Leistung

Für eine Kamera mit Kontrast-Autofokus macht die Panasonic Lumix DMC-GF3 einen erfreulich flotten Eindruck. Dafür ist unter anderem der gegenüber der Vorgängerin beim Fokussieren von 60 auf 120 fps beschleunigte Bildsensor verantwortlich. Die höhere Bildrate gibt dem Prozessor mehr Feedback darüber, wie sich das Herumgedrehe am Objektiv auswirkt. Und damit wird der Fokuspunkt eben schneller gefunden.

Bis nach dem Betätigen des Ein-Schiebers das erste Foto im Kasten ist, vergehen mindestens 0,7 Sekunden. Zwischen jedem weiteren Foto genehmigt sich die Kamera eine Verschnaufpause von knapp 0,4 Sekunden. Im RAW-Modus sind es gut 0,4 Sekunden. Gelegentlich scheint sich die Digicam aber zu verschlucken, und wir müssen nach dem Knipsen eines Fotos ein bis zwei Sekunden warten, bis die GF3 das nächste Foto einfängt. Das passiert auch, wenn wir nicht unmittelbar vorher geknipst haben – volle Pufferspeicher sind also nicht Schuld. Mit zugeschaltetem Blitz verlängert sich die Zwangspause zwischen den Fotos auf durchschnittlich 1,5 Sekunden.

Um bei optimalen Lichtverhältnissen auf das Motiv scharfzustellen und das Foto einzufangen, braucht die Panasonic Lumix DMC-GF3 ausgezeichnete 0,3 Sekunden. Bei niedrigen Kontrasten steigt die Auslöseverzögerung auf lediglich 0,5 Sekunden. Der Serienbildmodus stemmt in der schnellsten Einstellung 4,1 Bilder pro Sekunde. Nach 13 JPEG-Aufnahmen laufen die Pufferspeicher voll, und die Kamera braucht eine Pause zum Schreiben der Fotos auf die Speicherkarte. Mit auf 2,4 fps gedrosseltem Tempo knipst sie unermüdlich durch die Gegend, bis die Speicherkarte voll ist.

Die Panasonic Lumix DMC-GF3 erkauft sich ihre kompakte Bauform durch den Verzicht auf den Spiegelkasten. Damit entfallen allerdings auch optischer Sucher und Phasenvergleichs-Autofokus.
Die Panasonic Lumix DMC-GF3 erkauft sich ihre kompakte Bauform durch den Verzicht auf den Spiegelkasten. Damit entfallen allerdings auch optischer Sucher und Phasenvergleichs-Autofokus.

Mit ausgewachsenen DSLRs, die über einen Phasenvergleichssensor und einen optischen Sucher verfügen, kann die GF3 aber nicht mithalten. Dafür ist nicht unbedingt die reine Auslöseverzögerung verantwortlich, sondern auch einfach die leichte zeitliche Verzögerung des Sucherbilds auf dem Bildschirm und die Tatsache, dass das Display beim Knipsen immer wieder für einen Augenblick schwarz wird. Wer Sport fotografieren möchte, ist mit einer Einsteiger-DSLR oder einer Kamera wie der Sony Alpha SLT-A55 immer noch besser beraten.

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