Bildqualität

Die Canon Ixus 310 HS liefert eine sehr gute Bildqualität ab. Sicherlich gelingen die Fotos oberhalb von ISO 200 weicher und verrauschter. Doch auch mit ISO 400 und 800 geschossene Aufnahmen sind noch sehr brauchbar. Bildrauschen und Rauschunterdrückung sind sehr gut ausbalanciert, und bis einschließlich ISO 800 bleiben viele Details und schöne Farben erhalten. Bei ISO 1600 und 3200 schließlich wirken die Aufnahmen deutlich flauer, detailärmer und verrauschter. Für kleine Abzüge oder für Facebook & Co. reicht die Qualität aber auch hier notfalls noch aus. Die große Blendenöffnung von F2,0 erlaubt es außerdem, in der gleichen Situation mit niedrigerer ISO-Empfindlichkeit zu fotografieren, als bei den meisten anderen Kompakten.

Bei der Farbwiedergabe schlägt sich die Kamera ebenfalls hervorragend. Die Aufnahmen sehen hell und lebendig aus. Die Belichtungsautomatik arbeitet zuverlässig. Allerdings kommt es bei kontrastreichen Motiven immer wieder zu überbelichteten Bildbereichen. Mit diesem Problem haben allerdings die allermeisten Digicams mit kleinen Bildsensoren zu kämpfen. Viele Hersteller lösen das mit einer HDR-Automatik, die zwei oder drei mit unterschiedlichen Helligkeiten geschossene Bilder miteinander kombiniert und so den Dynamikumfang steigert. Bei Canon gibt’s das leider nicht, und das i-Contrast-Feature rettet lediglich in dunklen Bildbereichen ein paar Details.

Die Videoqualität bewegt sich auf dem Niveau von sehr guten HD-Videokameras und reicht für YouTube und fürs gelegentliche Betrachten auf dem HD-Fernseher im Wohnzimmer absolut aus. Full-HD-Clips fängt die Kamera mit 24 Bildern pro Sekunde ein. Das sorgt bei bewegten Motiven und schnellen Kameraschwenks für ein deutliches Ruckeln – anschauen kann man sich die Videos aber trotzdem gut. Das ist übrigens ebenfalls ein für Kompaktkameras typisches Problem. Bei schlechten Lichtverhältnissen sehen die Clips immer noch erfreulich gut aus, wenn auch verrauscht. Der optische Zoom funktioniert während der Aufnahme, bewegt sich allerdings sehr langsam. So wird wohl verhindert, dass der Objektivmotor auf den Aufnahmen zu hören ist.

Fazit

Die Kombination aus F2,0-Objektiv und rückseitig belichtetem CMOS-Sensor sorgt bei der Ixus 310 HS für eine hervorragende Bildqualität und schnelle Serienbildaufnahmen. Mit der etwas zähen Auslöseverzögerung und dem etwas umständlichen Touchscreen-Interface kommt allerdings immer etwas das Gefühl auf, man wäre mit angezogener Handbremse unterwegs. Außerdem nutzt die Canon-Digicam den schnellen Sensor nicht in dem Umfang aus, wie es die Konkurrenz tut: zehn Serienbilder pro Sekunde, Panoramafunktion oder HDR-Automatik. Wer darüber hinwegsehen kann und eher gelegentlich als regelmäßig mit den manuellen Einstellungsmöglichkeiten herumspielen möchte, erhält hier eine schicke und sehr gute Kompaktkamera.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Canon Ixus 310 HS im Test: schneller BSI-Bildsensor trifft auf Touchscreen-Handbremse

  • Am 4. Juli 2011 um 16:46 von Frank Schmitt

    Ixus 310 – Bedienung
    Offensichtlich wurde das Touchdisplay wieder mal von einem Smartphone-Besitzer getestet – unverständlich, denn dort gibt es völlig andere Anforderungen. Ich möchte nicht, dass meien 310HS die Einstellungen ändert, wenn ich das Display nur mal eben versehentlich berühre.
    Desweiteren wurde offensichtlich die Blenden- und Zeitverstellung nicht mit dem waagerechten Balken eingestellt, denn dort funktioniert das selbst für einen erfahrenen DSLR-Fotografen wie mich perfekt und einfach.

  • Am 24. November 2011 um 17:29 von rupert mathy

    Erklärung
    Bite ich hätte gern erklärt bekommen was die Einstellung
    Kreativer Liichteffekt,Winzige Lichtpunkte…damit machen kann! canon Ixus 310 hs
    Lg. rupert

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