Leistung

Die Nikon Coolpix L120 hat sich gegenüber ihrer Vorgängerin L110 insbesondere bei der Geschwindigkeit verbessert. Das macht sich insbesondere bei der Auslöseverzögerung bemerkbar, eine klassische Archillesferse bei günstigeren Kameras. Um bei guten Lichtverhältnissen auf das Motiv scharfzustellen und das Bild aufzunehmen, benötigt die Digicam 0,4 Sekunden. Im Zwielicht verlängert sich die Auslöseverzögerung auf immer noch recht ordentliche 0,7 Sekunden. Das ist für eine Bridgekamera in dieser Klasse zwar recht flott, aber immer noch zu langsam, um beispielsweise herumspringende Kinder und Haustiere zuverlässig einzufangen.

Bis nach dem Betätigen des Einschalters das erste Foto im Kasten ist, vergeht nur eine Sekunde. Das ist ebenfalls recht ordentlich. Zwischen zwei Aufnahmen genehmigt sich die L120 eine Verschnaufpause von 2,2 Sekunden ohne und 2,5 Sekunden mit zugeschaltetem Blitz. Mit voller Auflösung schießt die Kamera im Serienbildmodus mit einer Geschwindigkeit von lediglich 0,8 Fotos pro Sekunde und bis zu 19 Aufnahmen am Stück.

Bildqualität

Wie die meisten Einsteiger-Kameras braucht auch die Nikon L120 so viel Licht wie irgendwie möglich, um gute Ergebnisse zu liefern. Die Bildqualität ist bei Empfindlichkeiten bis einschließlich ISO 200 am besten – also beispielsweise bei Außenaufnahmen mit Sonnenschein. Höhere ISO-Werte sorgen dafür dass das Rauschen sichtbar zunimmt und durch die einsetzende Rauschunterdrückung immer mehr Details verloren gehen. Außerdem wirken die Farben ab ISO 400 zunehmen verwaschen und blass. Beides zusammen sorgt dafür, dass Indoor-Aufnahmen und Fotos bei wenig Licht nicht besonders gut gelingen.

Wer unbedingt im Dunkeln ohne Blitz fotografieren möchte, kann die Auflösung auf 3 Megapixel reduzieren, um die Empfindlichkeit auf wahlweise ISO 3200 oder 6400 zu steigern. Die Aufnahmen sehen hier allerdings wie gemalt aus und eignen sich bestenfalls noch für Notfälle. Unterm Strich gilt: Wer bei guten Lichtverhältnissen fotografiert und keine riesigen Abzüge anfertigen möchte, dürfte unterm Strich an der Bildqualität nichts auszusetzen haben.

Die Farbwiedergabe der L120 ist sehr gut – jedenfalls bei Empfindlichkeiten bis einschließlich ISO 200. Hier sehen die Fotos hell und lebendig aus. Die Belichtungsautomatik liefert gute Ergebnisse. Wie bei den meisten Kompaktkameras gibt es bei sehr kontrastreichen Szenen jedoch überbelichtete Bildbereiche. Der Weißabgleich leistet im Großen und Ganzen zuverlässige Dienste, liefert unter Kunstlicht aber etwas zu warme Ergebnisse.

Mit der Coolpix L120 aufgenommene Videoclips bewegen sich in etwa auf dem Niveau von einfachen HD-Pocket-Camcordern: Für YouTube & Co. oder fürs gelegentliche Anschauen auf dem Fernseher sind sie ausreichend. Allerdings sorgen Kameraschwenks für ein deutliches Ruckeln, und schnell bewegte Motive hinterlassen gerne einmal leichte Geisterbilder. Mit diesen Problemen haben allerdings die meisten Kompaktkameras zu kämpfen. Der optische Zoom funktioniert erfreulicherweise während der Videoaufnahme, was angesichts des flexiblen Brennweitenbereichs ein definitiver Pluspunkt ist. Wie der Autofokus ist allerdings auch der Zoommotor im Videomodus ziemlich langsam. Immerhin sind die beiden dafür auf den Aufnahmen nur in wirklich mucksmäuschenstiller Umgebung zu hören. Ton nimmt die Digicam in Stereo auf.

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