Geschwindigkeit

Zwar ist die Panasonic Lumix DMC-FS35 nicht gerade der Supersportler unter den Kompaktkameras, aber für ihre Preisklasse macht die Digicam durchaus eine flotte Figur – insbesondere, was Auslöseverzögerung und Autofokus angeht. Um bei idealen Lichtverhältnissen auf das Motiv zu fokussieren und das Foto einzufangen, braucht die Kamera lediglich 0,3 Sekunden. Im Zwielicht verschlechtert sich der Wert auf immer noch hervorragende 0,6 Sekunden.

Um nach dem Betätigen des Einschalters aus dem Tiefschlaf zu erwachen und das erste Foto einzufangen, benötigt die FS35 sehr gute 1,3 Sekunden. Auch die Zwangspausen zwischen den Fotos fallen angenehm kurz aus: ohne Blitz sind es 1,6; mit zusätzlicher Beleuchtung 2,0 Sekunden. Der Serienbildmodus ist mit 1,1 Aufnahmen pro Sekunde leider nicht besonders schnell. Wer die Pixelzahl von 16 auf 3 Millionen Bildpunkte reduziert, wird immerhin mit 4,4 fps belohnt. Die Qualität ist hier allerdings nicht mehr das Gelbe vom Ei – die Aufnahmen reichen gerade noch für Facebook & Co. oder für sehr kleine Abzüge aus.

Bildqualität

Die Fotoqualität der Panasonic Lumix DMC-FS35 bewegt sich zwischen gut und sehr gut. Wer von den 16 Megapixeln eine gewaltige Leistung erwartet, wird allerdings eine Enttäuschung erleben. Die Fotos wirken bei allen ISO-Empfindlichkeiten grundsätzlich etwas zu weich. Einen besonders großen Unterschied können wir zwischen ISO 100 und 400 nicht feststellen. Das bedeutet, dass Aufnahmen bei guten Lichtverhältnissen mit Panasonics intelligenter Automatik eigentlich immer gut gelingen.

Oberhalb von ISO 400 lässt die Bildqualität dann jedoch sichtbar nach – insbesondere bei vergrößerter Betrachtung. Details werden zunehmend verschmiert, und es tritt Bildrauschen in Form von gelben Farbflecken auf. Wer bei wenig Licht ohne Blitz tolle Fotos schießen möchte, muss sich nach einer anderen Kamera umsehen. Zwar bringt die FS35 einen Nachtaufnahmemodus mit reduzierter Pixelzahl mit, doch auch dieser eignet sich mit seinen verfälschten Farben und platten Details bestenfalls noch für Notfälle – oder vielleicht noch für die Kombination aus Facebook und niedrigen Ansprüchen.

Bei guten Lichtverhältnissen bringt die Panasonic Lumix DMC-FS35 angenehme und natürliche Farben auf die Fotos. Wer es lieber etwas gesättigter möchte, stellt den Farbmodus der Kamera von Standard auf Vivid im Normalbildmodus beziehungsweise von Standard auf Happy in der intelligenten Automatik um. Bis einschließlich ISO 400 lassen die Farben nicht nach. Bei ISO 800 und 1600 tritt eine deutlich sichtbare Verschiebung auf.

Der Weißabgleich liefert im Großen und Ganzen zuverlässig gute Ergebnisse. Lediglich unter Kunstlicht gelingen die Aufnahmen einen Tick zu warm. Die Belichtungsautomatik leistet gute Dienste. Wer überbelichtete und zu dunkle Bildbereiche retten möchte, kann sich über Panasonics intelligente Belichtungseinstellung freuen. Wunder kann das Feature zwar nicht vollbringen, aber es erhöht den Dynamikbereich ein wenig.

Die Videoqualität bewegt sich in etwa auf dem Niveau von einfachen HD-Pocket-Camcordern. Fürs Internet und fürs gelegentliche Betrachten auf dem Fernseher reichen die Clips aus. Allerdings sorgen schnelle Kameraschwenks wie bei den meisten Kompaktkameras für Ruckler. Der optische Zoom steht während des Filmens leider nicht zur Verfügung. Dafür gibt es einen digitalen Zoom, von dem wir allerdings abraten. Die Ergebnisse sehen nicht schön aus.

Fazit

Die Panasonic Lumix DMC-FS35 ist eine gute Immer-dabei-Kamera, die man mit ihrem kleinen Metallgehäuse problemlos in der Hosentasche mitnimmt, um den Alltag für Facebook & Co. oder fürs Fotoalbum festzuhalten. Wer viele Innenaufnahmen oder häufig unter schlechten Lichtverhältnissen fotografiert und dann auch noch riesige Abzüge anfertigen möchte, wird mit der Qualität allerdings nicht glücklich werden. Tageslicht-Knipser bekommen hier aber eine ausgezeichnete Leistung fürs Geld. Touchscreen-Fans sollten sich die rund 30 Euro teurere Schwester FS37 näher ansehen.

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