Ausstattung

Zwar hat die Sony Cyber-shot DSC-HX7V auch manuelle Einstellungsmöglichkeiten, doch in erster Linie richten sich die Aufnahmemodi an Fotografen, die die Arbeit am liebsten der Kamera überlassen. Es gibt drei verschiedene Automatiken namens Einfach-Modus, Überlegene Automatik und Intelligente Automatik. Im Einfach-Modus reduziert die Kamera die zur Verfügung stehenden Einstellungsmöglichkeiten aufs absolute Minimum und vergrößert die Schriftdarstellung auf dem Display. Die intelligente Automatik analysiert das Motiv und ordnet es einem von zehn Szenentypen zu. Außerdem aktiviert sie Gesichtserkennung, Dynamikbereichsoptimierung und Bildstabilistor. Bei der überlegenen Automatik schließlich kommt noch drei Mehrfachaufnahme-Modi hinzu: Handheld-Dämmerungsmodus, Anti-Bewegungsunschärfe und HDR-Gegenlichtkorrektur.

Wozu braucht man jetzt überhaupt noch die normale, pardon „nur intelligente“ Automatik? Die bei der überlegenen Automatik hinzugekommenen Mehrfachaufnahme-Modi kombinieren mehrere Fotos und eliminieren so recht effektiv Rauschen sowie Unschärfen und sorgen für korrekt belichtete Fotos. Aber nachdem sie das finale Bild aus einer Reihe von Einzelaufnahmen zusammenstellen, funktionieren diese Programme nur bei unbewegten Motiven. Wenn also die Möglichkeit besteht, dass sich das Geschehen vor der Linse bewegt, sollte man die intelligente Automatik wählen, wenn man nicht wüste Artefakte und seltsames Geschmiere auf den Aufnahmen sehen möchte.

Wer die Mehrfachaufnahme nicht dem Zufall überlassen möchte, findet die drei erwähnten Modi auch unter den Motivprogrammen, die mit SCN auf dem Modusrädchen gekennzeichnet sind. Neben der Beschränkung auf statische Motive ist die mehrsekündige Verarbeitungszeit der Einzelfotos ein weiterer Nachteil der drei Multi-Shot-Modi. Unter dem Punkt SCN finden sich außerdem elf weitere Motivprogramme – von Landschaft über Makro bis Portrait ist alles geboten.

Der texturierte Handgriff der Sony Cyber-shot DSC-HX7V sorgt für einen guten Sitz in der Hand.
Der texturierte Handgriff der Sony Cyber-shot DSC-HX7V sorgt für einen guten Sitz in der Hand.

Fotografen, die das Ruder lieber selbst in die Hand nehmen, können sich über eine Programmautomatik und einen manuellen Modus freuen. Die Programmautomatik (P) regelt Blende und Belichtungszeit selbstständig, überlässt dem Anwender aber alle anderen Parameter. Im manuellen Modus schließlich bleibt alles am Nutzer hängen, inklusive Blende und Belichtungszeit. Für die Verschlusszeit stehen Werte zwischen 1/1600 und 30 Sekunden zur Verfügung. Nachdem die HX7V nicht über eine Irisblende, sondern über einen Neutraldichtefilter verfügt, gibt es für die Blendeneinstellung immer nur zwei Optionen: im Weitwinkel F3,5 und F8,0, im Telebereich F5,5 und F13. Die Modi Blenden- und Belichtungspriorität gibt es leider nicht. Aber nachdem wir immerhin ein paar manuelle Einstellungsmöglichkeiten haben, wollen wir uns mal nicht beschweren.

Erwähenenswert wäre noch die Belichtungsreihenfunktion. Hier schießt die Kamera drei Fotos mit einem Belichtungsabstand von wahlweise 0,3, 0,7 oder 1,0 Blenden voneinander. Das geht leider nicht besonders schnell vonstatten – wer aus den Einzelaufnahmen später HDR-Bilder basteln möchte, sollte bei der Aufnahme ein Stativ verwenden und in erster Linie statische Motive knipsen.

Wie die anderen Sony-Kameras mit rückseitig belichteten Bildsensoren bringt auch die HX7V einen Schwenkpanorama-Modus mit. In diesem Aufnahmeprogramm drückt der Fotograf einfach auf den Auslöser und schwenkt die Digicam über das Motiv. Und schon ist ein Ultrabreitbild im Kasten. Die HX7V bietet ein normales und ein intelligentes Schwenkpanorama – letzteres reduziert die Artefakte und Verzerrungen, die an bewegten Objekten auf dem Bild ansonsten auftreten. Auf dem Papier klingt dieser Modus nicht besonders spannend, in der Praxis wollen wir ihn nach kurzer Benutzung aber nicht mehr missen. Wer mit den maximal 4912 mal 1920 Pixel großen Aufnahmen nicht zufrieden ist, kann auch den hochauflösenden Schwenkpanorama-Modus aktivieren. Dann fängt die Kamera Breitbilder mit gewaltigen 10480 mal 4096 Pixeln ein – also mit knapp 43 Megapixeln. Ein einziges JPEG-Foto ist da gerne mal 20 MByte groß.

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