Die Menüs sind übersichtlich strukturiert. Sollte man bei einem der unzähligen Auswahlpunkte nicht wissen, wofür er gut ist, hilft das auf der Kamera gespeicherte Handbuch weiter. Wer schonmal mit einer Digicam fotografiert hat, wird zwar auch mit der HX9V auf Anhieb Fotos schießen können. Aber wer nicht gerade eines der direkten Vorgängermodelle von Sony besitzt, muss entweder einen hohen Spieltrieb mitbringen oder für die spezielleren Aufnahmemodi das Handbuch bemühen. Bis man die ganzen Features der Kamera durchschaut hat, dauert es ein bisschen.

Am Design haben wir zwei Kleinigkeiten auszusetzen. Der Popup-Blitz auf der Oberseite sitzt ganz links und schießt nur bei Bedarf nach oben. Wer die Kamera dann zum falschen Zeitpunkt ungünstig hält, verhindert das Aufklappen. Nachdem der Blitz scheinbar motorgetrieben ist, machen wir uns in erster Linie nicht um misslungene Fotos, sondern um einen defekten Motor Sorgen. Hinter dem Blitz gibt es nicht besonders viel Platz für die Finger, um die Kamera zu halten.

Die dedizierte Taste für den Videomodus ist leider etwas schwer zu betätigen.
Die dedizierte Taste für den Videomodus ist leider etwas schwer zu betätigen.

Die andere Kleinigkeit betrifft die dedizierte Taste für den Videomodus. Sie ist sehr klein und befindet sich oberhalb der Daumenablage, was sie etwas schwer zu drücken macht. Außerdem dauert es nach dem Betätigen des Buttons gerne einmal ein paar Sekunden, bis die Videoaufnahme startet. Wir dachten im Test öfters, wir haben den Knopf nicht richtig gedrückt und ihn ein zweites Mal betätigt – womit wir die Videoaufnahme nach Sekundenbruchteilen wieder abgebrochen haben. Design- und Bedienfehler treffen aufeinander – und zerren an unseren Nerven.

Im Lieferumfang mit der HX9V befindet sich jetzt nicht mehr ein externes Ladegerät für den Akku. Stattdessen lässt sich der Stromspeicher in der Kamera selbst betanken, und im Karton liegt ein entsprechendes USB-Kabel mitsamt Netzadapter. Nachdem Sony hier auf einen proprietären Stecker setzt, muss man die Strippe nach Verlust wohl oder übel neu kaufen. Im Akkubenchmark der CIPA schafft die Digicam 300 Fotos. Wer viele Videos aufnimmt, die Displayhelligkeit nach oben schraubt und die Mehrfachaufnahme-Modi kräftig ausnutzt, muss jedoch mit einer deutlich kürzeren Reichweite rechnen. Hier empfiehlt sich ein zweiter Akku, den man mangels externem Ladegerät leider nicht aufladen kann, während man mit dem ersten Stromspeicher in der Kamera durch die Gegend knipst. Also kauft man am besten noch ein Ladegerät dazu – oder plant gut im Voraus.

Neueste Kommentare 

4 Kommentare zu Sony Cyber-shot DSC-HX9V im Test: 16-fach-Superzoomer mit Mega-Ausstattung

  • Am 16. September 2011 um 10:00 von Josef Gerner

    sony-cyber-shot DSC-HX9V
    Ist es Ihnen bei den Tests wirklich nicht aufgefallen? Die Kamera bringt in den Automatikmodi bei Brauntönen eine völlig unakzeptablen Rotstich hinein. Speziell bei braunen Hautönen eine Katastrophe – Sie fotografieren nur mehr Indianer! Ich habe mehrere Kameras dieses Modells getestet – bei allen der selbe Fehler. Im P-Modus kann dieser Fehler durch manuellen Weißausgleich korrigiert werden.

  • Am 27. Dezember 2011 um 20:28 von Anna

    Sonny Cybershot DSC HX9V
    Ist das mit dem Rotstich wirklich so schlimm, möchte mir diese Kamera kaufen, bin kein Profi, werde ich dann überhaupt auch damit zurecht kommen ?
    Die Testbilder im Vergleich zu anderen Kompaktkameras waren bei dieser immer besser.
    Bitte um Antwort, Danke !

  • Am 2. Januar 2012 um 13:31 von Mario B.

    Beinahe inakzeptabel langsam!
    Hallo, ich habe seit wenigen Tagen auch eine Sony HX9V. Leider ist die Kamera bei Aufnahmen mit Blitz (z.B. bei abendlichen Feierlichkeiten) unglaublich langsam. Um bei eingeschalteter Kamera ein Foto mit Blitz zu machen (also Auslöser drücken, Kamera fokusiert, Blitz löst aus und Foto wird gemacht), muss man teilweise 2-3 Sekunden warten! Das ist für Schnappschüsse nur sehr begrenzt ungeeignet und in dieser Preisklasse vollkommen unverständlich. Das können Nikon und vor allem Casio (ZR100) ungefähr 1000x besser.

  • Am 16. Juli 2012 um 22:19 von StVo

    Sonny Cybershot DSC HX9V_Rotstich
    Katastrophe!!! habe mir die Kamera gerade zugelegt….nach 3 Monaten Recherche! Total enttäuschend in der Praxis. In den Automatik-Modi kann man die Farbsättigung nicht runterschrauben, was zu einem unnatürlichen Farbstich führt. Im Vergleich dazu macht die um Jahre ältere Kamera (Lumix TZ8!) meiner Mutter wesentlich natürlichere Bilder; die farben stimmen mit der realität überein. Bei Sony kommt man sich wie in einer Gummibärentüte vor. Wäre ich der Hersteller, so würde ich alle HX9V-Kameras zurückrufen. Aber Vorsicht, bei der Konkurrenz sieht es auch nicht viel besser aus, egal welche Preisklasse…
    Ich bin nun kurz davor, mir eine Lumix TZ31 (zzt. 320,-) zuzulegen. Die hat zwar weniger Technik-SchnickSchnack, dafür aber reale Farben und ein integriertes Blitzlicht, das mir nicht ständig den Zeigefinger der linken hand in die Luft schnellen lässt. ;o) Viel Spaß beim Kaufen!!!

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