhöhe überzeugen. Bei der Software hat Samsung ordentlich nachgelegt, ist aber immer noch nicht ganz auf dem Niveau seiner Konkurrenten.

Auf dem Mobile World Congress im Februar hat Samsung sein neues Android-Flaggschiff vorgestellt. Inzwischen ist das Gerät verfügbar – und überzeugt mit tollem Display und hervorragender Kamera. Wie es sich ansonsten schlägt, verrät der ausführliche Testbericht.

Zugegeben: Als wir einen frühen Prototypen des Galaxy S2 in Barcelona zum ersten Mal in die Finger nehmen konnten, waren wir etwas enttäuscht. Nicht, weil das Gerät schlecht gewesen wäre – sondern schlicht, weil wir viel mehr erwartet haben. Unterm Strich gehört dieses Smartphone [1] aber dennoch zu den besten seiner Klasse. Auch, wenn die Display-Auflösung im Vergleich zum Vorgänger nicht gewachsen ist und das im Vorhinein vermutete Metallgehäuse dann doch wieder dem Plastik weichen musste.

Beim Blick auf das finale Gerät hingegen sind wir durchaus begeistert. Der Kunststoff auf der Rückseite ist dem Vorgänger und den Prototypen deutlich überlegen, sieht besser aus und fühlt sich besser an. Und auch Display, Kamera & Co. hinterlassen einen hervorragenden Eindruck. Aber alles der Reihe nach.

Design

Von oben betrachtet unterscheidet sich das neue Modell nur marginal von seinem Vorgänger – es wirkt allerdings deutlich eckiger. Wie gehabt ist die Oberseite, abgesehen von einem dünnen Rahmen aus glänzendem, anthrazitfarben lackierten Kunststoff, vollständig von einer Glasscheibe überzogen. Oben in der Mitte prangt der Samsung [2]-Schriftzug, unten gibt es übergangslos die drei bekannten Tasten. Der Home-Button ist ein mechanischer, rechteckiger Knopf aus Kunststoff, der seinen Platz in einer Aussparung im Glas gefunden hat. Links und rechts davon haben die Entwickler, wie schon beim ersten Galaxy S, zwei Soft-Touch-Tasten platziert – für Kontextmenü und Zurück. Solange die Beleuchtung der berührungsempfindlichen Bereiche unterhalb des Displays nicht aktiv ist, kann man ihre Funktion nur erahnen. Aber dafür lässt sich in den Anzeige-Einstellungen festlegen, wann und wie lang die Symbole erhellt sein sollen – beispielsweise dauerhaft oder nur im Dunkeln. Einen Trackball oder einen optischen Sensor, der diese Funktion übernimmt, gibt es nicht.

Auch an den Seiten des Smartphones gibt es nicht viele Elemente. Damit wirkt das Gerät aufgeräumt und weniger zerklüftet als einige seiner Mitbewerber. Samsung-typisch hat der Ein-Aus-Lock-Taster seine Position auf der rechten Seite im oberen Bereich gefunden. Unten entdecken wir ein kleines Loch, hinter dem sich das Mikrofon versteckt, sowie die Aussparung für die Micro-USB-Buchse. Im Gegensatz zum Vorgänger ist sie nicht mehr von einem Schieber geschützt, der Dreck und Staub draußen hält – aber bei anderen Herstellern klappt das ja auch ohne. Links sitzen der obligatorische Wippschalter zur Regelung der Lautstärke und oben die 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse zum Anschluss des Headsets und von Standard-Kopfhörern. 

Die Rückseite besteht zum größten Teil aus dem abnehmbaren Akkudeckel aus recht dünnem Kunststoff, der stark strukturiert ist. Damit liegt das Gerät griffiger in der Hand als sein Vorgänger und fühlt sich auch besser an. Außerdem gibt es dank des aufgerauten, matten Materials keine Angriffsfläche mehr für hässliche Fettfinger-Abdrücke – das ist also schon mal ein großer Schritt nach vorne. Unserer Meinung nach wirken die Glasrückseite des iPhone 4 oder die Unibody-Alugehäuse vieler HTC [3]-Smartphones respektive der gummierte Kunststoff bei HTC-Akkudeckeln aber immer noch hochwertiger. Dieser Eindruck verstärkt sich noch beim Abnehmen der Klappe, denn sie ist so dünn, dass sie fast schon wabbelig wirkt, wenn sie nicht eingerastet ist. Aber das ist wohl der Preis für ein geringeres Gewicht und ein dünneres Design im Vergleich zur Konkurrenz. Das Galaxy S2 baut 8,5 Millimeter in die Höhe und bringt 116 Gramm auf die Waage, das iPhone 4 bringt es auf 9,3 Millimeter und 137 Gramm. Und: Stabil scheint das Samsung dennoch zu sein.

Die Wölbung im unteren Bereich der Rückseite, die wir zum ersten Mal beim ersten Galaxy S und später auch beim Nexus S von Samsung gesehen haben, gibt es auch hier. Allerdings fällt sie deutlich schwächer aus als bei den anderen Geräten. Im oberen Bereich der Rückseite hat die Kamera ihren Platz gefunden. Sie nimmt Fotos mit einer maximalen Auflösung von 8 Megapixeln auf und hat eine Foto-LED, die Aufnahmen in dunkleren Umgebungen ermöglichen soll.

Ausstattung

Das wohl wichtigste Merkmal ist das Super-AMOLED-Plus-Display. Es misst 4,3 Zoll in der Diagonalen und löst 800 mal 480 Pixel auf. Damit überragt es die Anzeige seines Vorgängers um 0,3 Zoll – und ist insgesamt schon fast kein Handy-Display mehr, sondern ein Netbook-Bildschirm. Freunde kleiner Smartphones werden hier natürlich nicht glücklich, aber wer genügend Freiraum in seiner Hosen- oder Handtasche schaffen kann, sieht Bilder, Youtube-Clips, Webseiten & Co. richtig groß. Und: Trotz der größeren Anzeige ist das Gerät selbst nur minimal größer als sein Vorgänger.

Dass bei größerer Display-Diagonale und gleichbleibender Pixelzahl die Schärfe auf der Strecke bleibt, ist mehr ein theoretisches denn ein praktisches Problem. Natürlich hat das Galaxy S2 weniger Pixel pro Quadratzentimeter als sein Vorgänger oder das iPhone 4. Dennoch bemerken wir nirgendwo die typischen Darstellungsprobleme, wenn die Auflösung zu gering wird – also Treppeneffekte bei schiefen Ebenen oder Buchstaben. Solange man das neue Samsung-Flaggschiff nicht direkt neben ein aktuelles iPhone legt, wird man also keine Pixel vermissen. Und: Tatsächlich ist die Anzahl der Bildpunkte trotzdem in die Höhe gegangen. Bislang setzten AMOLED- und Super-AMOLED-Panels nämlich auf die sogenannte PenTile-Matrix. Die neue Technik mit dem Plus im Namen hingegen darf auf RGB zurückgreifen. Auf Deutsch: Jedes Pixel ist in der Lage, jede Farbe über die komplette Fläche darzustellen. Und damit verschwinden die angefressen wirkenden Übergänge etwa von Buchstaben zu weißem Hintergrund.

Die Brillanz der Super-AMOLED-Anzeigen gibt es auch hier. Heißt: knallige Farben, perfekte Schwarzwerte und maximale Blickwinkel, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Obwohl das schon fast untertrieben ist. Wer so ein Display noch nie gesehen hat, bei dem brennt sich förmlich ein Grinsen im Gesicht ein. Wer aber bereits von einem Galaxy S der ersten Generation verwöhnt ist, muss sich schon etwas anstrengen, um eine Verbesserung von Super-AMOLED-Plus zu sehen. Technisch gesehen ist – zusatzlich zu der um ein Drittel angestiegenen Zahl der Subpixel – wieder eine weitere Schicht zwischen dem eigentlichen Panel und der Touchscreen-Scheibe verloren gegangen. Die Anzeige wandert also noch näher an den Nutzer. In der Praxis bemerken wir davon aber keine großartigen Auswirkungen. Das soll auf keinen Fall heißen, dass das Display schlecht wäre. Ganz im Gegenteil, das Display des Galaxy S2 gehört zu den besten, die man derzeit in einem Smartphone haben kann. Aber wer nochmal eine gigantische Verbesserung erwartet hat, wie sie etwa der Sprung von AMOLED auf Super-AMOLED gebracht hat, dürfte enttäuscht sein. Und man sollte bedenken, dass die so brillante Darstellungstechnik auch Nachteile hat – so ist der leichte Blaustich geblieben. Wer sich davon selbst ein Bild machen möchte, kann das beispielsweise mit der App LCD Test [4] aus dem Android [5] Market, das unter anderem eine vollkommen weiße Fläche in voller Helligkeit darstellt. Legt man das Gerät direkt neben einen aktuellen Androiden mit LC-Display, wird der leichte Farbstich sichtbar.

Das nächste Highlight des Samsungs ist sein Prozessor. Im Inneren werkelt ein Dual-Core-Chip mit 1,2 GHz pro Kern – und damit ist das Galaxy S2 nach Datenblatt mit das schnellste Smartphone überhaupt. Ansonsten hat nur das in der letzten Woche vorgestellte HTC Sensation eine ähnlich flotte CPU – ein finales Testgerät des Sensation erwarten wir Anfang nächster Woche. In der Praxis heißt der schnelle Chip vor allem extrem schnelle Reaktionen, superflüssiges Scrollen und flinke Programmstarts. Derzeit gibt es noch keine Apps, die die zusätzliche Leistung wirklich ausreizen – doch mit der zunehmenden Anzahl an Dual-Core-Androiden werden die nicht lang auf sich warten lassen. Und spätestens, wenn dann ein neues Kult-Spiel nicht mehr auf Single-Core-Geräten läuft, muss ein Zweikerner her. Allerdings wird auch die finale Version des Galaxy S2 noch ziemlich warm im harten Alltagseinsatz.

Mit verantwortlich für die flotten Reaktionen ist übrigens noch der 1 GByte große Arbeitsspeicher. Außerdem gibt es 16 GByte internen Speicher und zusätzlich einen Slot für microSD-Speicherkarten. Danke, Samsung, dass ihr den Slot hier verbaut – das Nexus S hat nämlich keinen solchen Einschub. Der interne Speicher ist übrigens Android-typisch aufgeteilt. Knapp 12 GByte stehen für Nutzerdaten zur Verfügung, also für Fotos, Videos, Musik & Co. Der Rest ist für das Betriebssystem und die Apps reserviert. Bei Auslieferung kann der Nutzer knapp 1,9 GByte Programme nachinstallieren – das sollte auch App-Junkies problemlos ausreichen.

Zur weiteren Ausstattung gehören die bereits erwähnte 8-Megapixel-Kamera samt Foto-LED auf der Rückseite, die 2-Megapixel-Kamera vorne, Bluetooth 3.0, WLAN nach 802.11n, UMTS mit HSPA und eine Handvoll der üblichen Sensoren für Annäherung und Umgebungslicht sowie Kompass und Beschleunigung.

Software

Auf dem Samsung läuft die aktuelle Android-Version 2.3 mit allen Vorzügen, die das Google [6]-Betriebssystem zu bieten hat – wie dem anpassbaren User-Interface oder dem gut gefüllten App Store namens Market, der im Gegensatz zu Apples App Store noch immer über eine beeindruckende Gratis-Quote bei Anwendungen und Spielen verfügt. 

Im Vergleich zum bekannten User-Interface von aktuellen Samsung-Androiden hat sich nicht viel getan. Es gibt einige Änderungen im Detail, darunter vor allem ein paar aufgehübschte Widgets für den Homescreen und ein paar neue Programme. Neben den üblichen Anwendungen wie dem guten Webbrowser, Google Maps, Google Mail & Co. hat Samsung eine Office-Lösung vorinstalliert, dazu einen E-Book-Reader und ein paar weitere Schmankerl. Allerdings müssen die Koreaner aufpassen. Denn beispielsweise Sony [7] Ericsson und HTC haben mächtig Gas gegeben bei ihren Oberflächen, die einfach deutlich moderner und lebendiger wirken. Aktuell wirkt das S2 im direkten Vergleich zum HTC Sensation oder zum Xperia Arc etwas altbacken. Auch das ist sicherlich Geschmackssache, aber der Trend ist eindeutig – und festigt sich beispielsweise beim Blick auf die Social-Network-Integration, die uns bei der Konkurrenz einfach besser gefällt. Und an anderen Stellen vermissen wir ebenfalls die möglichen Feinheiten. Ein offensichtliches Beispiel ist die automatische Helligkeitsregelung des Displays, die beim Galaxy S2 nicht stufenlos, sondern ruckelnd arbeitet. Das muss einfach nicht sein. Sicherlich, das ist kein großes Problem. Aber wenn es soetwas bei Apple [8] oder HTC nicht gibt, sollte das Samsung auch können.

Der Hersteller setzt weiterhin auf seine Synchronisations-Software Kies, die wie gehabt nur für Windows zu haben ist. In der Vergangenheit hat sich das Programm vor allem aufgrund seiner vielen Fehler äußerst unbeliebt gemacht. In wie weit die aktuelle Version von Kies ein Fortschritt ist, werden wir noch ausführlich testen. Bis dahin haben wir aber schon mal eine gute Nachricht, die auch Mac-Nutzer freuen dürfte: Der Hersteller hat eine neue App namens Kies Air auf dem Galaxy S2 installiert. Wer die App startet, kann über jeden beliebigen Webbrowser im WLAN-Netzwerk auf das Smartphone zugreifen – egal, ob es sich um einen Mac oder um einen Windows-Rechner handelt. Darüber ist der Up- und Download von Fotos, Videos und Musik ebenso möglich wie das Verwalten von Browser-Bookmarks, Kontakten, Klingeltönen oder SMS-Nachrichten. Und auch ein Dateibrowser ist in das Web-Interface integriert. Das ist die Zukunft – und funktioniert im Test absolut problemlos. Da braucht es Kies schon fast nicht mehr. Und: Wer gerade kein WLAN verfügbar hat, kann über das Smartphone auch direkt ein eigenes Netzwerk aufmachen.

Auch ansonsten gibt es einige nette Extras auf der Software-Seite, darunter WiFi Direct, das Dateiübertragungen zwischen kompatiblen Smartphones unterstützt. Über WLAN läuft das Kopieren von Filmen oder Fotos deutlich schneller ab als beispielsweise über Bluetooth. Dazu gesellen sich noch ein nettes Foto-Bearbeitungsprogrämmchen, eine Videoschnittanwendung, ein E-Book-Reader und so weiter. Auf die Software-Funktionen werden wir in einer gesonderten Story eingehen.

Die Konkurrenz geht übrigens noch einen Schritt weiter. So packt HTC beispielsweise eine eigene Karten-App mit aufs Gerät, die die kostenlose Offline-Nutzung von Kartenmaterial ermöglicht – das spart beispielsweise im Urlaub gigantische Roaming-Kosten.

Leistung

Auf Anhieb können wir nur sagen: Das Galaxy S2 ist extrem flott – wobei das noch fast untertrieben ist. Das Galaxy S2 ist das schnellste Android-Smartphone, das wir bis zum Testzeitpunkt in den Fingern hatten. Selbst umfangreiche Webseiten mit großen Bildern scrollen flüssig, Apps starten flott, Ruckler gibt es so gut wie nie. Und wenn, dann sind sie nicht sonderlich auffällig. Die Benchmarks bestätigen diesen subjektiven Eindruck mit objektiven Messwerten. Im Android-Testprogramm Quadrant erreicht unser Galaxy S2 mit über 3100 Punkten ein förmlich phänomenales Ergebnis. Zum Vergleich, der erste Dual-Core-Android LG [9] Optimus Speed schaffte hier gut 2500 Punkte – und ein HTC Desire liegt mit um die 1300 Punkten weit abgeschlagen dahinter.

Der Lautsprecher kann sich durchaus sehen – beziehungsweise hören – lassen, denn das S2 schreit auf Wunsch extrem kräftig. Mit den üblichen Einschränkungen eines Handys, natürlich. Es mangelt also an Bass, denn dafür braucht’s Volumen – und somit Platz – im Gehäuse. Aber um den Freunden schnell ein Lied vorzuführen oder einer Gruppe einen Youtube-Clip, reicht es absolut aus.

Positiv überrascht hat uns auch die Kamera, die äußerst ansehnliche Fotos schießt. Wir würden schon fast behaupten, dass die Fotos des Galaxy S2 auf dem Niveau von (extrem günstigen) Einsteiger-Digicams liegen. Im Vergleich zur Durchschnittsknipse ist das natürlich immer noch nicht toll, aber im Vergleich zum großen Teil der Konkurrenz-Smartphones ein hervorragendes Ergebnis. Im Einzelnen freuen wir uns über die gute Detailwiedergabe bis in die Bildecken, über den – für ein Handy – ausgeprägten Dynamikbereich, über ein relativ farbneutrales Rauschen in dunklen Umgebungen und den hellen LED-Blitz, der für überraschend wenig Farbverfälschungen im Bild sorgt. Wer die Kritik sucht, entdeckt gelegentlich Moiree-Effekte in Fotos, sieht grüne bis rosafarbene Hautverfärbungen bei Fotos in dunklen Umgebungen ohne Blitz, vermisst ein wenig die Details bei 100-prozentiger Vergrößerung und bemerkt leichte Artefaktbildungen und Rauschen auch im Hellen. Aber wie gesagt – im Vergleich zu anderen Smartphone-Digicams ist das Galaxy S2 ganz weit vorne.

Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei Videoaufnahmen. Sie sind auf hohem Niveau, reichen aber natürlich längst nicht an die Qualität von dedizierten Videokameras heran. Für Youtube und Facebook reicht’s aber dennoch problemlos aus. Wer Full-HD, also 1920 mal 1080 Pixel, aufnimmt, muss mit Rolling-Shutter-Effekten leben, die beim schnellen Schwenken der Kamera zum Vorschein kommen. Wird die Auflösung reduziert, verringert sich dieser Effekt – und die Brennweite nimmt ab, da sich der auf dem Bildsensor ausgelesene Bereich verändert. Heißt: Full-HD-Videos wirken so, als wäre ein verhältnismäßig starker Zoom aktiv.

Der Akku des Samsung hat eine etwas überdurchschnittliche Kapazität von 1650 mAh. Aktuell ist in diesem Umfeld eine Kapazität von um die 1500 mAh üblich. Die tatsächliche Akkulaufzeit variiert stark nach der Nutzung. Wer E-Mail-Konten und Social-Network-Accounts synchronisiert, zwischendurch im Internet surft, SMS verschickt und telefoniert, muss das Gerät täglich an das Ladegerät hängen. Gelegenheitsnutzer kommen auch zwei Tage mit einer Akkuladung über die Runden.

Fazit

Allein das riesige, tolle Display könnte ein Kaufgrund sein. Die überzeugende Kamera ebenfalls. Und der flotte Prozessor sowieso. Damit ist klar: Das Samsung Galaxy S2 gehört zu den absoluten Highlights, die der Markt zu bieten hat. Die von uns bemängelte Materialauswahl ist sicherlich ein Kompromiss, den Käufer eingehen müssen . Als Gegenleistung gibt es eben ein geringes Gewicht und eine niedrige Bauhöhe. Kein Kompromiss ist hingegen das überarbeitungsbedürftige User-Interface. Hier ist die Konkurrenz ganz eindeutig auf dem Vormarsch – doch auch Samsung arbeitet an der Software, was wir beispielsweise am vorbildlichen Kies Air sehen.

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

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[1] Smartphone: http://www.cnet.de/themen/smartphone/

[2] Samsung: http://www.cnet.de/unternehmen/samsung/

[3] HTC: http://www.cnet.de/unternehmen/htc/

[4] LCD Test: https://market.android.com/details?id=com.thunderst.lcd.test&feature=search_result

[5] Android: http://www.cnet.de/themen/android/

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