Kaufberatung und Vergleichstest: Der beste Kopfhörer für iPod, iPhone & Co.

MP3 mit 320 KBit/s

Wenn Sie schon viel Geld für einen Kopfhörer ausgeben, dann sollten Sie ihn auch mit hochwertigem Sound füttern. Als Faustregel gilt: MP3-Musik mindestens mit 240, besser mit 320 Kilobit pro Sekunde.

Der 5-Minuten-Test

Sollten Sie die Chance haben, Kopfhörer im Laden zu testen, tragen Sie diese mindestens fünf Minuten lang. Wenn sie nach diesen fünf Minuten auch nur ein klein bisschen drücken oder die Ohren sich in eine Sauna verwandeln, dann besser nicht kaufen. Oder checken, ob der Bügel mit der Zeit noch lockerer werden kann.

Der 5-Sekunden-Sound-Check

Wenn beim Probehören sofort der druckvolle Sound und die tiefen Bässe auffallen, sollten Sie misstrauisch werden. Gute Kopfhörer haben keinen aufdringlichen Super-Bass und geben auch Stimmen oder akustische Instrumente neutral und ohne Effekthascherei wieder.

Schaumstoff-Polster machen Bass

Bei Ohrmuschel-Hörern, die eher dünn klingen, können Schaumstoffpolster Abhilfe schaffen. Sie sorgen für festeren Sitz, dichten den Gehörgang ab und verstärken so die Basswiedergabe.

Diese Kopfhörerformen gibt es

Ganz wichtig: Für jeden Einsatzzweck gibt es das richtige Werkzeug. Das gilt auch hier, denn Jogger stellen andere Anforderungen an ihre musikalischen Begleiter als modebewusste Großstädter. Natürlich spielt auch der Geschmack eine Rolle, aber noch viel entscheidender sind die menschlichen Unterschiede: Manch einer verträgt Druck von innen besser als von außen, bei anderen darf gar nichts fest anliegen – und wieder andere mögen keine Abschottung vom Umgebungslärm.

Ohrmuschel-Hörer

Ohrmuschel-Höhrer (Foto: Sennheiser)

Der meistverbreitete Typ. Die halboffenen Hörer werden einfach in die Ohrmuschel gehängt. Sind fast immer bequem und unproblematisch im Sitz. Gibt es schon ab einem Euro, aber auch als Highend-Version für 100 Euro (Beispiel: Sennheiser MX 980). Sie sind ideal für die unkomplizierte Nutzung unterwegs. Sie dichten das Ohr in der Regel nicht ganz ab und lassen Außengeräusche durch.

Mögliche Nachteile: Der Bass reicht oft nicht sehr tief. Da die Hörer das Ohr nicht ganz abdecken, können lästige Windgeräusche auftreten.

Ohrkanal-Hörer (In Ear)

Ohrkanal-Hörer (In Ear) (Foto: Denon)

Diese Hörer, erkennbar am charakteristischen Gummistopfen, werden in den Ohrkanal eingeführt. Das verbessert die Basswiedergabe, zudem werden Außengeräusche weitgehend ausgeblendet. Die besseren Modelle erreichen ein beeindruckendes Klangniveau mit echtem Tiefbass und nuancierter Wiedergabe. Dieser Typ ist erste Wahl für Menschen, die sehr kompakte Hörer suchen und gleichzeitig Wert auf erstklassigen Sound legen. Gibt es auch in Preisklassen bis zu 500 Euro (Shure SE535, Sony MDR-EX1000).

Die Ohrpass-Stücke müssen genau ans Ohr angepasst werden, sonst sitzen sie zu locker oder drücken. Die meisten Hersteller legen Pass-Stücke aus Silikon in drei verschiedenen Größen bei. Manche Hersteller spendieren zusätzlich Pass-Stücke aus Schaumstoff.

Mögliche Nachteile: Mancher empfindet den Druck im Ohr als unangenehm. Die Hörer dichten fast wie Oropax ab, so dringt auch kein Außengeräusch mehr durch. Das ist im Straßenverkehr bedenklich und hat unter Umständen sogar rechtliche Konsequenzen (§ 1 und § 23 StVO).

Individuell anpassbare Ohrkanal-Hörer

Individuell anpassbare Ohrkanal-Hörer (Foto: Beyerdynamic)

Diese Kopfhörer werden mit individuellen Ohrpass-Stücken, sogenannten Otoplastiken, kombiniert. Beim Kauf erhält der Anwender einen Gutschein, den er beim Hörgeräte-Akustiker einlöst. Der fertigt dann für jedes Ohr eine individuelle Otoplastik an. Solche anpassbaren Hörer gibt es beispielsweise von Beyerdynamic (DTX 101 iE), Etymotic (HF3) und anderen. Der Preis bewegt sich zumeist um die 200 Euro.

Die individuell gefertigten Ohrpass-Stücke dichten das Ohr optimal ab, ohne übermäßig Druck auf den Gehörgang auszuüben. So können die Hörer ihr Klangpotenzial optimal ausschöpfen.

Mögliche Nachteile: Ähnlich wie bei Ohrkanal-Hörern. Bleibt die Frage, ob man für die 200 Euro nicht gleich einen guten Bügelkopfhörer nimmt.

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