Bildqualität

Die größte Stärke der Canon EOS 1100D ist die Bildqualität, die insbesondere angesichts der niedrigen Anschaffungskosten sehr gut ausfällt. Bei mittleren Empfindlichkeiten zwischen ISO 400 und 3200 schlägt sie sich exzellent. Die JPEGs beginnen, bei ISO 800 etwas körnig auszusehen, was der Qualität aber praktisch keinen Abbruch tut. Bei ISO 1600 wirken die Aufnahmen schließlich sichtbar weicher. Aber auch mit ISO 3200 lassen sich die Aufnahmen noch problemlos für kleine Abzüge oder für Facebook & Co. verwenden, wenn man über ein leichtes Farbrauschen und ein paar Hotpixel hinwegsehen kann.

Bei der JPEG-Verarbeitung lässt die 1100D kaum Wünsche offen. Auch wenn wir uns mit den RAW-Aufnahmen abmühen, signifikant bessere Ergebnisse können wir nicht herausholen – sondern nur etwas andere, indem wir beispielsweise etwas Dynamik gegen weniger Rauschen eintauschen.

Was die Farbwiedergabe angeht, schlägt sich die DSLR ebenfalls sehr gut. Bei Aufnahmen im Schatten sorgt der Weißabgleich allerdings für etwas zu kühle Ergebnisse. Und der Picture Style Standard übertreibt es bei Schärfe und Sättigung etwas. Hier hilft die Einstellung Neutral weiter. An Belichtungsautomatik und Ausleuchtung der Fotos gibt es nichts auszusetzen.

Im Standard-Picture-Style ist die Schärfe auf „+3“ eingestellt. In Kombination mit dem 18-bis-55-Millimeter-Kitobjektiv liefert die Kamera hier sehr scharfe Aufnahmen – wie gesagt: schon fast zu scharfe. Aber das lässt sich ja anpassen. Das Standard-Zoomobjektiv bildet Lichtpunkte, die nicht im Fokusbereich liegen, schön weich ab und überzeugt mit sanftem Bokeh. Die tonnenförmige Verzeichnung im Weitwinkel fällt erfreulicherweise nicht sonderlich ausgeprägt aus. Wie die meisten günstigen Linsen hat jedoch auch das Kitobjektiv der 1100D mit Farbsäumen zu kämpfen, die sich immerhin eher auf die Bildränder konzentrieren.

Fazit

Die Canon EOS 1100D ist eine grundsolide Kamera. Allerdings dürfte sie es nicht leicht haben, sich gegen die direkten Konkurrenten Nikon D3100 und Pentax K-x durchzusetzen, die mit Kitobjektiv nur unwesentlich teurer sind, aber einfach etwas mehr fürs Geld bieten. Auch den Titel „günstigste DSLR“ kann sich Canon nicht auf die Fahne schreiben. Hier ist Nikon mit der älteren D3000 ganz vorne – die Kamera wechselt derzeit für gut 340 Euro inklusive Objektiv den Besitzer. Wenn es unbedingt Canon sein soll, würden wir die rund 100 Euro teurere EOS 500D empfehlen, die merklich schneller ist, mehr Ausstattung bietet und über einen besseren optischen Sucher verfügt.

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