Wenn trotz 24 Millimeter Weitwinkel das Bergpanorama nicht aufs Bild passt, empfiehlt sich einer der vier Schwenkpanorama-Modi. Der Fotograf drückt den Auslöser, schwenkt die Kamera über das Motiv, und die Elektronik rechnet ein Ultrabreitbild zusammen. Neben dem Standard-Schwenkpanorama gibt es noch das Intelligente Schwenkpanorama, das Artefakte an bewegten Objekten verhindert und eine 3D-Schwenkpanorama-Funktion. Und wenn die Auflösung von 10 Megapixeln nicht ausreichen sollte, so fängt das Hochauflösende Schwenkpanorama Fotos mit 10.480 mal 4096 Pixeln ein – also 40 Megapixeln. Die Ergebnisse sehen besser aus, sind aber nicht mehr besonders handlich: Ein einziges Foto belegt circa 14 MByte Speicherplatz im JPEG-Format.

Der Videomodus der HX9V ist der beste, den wir jemals bei irgendeiner Kompaktkamera gesehen haben. Die Digicam fängt Full-HD-Videos mit 50 Bildern pro Sekunde ein. Die Datenrate liegt bei 28 MBit pro Sekunde. Wer Speicherplatz sparen möchte, kann wahlweise die Datenrate oder die Auflösung drosseln. Es gibt zwar einen dedizierten Videomodus auf dem Moduswahlschalter, doch ein Druck auf die dedizierte Videotaste beginnt jederzeit mit dem Filmen. Betätigt man während der Aufnahme den Fotoauslöser, so schießt die Kamera ein 3-Megapixel-Standbild. Auf der Webseite EOSHD gibt es übrigens einen netten Vergleich zwischen der Videoqualität der Sony Cyber-shot DSC-HX9V und der Canon EOS 600D.

Dann gibt es noch drei verschiedene 3D-Modi. Die bereits erwähnte 3D-Schwenkpanorama-Funktion arbeitet genauso wie ihre 2D-Schwester, erzezugt aber zusätzlich zum zweidimensionalen Breitbild noch eines mit Tiefeninformationen, das sich beispielsweise auf einem 3D-Fernseher bewundern lässt. Während dem Schwenk erzeugt die Kamera Fotos fürs linke und fürs rechte Auge. Die Funktion Schwenkbare Mehrfach-Winkel funktioniert ähnlich, kombiniert die Einzelbilder des Schwenks jedoch nicht miteinander. Stattdessen lassen sich die einzelnen Aufnahmen später auf der Kamera ansehen, indem man das Gehäuse einfach hin und her kippt und so quasi durch ein virtuelles Panorama guckt. Zu guter Letzt gibt es noch einen 3D-Foto-Modus der zwei Bilder mit unterschiedlichen Fokuseinstellungen hintereinander schießt, anhand der scharfen und unscharfen Bildbereiche eine Tiefeninformation ermittelt und dann eine entsprechende 3D-Aufnahme auf die Speicherkarte schreibt. Die Ergebnisse sind ganz nett, bieten aber noch Raum für Verbesserungen. Wie bei den meisten anderen Mehrfachaufnahmemodi gilt auch hier: Bewegte Objekte sorgen für Störungen.

Zu guter Letzt gibt es noch eine Funktion, die inzwischen schon fast so selbstverständlich bei Highend-Kompaktkameras ist, dass sie Sony gar nicht mehr besonders hervorhebt: ein integrierter GPS-Receiver. Das Feature versteckt sich tief in den Menüs. Hat man die entsprechende Option endlich gefunden und aktiviert, beginnt die HX9V mit der Suche nach den Satelliten. Abhängig von der Sicht auf den Himmel dauert das 20 Sekunden bis mehrere Minuten – und funktioniert in geschlossenen Räumen gar nicht. Ganz so viele Einstellungen zum Taggen der Fotos wie bei der Panasonic Lumix DMC-TZ22 gibt es hier leider nicht. Aber immerhin: Die HX9V schreibt die Koordinaten in die EXIF-Daten der Fotos, und mit Software wie Google Earth oder Picasa lassen sich die Bilder dann auf einer Landkarte nach Ort geordnet betrachten. Die folgende Tabelle zeigt noch einmal die wichtigsten technischen Daten der HX9V im direkten Vergleich mit zwei Konkurrentinnen.

Hersteller Canon Panasonic Sony
Modell PowerShot SX230 HS Lumix DMC-TZ22 Cyber-shot DSC-HX9V
Preis 240 Euro 290 Euro 330 Euro
Bildsensor 1/2,3-Zoll-BSI-CMOS 1/2,3-Zoll-CMOS 1/2,3-Zoll-BSI-CMOS
Auflösung 12 Megapixel 14 Megapixel 16 Megapixel
Optischer Zoom 14-fach 16-fach 16-fach
Brennweitenbereich 28 – 392 mm 24 – 384 mm 24 – 384 mm
Lichtstärke F3,1 – F5,9 F3,3 – F5,9 F3,3 – F5,9
Bildstabilisator optisch optisch optisch
Empfindlichkeiten ISO 100 – 3200 ISO 80 – 6400 ISO 100 – 3200
Max. Fotoauflösung 4000 x 3000 Pixel 4320 x 3240 Pixel 4608 x 3456 Pixel
Max. Videoauflösung 1920 x 1080 Pixel @ 24 fps 1920 x 1080 Pixel @ 50 fps 1920 x 1080 Pixel @ 50 fps
Manuelle Einstellungen P, A, S, M P, A, S, M P, M
GPS ja ja ja
Display 3,0 Zoll, 480 x 320 Pixel 3,0 Zoll, 480 x 320 Pixel, Touchscreen 3,0 Zoll, 640 x 480 Pixel
Sucher nein nein nein
Zubehörschuh nein nein nein
Speichermedien SD, SDHC, SDXC SD, SDHC, SDXC SD, SDHC, SDXC
Anschlüsse USB, AV, HDMI USB, AV, HDMI USB, AV, HDMI
Abmessungen 10,6 x 6,2 x 3,3 cm 10,5 x 5,8 x 3,3 cm 10,5 x 5,9 x 3,4 cm
Gewicht 223 g 219 g 245 g

Neueste Kommentare 

4 Kommentare zu Sony Cyber-shot DSC-HX9V im Test: 16-fach-Superzoomer mit Mega-Ausstattung

  • Am 16. September 2011 um 10:00 von Josef Gerner

    sony-cyber-shot DSC-HX9V
    Ist es Ihnen bei den Tests wirklich nicht aufgefallen? Die Kamera bringt in den Automatikmodi bei Brauntönen eine völlig unakzeptablen Rotstich hinein. Speziell bei braunen Hautönen eine Katastrophe – Sie fotografieren nur mehr Indianer! Ich habe mehrere Kameras dieses Modells getestet – bei allen der selbe Fehler. Im P-Modus kann dieser Fehler durch manuellen Weißausgleich korrigiert werden.

  • Am 27. Dezember 2011 um 20:28 von Anna

    Sonny Cybershot DSC HX9V
    Ist das mit dem Rotstich wirklich so schlimm, möchte mir diese Kamera kaufen, bin kein Profi, werde ich dann überhaupt auch damit zurecht kommen ?
    Die Testbilder im Vergleich zu anderen Kompaktkameras waren bei dieser immer besser.
    Bitte um Antwort, Danke !

  • Am 2. Januar 2012 um 13:31 von Mario B.

    Beinahe inakzeptabel langsam!
    Hallo, ich habe seit wenigen Tagen auch eine Sony HX9V. Leider ist die Kamera bei Aufnahmen mit Blitz (z.B. bei abendlichen Feierlichkeiten) unglaublich langsam. Um bei eingeschalteter Kamera ein Foto mit Blitz zu machen (also Auslöser drücken, Kamera fokusiert, Blitz löst aus und Foto wird gemacht), muss man teilweise 2-3 Sekunden warten! Das ist für Schnappschüsse nur sehr begrenzt ungeeignet und in dieser Preisklasse vollkommen unverständlich. Das können Nikon und vor allem Casio (ZR100) ungefähr 1000x besser.

  • Am 16. Juli 2012 um 22:19 von StVo

    Sonny Cybershot DSC HX9V_Rotstich
    Katastrophe!!! habe mir die Kamera gerade zugelegt….nach 3 Monaten Recherche! Total enttäuschend in der Praxis. In den Automatik-Modi kann man die Farbsättigung nicht runterschrauben, was zu einem unnatürlichen Farbstich führt. Im Vergleich dazu macht die um Jahre ältere Kamera (Lumix TZ8!) meiner Mutter wesentlich natürlichere Bilder; die farben stimmen mit der realität überein. Bei Sony kommt man sich wie in einer Gummibärentüte vor. Wäre ich der Hersteller, so würde ich alle HX9V-Kameras zurückrufen. Aber Vorsicht, bei der Konkurrenz sieht es auch nicht viel besser aus, egal welche Preisklasse…
    Ich bin nun kurz davor, mir eine Lumix TZ31 (zzt. 320,-) zuzulegen. Die hat zwar weniger Technik-SchnickSchnack, dafür aber reale Farben und ein integriertes Blitzlicht, das mir nicht ständig den Zeigefinger der linken hand in die Luft schnellen lässt. ;o) Viel Spaß beim Kaufen!!!

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