Leistung

In Sachen Geschwindigkeit bewegt sich die Sony Cyber-shot DSC-HX7V auf dem Niveau von anderen Megazoom-Kameras mit CMOS-Sensor. Bis nach dem Betätigen des Einschalters das erste Foto im Kasten ist, vergehen 1,7 Sekunden. Zwischen jedem weiteren Bild genehmigt sich die Kamera eine Verschnaufpause von 1,4 Sekunden. Mit aktiviertem Blitz verschlechtert sich dieser Wert auf etwas zähe 3,2 Sekunden.

Um bei optimalen Lichtverhältnissen scharfzustellen und das Foto einzufangen, benötigt die Kamera gute 0,4 Sekunden. Im Zwielicht steigt die Auslöseverzögerung auf 0,7 Sekunden an. Der Serienbildmodus stemmt laut Hersteller bis zu 10 fps – die erreicht die Kamera in unserem Test mit 7,6 fps allerdings nicht ganz. Dennoch ist das für eine so kleine Digicam extrem flott. Im Serienbildmodus gilt es allerdings zu beachten, dass die HX7V Fokus- und Belichtungseinstellungen nach dem ersten Foto nicht mehr anpasst. Ändern sich während des Foto-Dauerfeuers die Aufnahmebedingungen, misslingt ein Teil der Bilder. Außerdem muss man nach der Serienbildreihe eine Weile warten, bis die Kamera die ganzen Daten auf die Karte geschrieben hat – in etwa ein bis zwei Sekunden pro geknipstem Foto. Obwohl die Sony Cyber-shot DSC-HX7V für eine Kompaktkamera recht schnell unterwegs ist, sind gelungene Aufnahmen von herumspringenden Haustieren und Kindern Glückssache – hier sind DSLRs mit Phasenvergleichsautofokus nach wie vor das Maß der Dinge.

Bildqualität

Wie man die Bildqualität beurteilt, hängt in erster Linie von den Ansprüchen und Erwartungen ab. Die Aufnahmen sehen grundsätzlich sehr gut bis hervorragend aus. Wer die Aufnahmen allerdings in 100-prozentiger Vergrößerung auf dem Display betrachtet und sich währenddessen die Nase am Panel plattdrückt, wird vermutlich enttäuscht sein. Die Bilder wirken auch bei den niedrigsten Empfindlichkeiten nicht richtig scharf – dafür ist wohl der winzige und mit 16 Megapixeln extrem hoch auflösende Bildsensor verantwortlich.

Zwischen ISO 125 und ISO 400 ist kaum ein Unterschied in der Bildqualität auszumachen. Bei ISO 800 setzt die Rauschunterdrückung sichtbar ein und vernichtet erste Feinheiten auf den Aufnahmen. Außerdem sorgt sie dafür, dass die Farben einen Tick blasser wirken. Beide Effekte steigern sich schließlich bei ISO 1600 und 3200 deutlich. Die Aufnahmen wirken hier fahl und wie gemalt. Die beiden höchsten Empfindlichkeiten sollte man nur in Notfällen einsetzen – etwa, wenn man unbedingt superkurze Verschlusszeiten braucht oder partout im Dunkeln ohne Blitz fotografieren muss. Aber dafür hat Sony ja auch noch ein paar dedizierte Spezialmodi im Angebot.

Die 16-Megapixel-Auflösung ist übrigens komplett überflüssig. Auf dem Papier klingen so viele Pixel zwar toll, in der Praxis ist aber zwischen dieser Sensorgeneration und der vorherigen keine Steigerung bei der Detailwiedergabe zu beobachten. Stattdessen müssen sich die Anwender mit größeren Fotos herumschlagen, die unnötig mehr Speicherplatz und Rechenpower bei der Bildbearbeitung benötigen. Aber dennoch: Selbst DIN-A4-große Abzüge mit ISO 800 und maximaler Brennweite sehen noch recht gut aus. Wer keine höheren Anforderungen an die Aufnahmen stellt, sollte mit der Bildqualität der HX7V zufrieden sein.

Die Farbwiedergabe der HX7V ist exzellent. Zwar stimmen Blau- und Rottöne nicht ganz mit der Wirklichkeit überein, doch die Aufnahmen wirken generell strahlend und lebendig. Außerdem sind die Farben bis ISO 800 weitgehend konsistent. Bei höheren Empfindlichkeiten sehen die Fotos dann allerdings ausgewaschen und matschig aus.

Mit der Sony Cyber-shot DSC-HX7V aufgenommene Videos sehen ebenfalls ausgezeichnet aus und bewegen sich auf einem Niveau mit denen von sehr guten Pocket Camcordern. Die Bildrate von 50 fps und der Bildstabilisator sorgen für weiche Bewegungen, auch wenn die Kamera nur Halbbilder aufnimmt. An schnell bewegten Objekten treten gelegentlich Geisterbilder auf, und teilweise wirken die Aufnahmen einen Hauch zu stark nachgeschärft. Einen ausgewachsenen Full-HD-Camcorder kann die HX7V nicht ersetzen. Wer allerdings nach einer Kompaktkamera sucht, die sowohl gute Bilder als auch gute Videos aufnimmt, sollte dieses Modell definitiv in die engere Auswahl schließen. Das Stereo-Mikrofon und der während der Aufnahme funktionierende optische Zoom sind nette Zugaben. Der Objektivmotor ist bei Brennweitenveränderungen nur auf den Clips zu hören, wenn man in wirklich leisen Umgebungen filmt.

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Sony Cyber-shot DSC-HX7V im Test: kompakte Zehnfach-Zoom-Kamera mit toller Ausstattung

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *