Ausstattung

Die Sony Cyber-shot DSC-HX9V ist mit automatischen und manuellen Aufnahmemodi vollgestopft. Die meisten Freiheiten gibt es im manuellen Modus. Hier kann der Fotograf Blende und Belichtungszeit frei konfigurieren. Nachdem die Digicam anstatt einer Irisblende einen Neutraldichtefilter mitbringt, beschränken sich die Einstellungen für die Blende allerdings auf lediglich zwei Werte. Im 24-Millimeter-Weitwinkel sind das beispielsweise F3,3 und F8,0, bei maximaler Brennweite F5,9 und F14. Der ND-Filter hat nur einen Einfluss auf die Lichtmenge, die den Bildsensor erreicht. Die Schärfentiefe beeinflusst er im Gegensatz zu einer Irisblende nicht. Für die Verschlusszeit stehen Werte zwischen 1/1600 und 30 Sekunden zur Verfügung. Die Halbautomatiken Blenden- und Zeitvorwahl gibt es leider nicht.

Alles viel zu kompliziert? Kein Problem, die Programmautomatik kümmert sich um Verschlusszeit und Blende, während der Fotograf Farbmodi, Sättigung, Kontrast und Schärfe an seine Bedürfnisse anpasst. Wer hier die passenden Einstellungen gefunden hat, kann sie in einem von drei Speicherplätzen ablegen.

Auf der rechten Seite der Kamera befindet sich ein HDMI-Port. So kann man die Fotos ohne Umweg über den PC auf einem Fernseher wiedergeben.
Auf der rechten Seite der Kamera befindet sich ein HDMI-Port. So kann man die Fotos ohne Umweg über den PC auf einem Fernseher wiedergeben.

Wer die Kamera am liebsten in der Automatik lässt, steht vor gleich drei verschiedenen Möglichkeiten: Easy, intelligente Automatik und überlegene Automatik. Der Easy-Modus streicht alle Einstellungsmöglichkeiten mit Ausnahme der Bildgröße und vergrößert die auf dem Bildschirm dargestellte Schrift. Die intelligente Automatik ordnet das Motiv einem von insgesamt zehn Motivprogrammen zu und aktiviert Bildstabilistator, Dynamikbereich-Optimierung und Gesichtserkennung. Bei der überlegenen Automatik kommen zu den zehn Motivprogrammen noch drei Mehrfachaufnahme-Modi hinzu: Hintergrundlicht-Korrektur HDR, Anti-Bewegungs-Unschärfe und Handheld Dämmerungsmodus. Sie kombinieren mehrere Fotos miteinander um wahlweise den Kontrast zu verbessern, Bewegungsunschärfe zu verhindern oder Bildrauschen zu reduzieren.

Warum sollte man die Kamera also nicht einfach in der überlegenen Automatik belassen und der modernen Technik die gesamte Arbeit zuschieben? Schließlich liefern die Mehrfachaufnahme-Modi tatsächlich erstaunlich gute Ergebnisse. Leider funktioniert das in den meisten Fällen aber nur bei unbewegten Motiven. Und außerdem nimmt die Verarbeitung der Einzelbilder jedes Mal ein paar Sekunden in Anspruch. Und damit verpasst man leider unter Umständen das eine oder andere Motiv. Wer sich nicht mit Einstellungen herumschlagen möchte, verwendet am besten die intelligente Automatik. Bei sehr schwierigen Aufnahmebedingungen wählt man dann am besten händisch den richtigen Multishot-Modus aus – das Trio versteckt sich zusammen mit zwölf weiteren Motivprogrammen hinter dem Punkt SCN auf dem Moduswahlschalter.

Neueste Kommentare 

4 Kommentare zu Sony Cyber-shot DSC-HX9V im Test: 16-fach-Superzoomer mit Mega-Ausstattung

  • Am 16. September 2011 um 10:00 von Josef Gerner

    sony-cyber-shot DSC-HX9V
    Ist es Ihnen bei den Tests wirklich nicht aufgefallen? Die Kamera bringt in den Automatikmodi bei Brauntönen eine völlig unakzeptablen Rotstich hinein. Speziell bei braunen Hautönen eine Katastrophe – Sie fotografieren nur mehr Indianer! Ich habe mehrere Kameras dieses Modells getestet – bei allen der selbe Fehler. Im P-Modus kann dieser Fehler durch manuellen Weißausgleich korrigiert werden.

  • Am 27. Dezember 2011 um 20:28 von Anna

    Sonny Cybershot DSC HX9V
    Ist das mit dem Rotstich wirklich so schlimm, möchte mir diese Kamera kaufen, bin kein Profi, werde ich dann überhaupt auch damit zurecht kommen ?
    Die Testbilder im Vergleich zu anderen Kompaktkameras waren bei dieser immer besser.
    Bitte um Antwort, Danke !

  • Am 2. Januar 2012 um 13:31 von Mario B.

    Beinahe inakzeptabel langsam!
    Hallo, ich habe seit wenigen Tagen auch eine Sony HX9V. Leider ist die Kamera bei Aufnahmen mit Blitz (z.B. bei abendlichen Feierlichkeiten) unglaublich langsam. Um bei eingeschalteter Kamera ein Foto mit Blitz zu machen (also Auslöser drücken, Kamera fokusiert, Blitz löst aus und Foto wird gemacht), muss man teilweise 2-3 Sekunden warten! Das ist für Schnappschüsse nur sehr begrenzt ungeeignet und in dieser Preisklasse vollkommen unverständlich. Das können Nikon und vor allem Casio (ZR100) ungefähr 1000x besser.

  • Am 16. Juli 2012 um 22:19 von StVo

    Sonny Cybershot DSC HX9V_Rotstich
    Katastrophe!!! habe mir die Kamera gerade zugelegt….nach 3 Monaten Recherche! Total enttäuschend in der Praxis. In den Automatik-Modi kann man die Farbsättigung nicht runterschrauben, was zu einem unnatürlichen Farbstich führt. Im Vergleich dazu macht die um Jahre ältere Kamera (Lumix TZ8!) meiner Mutter wesentlich natürlichere Bilder; die farben stimmen mit der realität überein. Bei Sony kommt man sich wie in einer Gummibärentüte vor. Wäre ich der Hersteller, so würde ich alle HX9V-Kameras zurückrufen. Aber Vorsicht, bei der Konkurrenz sieht es auch nicht viel besser aus, egal welche Preisklasse…
    Ich bin nun kurz davor, mir eine Lumix TZ31 (zzt. 320,-) zuzulegen. Die hat zwar weniger Technik-SchnickSchnack, dafür aber reale Farben und ein integriertes Blitzlicht, das mir nicht ständig den Zeigefinger der linken hand in die Luft schnellen lässt. ;o) Viel Spaß beim Kaufen!!!

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