Geschwindigkeit

Was die Geschwindigkeit angeht, spielt die HX9V in einer Liga mit den meisten anderen Superzoomern mit rückseitig belichteten CMOS-Sensoren. Bis nach dem Betätigen des Einschalters das erste Foto im Kasten ist, vergehen 1,6 Sekunden. Zwischen jedem weiteren Bild genehmigt sich die Kamera eine Verschnaufpause von 1,4 Sekunden. Mit aktiviertem Blitz verschlechtert sich der Wert auf vergleichsweise zähe 4,1 Sekunden.

Um auf das Motiv scharfzustellen und das Foto einzufangen, braucht die Kamera bei idealen Lichtverhältnissen 0,4 Sekunden. Im Zwielicht steigt die Auslöseverzögerung auf 0,8 Sekunden an. Im Serienbildmodus fängt die HX9V bis zu zehn Aufnahmen pro Sekunde mit voller Auflösung ein. In unserem Test stemmt sie im Schnitt 7,6 Bilder pro Sekunde, was immer noch hervorragend ist. Beim Foto-Dauerfeuer passt die Kamera Belichtung und Fokus nach dem ersten geschossenen Bild nicht mehr an. Verändern sich die Aufnahmebedingungen, misslingt unter Umständen ein Teil der Aufnahmen. Außerdem braucht die Kamera nach dem Serienbildgewitter eine Verschnaufpause zum Abspeichern der Aufnahmen – etwa eine oder zwei Sekunden pro Foto.

Bildqualität

Angesichts ihrer Größe und ihrer Anschaffungskosten liefert die Sony Cyber-shot DSC-HX9V eine exzellente Bildqualität. Oder genauer gesagt: Die Bildqualität kann exzellent sein, wenn man die Aufnahmemodi der Kamera voll ausschöpft. Die einzige wirkliche Enttäuschung ist, dass die Aufnahmen auch bei den niedrigsten ISO-Empfindlichkeiten einfach nicht wirklich scharf aussehen. Zwischen ISO 100 und 400 sind praktisch keine Unterschiede zwischen den Aufnahmen feststellbar. Bei ISO 800 setzt die Rauschunterdrückung ein, die erste Feinheiten vernichtet und die Farben etwas verblassen lässt.

Bei ISO 1600 und ISO 3200 nehmen Bildrauschen sowie Farb- und Detailverlust deutlich zu. Die Aufnahmen wirken hier fast wie gemalt. Wir können diese beiden Empfindlichkeiten nur für Notfälle empfehlen – etwa, wenn man unbedingt bei wenig Licht ohne Blitz fotografieren muss oder wenn man auf Teufel-komm-raus eine möglichst kurze Verschlusszeit benötigt und die Qualität der Ergebnisse nicht entscheidend ist.

Wenn das Motiv nicht durch die Gegend tobt, gibt es noch eine weitere Alternative: den Handheld Dämmerungsmodus, der eine Bilderserie schießt und die Einzelfotos miteinander kombiniert. Wie bei den anderen Mehrfach-Aufnahmemodi eignen sich die Ergebnisse zwar nicht für riesige Abzüge im Posterformat. Doch für eine Schnappschusskamera sind die Ergebnisse hervorragend und machen auf Facebook & Co. sowie in kleinen Druckformaten eine sehr gute Figur.

Was bringt denn eigentlich die auf 16 Megapixel gesteigerte Auflösung? Vermutlich gar nichts. Und vermutlich ist sie sogar dafür verantwortlich, dass die Aufnahmen bei allen ISO-Empfindlichkeiten etwas unscharf wirken. Die Bildqualität, wie sie eine 16-Megapixel-Spiegelreflexkamera auf die Fotos bringt, darf man hier beim besten Willen nicht rechnen. Doch wenn man die Aufnahmen in der Regel nicht größer als DIN A4 ausdruckt, sollte man mit der Bildqualität mehr als zufrieden sein.

Der ab Werk eingestellte Farbmodus Standard liefert helle und lebendige Farben, die allerdings nicht wirklich realistisch sind. Die meisten Hobby-Fotografen dürften sich daran allerdings nicht stören – schließlich sehen die Bilder sehr schön aus. Wer sich akkuratere Farben wünscht, findet einen Farbmodus namens Echt. Allerdings steht diese Einstellung nicht in allen Aufnahmemodi zur Verfügung.

Die Sony Cyber-shot DSC-HX9V liefert hervorragende Videos. Die 50 Vollbilder bei Full-HD-Auflösung sorgen für weiche Bewegungen und hohe Detailwiedergabe. Im Gegensatz zu den meisten Kompaktkameras sorgen schnell bewegte Objekte und flotte Schwenks nicht für Bildruckeln. Wer nach einer Digicam mit möglichst guter Videoqualität sucht, kommt an diesem Modell kaum vorbei. Einen Mikrofon-Eingang gibt es zwar nicht, doch das Stereo-Mikrofon auf der Oberseite der Kamera liefert einen guten Ton. Der optische Zoom funktioniert während der Videoaufnahme, ist bei leisen Szenen aber auf den Aufnahmen zu hören.

Neueste Kommentare 

4 Kommentare zu Sony Cyber-shot DSC-HX9V im Test: 16-fach-Superzoomer mit Mega-Ausstattung

  • Am 16. September 2011 um 10:00 von Josef Gerner

    sony-cyber-shot DSC-HX9V
    Ist es Ihnen bei den Tests wirklich nicht aufgefallen? Die Kamera bringt in den Automatikmodi bei Brauntönen eine völlig unakzeptablen Rotstich hinein. Speziell bei braunen Hautönen eine Katastrophe – Sie fotografieren nur mehr Indianer! Ich habe mehrere Kameras dieses Modells getestet – bei allen der selbe Fehler. Im P-Modus kann dieser Fehler durch manuellen Weißausgleich korrigiert werden.

  • Am 27. Dezember 2011 um 20:28 von Anna

    Sonny Cybershot DSC HX9V
    Ist das mit dem Rotstich wirklich so schlimm, möchte mir diese Kamera kaufen, bin kein Profi, werde ich dann überhaupt auch damit zurecht kommen ?
    Die Testbilder im Vergleich zu anderen Kompaktkameras waren bei dieser immer besser.
    Bitte um Antwort, Danke !

  • Am 2. Januar 2012 um 13:31 von Mario B.

    Beinahe inakzeptabel langsam!
    Hallo, ich habe seit wenigen Tagen auch eine Sony HX9V. Leider ist die Kamera bei Aufnahmen mit Blitz (z.B. bei abendlichen Feierlichkeiten) unglaublich langsam. Um bei eingeschalteter Kamera ein Foto mit Blitz zu machen (also Auslöser drücken, Kamera fokusiert, Blitz löst aus und Foto wird gemacht), muss man teilweise 2-3 Sekunden warten! Das ist für Schnappschüsse nur sehr begrenzt ungeeignet und in dieser Preisklasse vollkommen unverständlich. Das können Nikon und vor allem Casio (ZR100) ungefähr 1000x besser.

  • Am 16. Juli 2012 um 22:19 von StVo

    Sonny Cybershot DSC HX9V_Rotstich
    Katastrophe!!! habe mir die Kamera gerade zugelegt….nach 3 Monaten Recherche! Total enttäuschend in der Praxis. In den Automatik-Modi kann man die Farbsättigung nicht runterschrauben, was zu einem unnatürlichen Farbstich führt. Im Vergleich dazu macht die um Jahre ältere Kamera (Lumix TZ8!) meiner Mutter wesentlich natürlichere Bilder; die farben stimmen mit der realität überein. Bei Sony kommt man sich wie in einer Gummibärentüte vor. Wäre ich der Hersteller, so würde ich alle HX9V-Kameras zurückrufen. Aber Vorsicht, bei der Konkurrenz sieht es auch nicht viel besser aus, egal welche Preisklasse…
    Ich bin nun kurz davor, mir eine Lumix TZ31 (zzt. 320,-) zuzulegen. Die hat zwar weniger Technik-SchnickSchnack, dafür aber reale Farben und ein integriertes Blitzlicht, das mir nicht ständig den Zeigefinger der linken hand in die Luft schnellen lässt. ;o) Viel Spaß beim Kaufen!!!

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