Ausstattung

Die Casio Exilim EX-H20G setzt auf einen 14-Megapixel-CCD-Sensor. Vor dem lichtempfindlichen Chip befindet sich ein zehnfach vergrößerndes Objektiv, das einen Brennweitenbereich von 24 bis 240 Millimetern abdeckt. Die maximale Lichtstärke beträgt im Weitwinkel F3,2 und sinkt im Telebereich auf F5,7 ab. Die Digicam bringt einen mechanischen Bildstabilisator mit. Dabei wird der Sensor bewegt, um Verwacklungen des Fotografen auszugleichen.

Mit ihrer Auswahl an Aufnahmeprogrammen spricht die Casio Exilim EX-H20G eine klare Sprache. Es gibt keine manuellen oder halbautomatischen Modi, dafür verstecken sich aber ganze 25 Szenenprogramme und zwei Automatiken hinter der mit BS markierten Taste rechts unten am Gehäuse. Zudem hat der Fotograf auch die Möglichkeit, besonders gelungene Aufnahmen als eigenes Szenenprogramm zu speichern. Ist die Einstellung aktiviert, versucht die Digicam, beim nächsten Auslösen das geschossene Bild möglichst genau zu reproduzieren. Im Wesentlichen kann der Anwender diese Funktion dazu nutzen, um eine bestimmte Kamerakonfiguration für jederzeitige Erreichbarkeit abzuspeichern – am besten mit einem aussagekräftigen Foto dazu.

Als eine von wenigen Digicams mit CCD-Sensoren bietet die H20G einen Schwenkpanorama-Modus. Der Kameramann startet die Aufnahme durch einen Druck auf den Auslöser und schwenkt die Kamera wahlweise im über das Motiv – und schon ist ein Ultrabreitbild im Kasten. In der Praxis arbeitet das Feature recht gut und liefert bei Schwenks im Hoch- beziehungsweise Querformat Blickwinkel von gut 270 beziehungsweise 360 Grad. Allerdings fallen die Auflösungen mit 4320 mal 1280 beziehungsweise 6400 mal 720 Pixeln nicht besonders gigantisch aus. Zudem gilt zu beachten, dass beim 360-Grad-Schwenkpanorama die Belichtung mit dem ersten Druck auf den Auslöser festgelegt und nicht mehr angepasst wird. Wer im Extremfall bei Gegenlicht anfängt, das Panorama zu fotografieren, erhält ein weitgehend schwarzes Bild, da der Rest der Aufnahme höhere Belichtungszeiten erfordern würde.

Unter der kleinen Erhebung auf der Oberseite der Kamera versteckt sich der GPS-Receiver.
Unter der kleinen Erhebung auf der Oberseite der Kamera versteckt sich der GPS-Receiver.

Der Schwenkpanorama-Modus der H20G ist das außergewöhnlichste Aufnahmeprogramm. Ansonsten ist die ellenlange Liste der Best-Shot-Aufnahmemodi mit Standards wie und dergleichen gefüllt. Im Gegensatz zu dem Breitbild-Programm schießt keiner dieser Modi mehrere Bilder und kombiniert sie zu einer Aufnahme – so, wie wir es von aktuellen Digicams mit rückseitig belichteten Bildsensoren her kennen.

Ein Druck auf die Menu-Taste bringt das Hauptmenü auf den Bildschirm. Hier finden sich die tiefgreifenderen Einstellungen der Kamera, übersichtlich aufgeteilt in die drei Reiter Aufnahme, Qualität und Einstellung. Es steht eine durchaus üppige Auswahl an Parametern zur Verfügung, über deren Sinn und Unsinn man sicherlich teilweise streiten kann. Aber der eine freut sich eben über die Möglichkeit, die Art der Belichtungsmessung zu konfigurieren, während der andere mit einem herz- oder männchenförmigen Fokussierrahmen glücklich ist. Nur wie gesagt: Einstellungsmöglichkeiten zu Blende und Belichtungszeit gibt es nicht.

Die Set-Taste in der Mitte des Vier-Wege-Pads bringt eine Reihe von aufnahmerelevanten Parametern aufs Display, in der Standard-(Programm-)Automatik wären das: Bildgröße, Blitz, Autofokus-Art und -Bereich, ISO-Empfindlichkeit, Selbstauslöser, Gesichtserkennung, Belichtungskorrektur und Uhrzeit. In anderen Szenenmodi reduziert die H20G die Zahl der angebotenen Optionen häufig deutlich auf ein Minimum.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Casio Exilim EX-H20G: akkustarke GPS-Reisekamera mit schwacher Bildqualität

  • Am 14. September 2011 um 09:50 von pixelmonsta

    Unglaublich schlecht
    Danke Cnet für diesen Testbericht.
    Ich konnte es erst nicht glauben… und bin doch super schockiert über die dermaßen unterirdische Qualität der Bilder. Soetwas habe ich bisher von Casio noch nicht erlebt!
    Selbst beit Top Ausleuchtung der Scene die man fotografiert, kann man nicht nur in der 1:1 Ansicht sondern auch schon in der 1:3 Anicht die Artefakte sehen auf den Bildern. Wenn man sich die Bilder auf dem Kamera Display ansieht scheint alles super zu sein wenn man jedoch in das aufgenommenende Bild hineinzoomt oder es sich auf dem Monitor seines PC anschaut packt mich das kalte grausen! Die ganzen Spielereien sind ja ok und auch die Qualität bei den Videos ist gut aber wer sich die Bilder nicht nur auf der Kamera anschauen will sollte sich lieber nach einem anderen Modell umsehen.
    In diesem Sinne gutes Licht!

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