Sony Cyber-shot DSC-HX7V im Test: kompakte Zehnfach-Zoom-Kamera mit toller Ausstattung

von Joshua Goldman und Stefan Möllenhoff am , 18:55 Uhr

Pro
  • hervorragende Ausstattung
  • gute Foto- und Videoqualität
  • schnell
Con
  • leicht unscharfe Fotos bei allen ISO-Werten
  • teilweise hakelige Bedienung
Hersteller: Listenpreis:
ZDNet TESTURTEIL: SEHR GUT 7,8 von 10 Punkte
Fazit:

Es gibt eigentlich nicht viel, was man an der Sony Cyber-shot DSC-HX7V nicht mögen kann. Die Digicam bietet eine tolle Ausstattung, schießt ordentliche Fotos und ist annehmbar schnell. Allerdings kann die Bedienung nicht immer überzeugen, und die Aufnahmen sehen bei starken Vergrößerungen etwas unscharf aus.

Keine drei Zentimeter dick, aber trotzdem zehnfacher optischer Zoom, 25-Millimeter-Weitwinkel, GPS-Receiver für Geotagging, 43-Megapixel-Panoramafunktion und so weiter: Die Sony Cyber-shot DSC-HX7V präsentiert sich als umfangreich ausgestattete und dennoch handliche Reisekamera. Ob die kompakte Digicam die hohen Erwartungen in der Praxis erfüllen kann, zeigt der ausführliche Testbericht.

Sony [1] hat dieses Jahr drei kompakte Megazoom-Kameras der H-Serie vorgestellt: das Highend-Modell HX9V, die Einsteiger-Kamera H70 und dawischen die HX7V. Die HX7V verfügt über das gleiche Objektiv die die H70 und steckt in einem sehr ähnlichen Gehäuse, bringt aber anstelle des langsamen CCD-Sensors den schnellen, rückseitig belichteten CMOS-Chip der HX9V mit. Aber ob dieser den recht happigen Aufpreis von derzeit knapp 100 Euro gegenüber der H70 wert ist? Wir sind gespannt.

Design

Wie bei der H70 ist auch das Gehäuse der HX7V schlicht und einfach gestaltet. Mit Abmessungen von 10,2 mal 5,8 Zentimetern und einer Dicke von 28,6 Millimetern passt die Kamera problemlos in größere Hosentaschen oder Jackentaschen. Das 3,0-Zoll-Display ist groß, hell und auch bei intensiver Sonneneinstrahlung noch recht gut abzulesen. Mit 640 mal 480 Pixeln (921.000 Subpixel) bietet es außerdem eine erfreulich hohe Auflösung. Dank des gummierten Handgriffs auf der rechten Vorderseite und der kleinen Delle für den Daumen gegenüber auf der Rückseite liegt die Digicam gut in der Hand.

Leider gibt es am Design aber auch eine Reihe von Kritikpunkten. Der Blitz beispielsweise sitzt, betrachtet man die Kamera von vorne, sehr weit auf der rechten Seite. Wer nicht aufpasst, verdeckt ihn schnell mit den Fingern. Außerdem fallen die Tasten auf der Rückseite sehr klein aus und bieten wenig haptisches Feedback. Das treibt uns insbesondere bei der dedizierten Aufnahmetaste immer mal wieder an den Rand der Verzweiflung – es dauert nach erfolgreicher Betätigung nämlich immer ein paar Sekunden, bis die Aufnahme startet. Nachdem wir uns aber nicht sicher sind, ob wir den Knopf jetzt auch wirklich gedrückt haben, tippen wir häufig ein zweites Mal auf den Button. Und stoppen die in diesem Moment begonnene Aufnahme wieder.

Das Layout der Bedienelemente ist einfach und übersichtlich. Allerdings können die Tasten in puncto Haptik nicht überzeugen. [2]
Das Layout der Bedienelemente ist einfach und übersichtlich. Allerdings können die Tasten in puncto Haptik nicht überzeugen.

Außerdem gibt es ein paar weitere Design-Aspekte, über die man sich im Klaren sein sollte, bevor man die Kamera kauft. Für den Akku wird beispielsweise kein Ladegerät mehr mitgeliefert. Stattdessen betankt man den Stromspeicher via USB-Kabel im Gehäuse. Nachdem Sony hier auf proprietäre Stecker setzt, muss man leider ein neues kaufen, wenn man die Strippe verliert oder sie das zeitliche segnet.

Die Akkulaufzeit gibt Sony mit nach den Richtlinien der CIPA [3] gemessenen 300 Aufnahmen an. Wer fleißig durch die Gegend zoomt, viele Full-HD-Videos aufnimmt und die Mehrfachaufnahme-Modi voll ausnutzt, wird diesen Wert in der Praxis allerdings nicht annähernd erreichen. Wir empfehlen, einen Ersatzakku zu kaufen. Und am besten auch gleich das externe Ladegerät, denn dann lässt sich der eine Stromspeicher nämlich daheim oder im Hotelzimmer aufladen, während man mit der Digicam gerade auf Achse ist.

Die Menüs sind einfach zu bedienen. Und sollte man sich einmal nicht sicher sein, was man eigentlich gerade tut, hilft ein komplettes, auf der Kamera gespeichertes Handbuch weiter. Wer allerdings schon einmal eine Digitalkamera in der Hand hatte, dürfte ohne Probleme sofort loslegen können. Lediglich die erweiterten Aufnahmemodi, die den schnellen Bildsensor nutzen, sind teilweise erklärungsbedürftig. Bis man die Vor- und Nachteile der ganzen Motivprogramme verstanden hat, dauert es ein wenig. Leider reagiert das Interface gelegentlich etwas langsam, insbesondere beim Wechseln der Aufnahmemodi.

Ausstattung

Zwar hat die Sony Cyber-shot DSC-HX7V auch manuelle Einstellungsmöglichkeiten, doch in erster Linie richten sich die Aufnahmemodi an Fotografen, die die Arbeit am liebsten der Kamera überlassen. Es gibt drei verschiedene Automatiken namens Einfach-Modus, Überlegene Automatik und Intelligente Automatik. Im Einfach-Modus reduziert die Kamera die zur Verfügung stehenden Einstellungsmöglichkeiten aufs absolute Minimum und vergrößert die Schriftdarstellung auf dem Display. Die intelligente Automatik analysiert das Motiv und ordnet es einem von zehn Szenentypen zu. Außerdem aktiviert sie Gesichtserkennung, Dynamikbereichsoptimierung und Bildstabilistor. Bei der überlegenen Automatik schließlich kommt noch drei Mehrfachaufnahme-Modi hinzu: Handheld-Dämmerungsmodus, Anti-Bewegungsunschärfe und HDR-Gegenlichtkorrektur.

Wozu braucht man jetzt überhaupt noch die normale, pardon „nur intelligente“ Automatik? Die bei der überlegenen Automatik hinzugekommenen Mehrfachaufnahme-Modi kombinieren mehrere Fotos und eliminieren so recht effektiv Rauschen sowie Unschärfen und sorgen für korrekt belichtete Fotos. Aber nachdem sie das finale Bild aus einer Reihe von Einzelaufnahmen zusammenstellen, funktionieren diese Programme nur bei unbewegten Motiven. Wenn also die Möglichkeit besteht, dass sich das Geschehen vor der Linse bewegt, sollte man die intelligente Automatik wählen, wenn man nicht wüste Artefakte und seltsames Geschmiere auf den Aufnahmen sehen möchte.

Wer die Mehrfachaufnahme nicht dem Zufall überlassen möchte, findet die drei erwähnten Modi auch unter den Motivprogrammen, die mit SCN auf dem Modusrädchen gekennzeichnet sind. Neben der Beschränkung auf statische Motive ist die mehrsekündige Verarbeitungszeit der Einzelfotos ein weiterer Nachteil der drei Multi-Shot-Modi. Unter dem Punkt SCN finden sich außerdem elf weitere Motivprogramme – von Landschaft über Makro bis Portrait ist alles geboten.

Der texturierte Handgriff der Sony Cyber-shot DSC-HX7V sorgt für einen guten Sitz in der Hand. [4]
Der texturierte Handgriff der Sony Cyber-shot DSC-HX7V sorgt für einen guten Sitz in der Hand.

Fotografen, die das Ruder lieber selbst in die Hand nehmen, können sich über eine Programmautomatik und einen manuellen Modus freuen. Die Programmautomatik (P) regelt Blende und Belichtungszeit selbstständig, überlässt dem Anwender aber alle anderen Parameter. Im manuellen Modus schließlich bleibt alles am Nutzer hängen, inklusive Blende und Belichtungszeit. Für die Verschlusszeit stehen Werte zwischen 1/1600 und 30 Sekunden zur Verfügung. Nachdem die HX7V nicht über eine Irisblende, sondern über einen Neutraldichtefilter verfügt, gibt es für die Blendeneinstellung immer nur zwei Optionen: im Weitwinkel F3,5 und F8,0, im Telebereich F5,5 und F13. Die Modi Blenden- und Belichtungspriorität gibt es leider nicht. Aber nachdem wir immerhin ein paar manuelle Einstellungsmöglichkeiten haben, wollen wir uns mal nicht beschweren.

Erwähenenswert wäre noch die Belichtungsreihenfunktion. Hier schießt die Kamera drei Fotos mit einem Belichtungsabstand von wahlweise 0,3, 0,7 oder 1,0 Blenden voneinander. Das geht leider nicht besonders schnell vonstatten – wer aus den Einzelaufnahmen später HDR-Bilder basteln möchte, sollte bei der Aufnahme ein Stativ verwenden und in erster Linie statische Motive knipsen.

Wie die anderen Sony-Kameras mit rückseitig belichteten Bildsensoren bringt auch die HX7V einen Schwenkpanorama-Modus mit. In diesem Aufnahmeprogramm drückt der Fotograf einfach auf den Auslöser und schwenkt die Digicam über das Motiv. Und schon ist ein Ultrabreitbild im Kasten. Die HX7V bietet ein normales und ein intelligentes Schwenkpanorama – letzteres reduziert die Artefakte und Verzerrungen, die an bewegten Objekten auf dem Bild ansonsten auftreten. Auf dem Papier klingt dieser Modus nicht besonders spannend, in der Praxis wollen wir ihn nach kurzer Benutzung aber nicht mehr missen. Wer mit den maximal 4912 mal 1920 Pixel großen Aufnahmen nicht zufrieden ist, kann auch den hochauflösenden Schwenkpanorama-Modus aktivieren. Dann fängt die Kamera Breitbilder mit gewaltigen 10480 mal 4096 Pixeln ein – also mit knapp 43 Megapixeln. Ein einziges JPEG-Foto ist da gerne mal 20 MByte groß.

Im Videomodus fängt die kleine Cyber-shot maximal 1920 mal 1080 Pixel bei 50 Halbbildern pro Sekunde ein. Als Videocodec finden wahlweise AVCHD oder MPEG-4 Verwendung. Der optische Zoom steht erfreulicherweise auch während der Aufnahme zur Verfügung. Man muss sich übrigens nicht die Mühe machen, und für jeden Clip den Videomodus aktivieren – ein Druck auf die dedizierten Videotaste reicht aus, um die Aufnahme zu starten. Betätigt man während des Filmens den Auslöser, schießt die Digicam ein 3-Megapixel-Standbild.

Und schließlich gibt es dann noch drei verschiedene 3D-Modi. Das 3D-Schwenkpanorama funktioniert wie sein zweidimensionaler Bruder, schreibt allerdings 3D-Aufnahmen auf die Speicherkarte, die sich anschließend auf einem kompatiblen Fernseher, Beamer oder Monitor bewundern lassen. Hier speichert die Digicam während des Schwenks einfach unterschiedliche Teilbilder für das rechte und linke Auge und erzeugt so einen stereoskopischen Effekt.

Mit dem Modus Schwenkbare Mehrfach-Winkel lassen sich mehrere Blickwinkel von einem Objekt aufzeichnen und anschließend auf dem Kameradisplay begutachten. In der HX7V steckt ein Beschleunigungssensor, der Kippbewegungen erkennt und anhand dessen durch die verschiedenen Ansichten des fotografieren Gegenstands blättert. Man kann also quasi mit der Kamera als Brille um ein virtuelles Objekt herumgucken. 3D-Standbild schließlich versucht, den Abstand zwischen Vorder- und Hintergrund zu ermitteln und anhand dessen ein 3D-Foto zu ereugen.

Auf der rechten Seite der Kamera befindet sich ein HDMI-Ausgang. So lassen sich aufgenommene Fotos und Videos ohne Umweg über den Rechner auf dem Fernseher bewundern. [5]
Auf der rechten Seite der Kamera befindet sich ein HDMI-Ausgang. So lassen sich aufgenommene Fotos und Videos ohne Umweg über den Rechner auf dem Fernseher bewundern.

Die Ergebnisse der diversen 3D-Modi bieten noch Raum für Verbesserungen. Bewegte Motive beispielsweise ruinieren den Effekt zuverlässig – am besten knipst man nur Landschaften und Skylines. Außerdem ist recht einfach zu sehen, dass die Kamera die Szene vor der Linse in mehrere Ebenen einteilt und das Bild auf diese verteilt. Alles in allem gehen die Ergebnisse schon in Ordnung, sollten aber kein alleiniger Grund sein, jetzt ausgerechnet dieses Modell zu kaufen.

Bei so vielen Aufnahmefunktionen könnte man glatt vergessen, dass die HX7V – wie das „V“ am Ende des Namens verrät – einen integrierten GPS-Receiver mitbringt. Um den Empfänger anzuschalten, muss man sich ungünstigerweise durch die Untiefen des Hauptmenüs wühlen. Das Feature verbraucht viel Strom und sollte damit komfortabler und schneller ein- und auszuschalten sein. Nach erfolgreicher Aktivierung fängt die Kamera an, sich zu orientieren. Je nachdem, wie gut oder schlecht die Sicht auf den Himmel ist, kann das auch mal einige Minuten dauern. Die Geotagging-Möglichkeiten der HX7V sind zwar nicht ganz so umfangreich wie beispielsweise bei der Panasonic Lumix DMC-TZ22, aber dafür scheinen die Positionsdaten etwas genauer zu sein.

Die folgende Tabelle zeigt noch einmal die wichtigsten Ausstattungsmerkmale von vier aktuellen Superzoom-Kompaktkameras auf einen Blick.

Hersteller Canon Panasonic Sony Sony
Modell PowerShot SX230 HS [6] Lumix DMC-TZ22 [7] Cyber-shot DSC-HX7V Cyber-shot DSC-HX9V [8]
Preis 240 Euro 270 Euro 240 Euro 300 Euro
Bildsensor 1/2,3-Zoll-BSI-CMOS 1/2,3-Zoll-CMOS 1/2,3-Zoll-BSI-CMOS 1/2,3-Zoll-BSI-CMOS
Auflösung 12 Megapixel 14 Megapixel 16 Megapixel 16 Megapixel
Optischer Zoom 14-fach 16-fach 10-fach 16-fach
Brennweitenbereich 28 – 392 mm 24 – 384 mm 25 – 250 mm 24 – 384 mm
Lichtstärke F3,1 – F5,9 F3,3 – F5,9 F3,5 – F5,5 F3,3 – F5,9
Bildstabilisator optisch optisch optisch optisch
Empfindlichkeiten ISO 100 – 3200 ISO 80 – 6400 ISO 125 – 3200 ISO 100 – 3200
Max. Fotoauflösung 4000 x 3000 Pixel 4320 x 3240 Pixel 4608 x 3456 Pixel 4608 x 3456 Pixel
Max. Videoauflösung 1920 x 1080 Pixel
@ 24 fps
1920 x 1080 Pixel
@ 50 fps
1920 x 1080 Pixel
@ 50 fps
1920 x 1080 Pixel
@ 50 fps
Manuelle Einstellungen P, A, S, M P, A, S, M P, M P, M
GPS ja ja ja ja
Display 3,0 Zoll, 480 x 320 Pixel 3,0 Zoll, 480 x 320 Pixel,
Touchscreen
3,0 Zoll, 640 x 480 Pixel 3,0 Zoll, 640 x 480 Pixel
Sucher nein nein nein nein
Zubehörschuh nein nein nein nein
Abmessungen 10,6 x 6,2 x 3,3 cm 10,5 x 5,8 x 3,3 cm 10,2 x 5,8 x 2,9 cm 10,5 x 5,9 x 3,4 cm
Gewicht 223 g 219 g 208 g 245 g

Leistung

In Sachen Geschwindigkeit bewegt sich die Sony Cyber-shot DSC-HX7V auf dem Niveau von anderen Megazoom-Kameras mit CMOS-Sensor. Bis nach dem Betätigen des Einschalters das erste Foto im Kasten ist, vergehen 1,7 Sekunden. Zwischen jedem weiteren Bild genehmigt sich die Kamera eine Verschnaufpause von 1,4 Sekunden. Mit aktiviertem Blitz verschlechtert sich dieser Wert auf etwas zähe 3,2 Sekunden.

Um bei optimalen Lichtverhältnissen scharfzustellen und das Foto einzufangen, benötigt die Kamera gute 0,4 Sekunden. Im Zwielicht steigt die Auslöseverzögerung auf 0,7 Sekunden an. Der Serienbildmodus stemmt laut Hersteller bis zu 10 fps – die erreicht die Kamera in unserem Test mit 7,6 fps allerdings nicht ganz. Dennoch ist das für eine so kleine Digicam extrem flott. Im Serienbildmodus gilt es allerdings zu beachten, dass die HX7V Fokus- und Belichtungseinstellungen nach dem ersten Foto nicht mehr anpasst. Ändern sich während des Foto-Dauerfeuers die Aufnahmebedingungen, misslingt ein Teil der Bilder. Außerdem muss man nach der Serienbildreihe eine Weile warten, bis die Kamera die ganzen Daten auf die Karte geschrieben hat – in etwa ein bis zwei Sekunden pro geknipstem Foto. Obwohl die Sony Cyber-shot DSC-HX7V für eine Kompaktkamera recht schnell unterwegs ist, sind gelungene Aufnahmen von herumspringenden Haustieren und Kindern Glückssache – hier sind DSLRs mit Phasenvergleichsautofokus nach wie vor das Maß der Dinge.

Bildqualität

Wie man die Bildqualität beurteilt, hängt in erster Linie von den Ansprüchen und Erwartungen ab. Die Aufnahmen sehen grundsätzlich sehr gut bis hervorragend aus. Wer die Aufnahmen allerdings in 100-prozentiger Vergrößerung auf dem Display betrachtet und sich währenddessen die Nase am Panel plattdrückt, wird vermutlich enttäuscht sein. Die Bilder wirken auch bei den niedrigsten Empfindlichkeiten nicht richtig scharf – dafür ist wohl der winzige und mit 16 Megapixeln extrem hoch auflösende Bildsensor verantwortlich.

Zwischen ISO 125 und ISO 400 ist kaum ein Unterschied in der Bildqualität auszumachen. Bei ISO 800 setzt die Rauschunterdrückung sichtbar ein und vernichtet erste Feinheiten auf den Aufnahmen. Außerdem sorgt sie dafür, dass die Farben einen Tick blasser wirken. Beide Effekte steigern sich schließlich bei ISO 1600 und 3200 deutlich. Die Aufnahmen wirken hier fahl und wie gemalt. Die beiden höchsten Empfindlichkeiten sollte man nur in Notfällen einsetzen – etwa, wenn man unbedingt superkurze Verschlusszeiten braucht oder partout im Dunkeln ohne Blitz fotografieren muss. Aber dafür hat Sony ja auch noch ein paar dedizierte Spezialmodi im Angebot.

Die 16-Megapixel-Auflösung ist übrigens komplett überflüssig. Auf dem Papier klingen so viele Pixel zwar toll, in der Praxis ist aber zwischen dieser Sensorgeneration und der vorherigen keine Steigerung bei der Detailwiedergabe zu beobachten. Stattdessen müssen sich die Anwender mit größeren Fotos herumschlagen, die unnötig mehr Speicherplatz und Rechenpower bei der Bildbearbeitung benötigen. Aber dennoch: Selbst DIN-A4-große Abzüge mit ISO 800 und maximaler Brennweite sehen noch recht gut aus. Wer keine höheren Anforderungen an die Aufnahmen stellt, sollte mit der Bildqualität der HX7V zufrieden sein.

Die Farbwiedergabe der HX7V ist exzellent. Zwar stimmen Blau- und Rottöne nicht ganz mit der Wirklichkeit überein, doch die Aufnahmen wirken generell strahlend und lebendig. Außerdem sind die Farben bis ISO 800 weitgehend konsistent. Bei höheren Empfindlichkeiten sehen die Fotos dann allerdings ausgewaschen und matschig aus.

Mit der Sony Cyber-shot DSC-HX7V aufgenommene Videos sehen ebenfalls ausgezeichnet aus und bewegen sich auf einem Niveau mit denen von sehr guten Pocket Camcordern. Die Bildrate von 50 fps und der Bildstabilisator sorgen für weiche Bewegungen, auch wenn die Kamera nur Halbbilder aufnimmt. An schnell bewegten Objekten treten gelegentlich Geisterbilder auf, und teilweise wirken die Aufnahmen einen Hauch zu stark nachgeschärft. Einen ausgewachsenen Full-HD-Camcorder kann die HX7V nicht ersetzen. Wer allerdings nach einer Kompaktkamera sucht, die sowohl gute Bilder als auch gute Videos aufnimmt, sollte dieses Modell definitiv in die engere Auswahl schließen. Das Stereo-Mikrofon und der während der Aufnahme funktionierende optische Zoom sind nette Zugaben. Der Objektivmotor ist bei Brennweitenveränderungen nur auf den Clips zu hören, wenn man in wirklich leisen Umgebungen filmt.

Fazit

Die Sony Cyber-shot DSC-HX7V überzeugt mit flotten Reaktionen, flexiblem Objektiv, toller Ausstattung und verhältnismäßig guter Bildqualität bei schwierigen Lichtverhältnissen. Zwar könnten die Fotos schärfer gelingen und die Farben realitätsnaher sein, doch im Großen und Ganzen befriedigt die Digicam die Ansprüche von Schnappschussfotografen. Die Automatiken liefern recht zuverlässig gute Ergebnisse, und für erste Experimente mit Blende und Belichtungszeit gibt es einen manuellen Modus. Leider hat uns die Kamera in puncto Bedienung nicht immer überzeugt – wer sich die HX7V kaufen möchte, sollte sie unbedingt vorher im Laden ausprobieren.

Aufnahmegeschwindigkeit (in Sekunden)
(kürzere Balken bedeuten bessere Leistung)

Zeit bis zur ersten Aufnahme   
Zeit zwischen zwei Aufnahmen   
Auslöse- verzögerung (Zwielicht)   
Auslöse- verzögerung (Tageslicht)   
Panasonic Lumix DMC-TZ22 [7]

1.9 
1.1 
0.7 
0.4 
Sony Cyber-shot DSC-HX7V

1.7 
1.4 
0.7 
0.4 
Nikon Coolpix S8100 [10]

1.1 
1.5 
0.7 
0.4 
Sony Cyber-shot DSC-HX5V [11]

1.8 
1.5 
0.8 
0.4 
Canon Ixus 1000 HS [12]

2.9 
2.3 
0.8 
0.6 

Serienbildgeschwindigkeit (in Fotos pro Sekunde)
(längere Balken bedeuten bessere Leistung)
Sony Cyber-shot DSC-HX7V

10 
Canon Ixus 1000 HS [12]

3.6 

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

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[1] Sony: http://www.cnet.de/unternehmen/sony/

[2] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41555143/sony_cyber-shot_dsc-hx7v_hinten.jpg

[3] CIPA: http://en.wikipedia.org/wiki/Camera_%26_Imaging_Products_Association

[4] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41555143/sony_cyber-shot_dsc-hx7v_oben.jpg

[5] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41555143/sony_cyber-shot_dsc-hx7v_seite.jpg

[6] PowerShot SX230 HS: https://www.cnet.de/tests/digicam/41551277/testbericht/canon_powershot_sx230_hs_im_test_sehr_guter_superzoomer_mit_gps_und_bsi_sensor.htm

[7] Lumix DMC-TZ22: https://www.cnet.de/tests/digicam/41549955/testbericht/panasonic_lumix_dmc_tz22_im_test_schneller_16_fach_superzoomer_mit_gps_und_touchscreen.htm

[8] Cyber-shot DSC-HX9V: https://www.cnet.de/tests/digicam/41554280/testbericht/sony_cyber_shot_dsc_hx9v_im_test_16_fach_superzoomer_mit_mega_ausstattung.htm

[9] Testfotos: die Bildqualität der Sony Cyber-shot DSC-HX7V: https://www.cnet.de/41555141/testfotos-die-bildqualitaet-der-sony-cyber-shot-dsc-hx7v/?pid=1#sid=41555143

[10] Nikon Coolpix S8100: https://www.cnet.de/tests/digicam/41546392/testbericht/nikon_coolpix_s8100_im_test_guenstiger_highspeed_superzoomer_mit_bsi_cmos_sensor.htm

[11] Sony Cyber-shot DSC-HX5V: https://www.cnet.de/tests/digicam/41530823/testbericht/sony_cyber_shot_dsc_hx5v_im_test_umwerfende_ausstattung__maessige_bildqualitaet.htm

[12] Canon Ixus 1000 HS: https://www.cnet.de/tests/digicam/41540461/testbericht/canon_ixus_1000_hs_im_test_traege_superzoom_kamera_mit_guter_bildqualitaet.htm