Kaufberatung und Vergleichstest: Der beste Kopfhörer für iPod, iPhone & Co.

Ultrasone HFI-15G

Der HFI-15G ist ein sehr leichter, ohraufliegender Hörer. Beim ersten Anfassen wirkt das Gerät mit den dicken schwarzen Kunststoffbügeln eher billig – vor allem angesichts des Preises von 79 Euro. Der HFI-15G ist dafür aber stabil und durch das weiche Textilpolster sehr angenehm zu tragen. Insgesamt ist er ein lässiger Musikbegleiter für den Alltag.

Das Klangbild gehört in die Kategorie warm-weich-gemütlich. Der Bass ist für Feingeister etwas zu mächtig und in puncto Auflösung gibt der HFI-15G kein großes Vorbild ab. Insgesamt bleibt der Klang aber immer noch luftig und räumlich genug, was vor allem Ultrasones hauseigener S-Logic-Technik zu verdanken ist. Die Schallwandler sind im Hörer etwas versetzt angebracht, so dass sie nicht direkt in den Gehörgang reinpusten. Das soll den typischen Kopfhörer-Sound vermeiden und den Eindruck vermitteln, man würde Boxen lauschen, die mehrere Meter entfernt sind. Außerdem soll der Schalldruck bei gleicher Lautstärke niedriger sein. Im Test war der Effekt durchaus bemerkbar, der Ultrasone spielt sehr räumlich auf und wird nie penetrant. Trotzdem bleibt der 15G aber im Klang unverkennbar ein Kopfhörer.

Praktisch finden wir die einseitige Kabelzuführung und die Kabellänge von einem Meter ist für den Einsatz mit dem iPod gerade richtig.

Unkomplizierte Handhabung und starker Bass: Ultrasone HFI-15G (Foto: Ultrasone)
Unkomplizierte Handhabung und starker Bass: Ultrasone HFI-15G (Foto: Ultrasone)

  • ohraufliegender Kopfhörer, offen
  • 
Impedanz: 32 Ohm
  • 
Kabel: 1 Meter
  • 
Preis: 79 Euro

Ultrasone HFI-580

Genau wie der HFI-15G arbeitet auch der 580 mit der S-Logic-Technik. Mit ähnlichem Ergebnis: schön räumlicher Klang, aber immer noch Kopfhörer-Sound. Im Gegensatz zum Mobilhörer 15G ist der große, 285 Gramm schwere Bruder ein klassischer Hi-Fi-Hörer für die Stereoanlage. Da musiziert er feinzeichnend, luftig, kräftig und impulsstark. Das Klangbild ist wie bei den meisten geschlossenen Modellen eher dunkel getönt, der Bass kommt aber trockener und präziser als beim 15G. Durch die niedrige Impedanz von 32 Ohm lässt er sich grundsätzlich auch am iPod betreiben – wenn nicht das drei Meter lange Kabel wäre. Die Hörer mit Lederpolster sitzen recht fest, für empfindliche Ohren aber wohl zu fest.

  • geschlossener Hi-Fi-Kopfhörer, ohrumschließend
  • 
Impedanz: 32 Ohm
  • 
Kabel: 3 Meter
  • 
Preis: 149 Euro

Ein Kopfhörer für die Stereoanlage zu Hause: Ultrasone HFI-580 (Foto: Ultrasone)
Ein Kopfhörer für die Stereoanlage zu Hause: Ultrasone HFI-580 (Foto: Ultrasone)

Beyerdynamic T 50 p

Mit einem Preis von 250 Euro liegt der T 50 p weit außerhalb des Testfelds in dieser Kaufberatung. So dient er als Referenz und zeigt, was im Mobilbereich möglich ist. Der T 50 p ist ein ohraufliegender, geschlossener Kopfhörer mit stabilen Metallbügeln und lederbezogenen Polstern. Infolgedessen ist der Hörer relativ schwer und sitzt sehr fest auf den Ohren.

Highlight des T 50 p ist die Tesla-Technik – benannt nach dem Elektro-Ingenieur Nikola Tesla. Die funktioniert im Prinzip so: Durch Steigerung der so genannten magnetischen Flussdichte können die Schwingspulen dünner ausfallen. So erreicht der Schallwandler einen höheren Wirkungsgrad, das heißt, er spielt bei gleicher Lautstärkeeinstellung lauter. Gleichzeitig erzielt der Hörer einen besonders detailreichen Klang. Soweit die Theorie.

In der Praxis spielt der T 50 p nicht unbedingt lauter als die Kollegen, erfreut aber mit einem direkten und kräftigen Klang. Dabei bleibt er aber immer der Klangtreue verpflichtet und schummelt nicht. Bässe sind so wie sie sein sollen: tief, trocken, präzise. Mitten und Höhen kommen ausgewogen und natürlich. Beim konzentrierten Hören merkt man auch, wie feinzeichnend der T 50 p kleinste Nuancen in der Musik herausarbeitet. Ein Hörer, mit dem man unterwegs auch gerne Beethoven Streichquartette hört.

Wegen des relativ hohen Gewichts und der großen Tasche, in die der feine (und vergleichsweise teure) T 50 p unterwegs verpackt werden sollte, ist er nicht unbedingt erste Wahl für den Alltag in der Stadt. Er ist ideal für Anwender, die auf Reisen edlen Klang haben wollen, und dazu gerne eine Extra-Tasche mit Kopfhörer in den Koffer packen. Außerdem eignet er sich auch für Menschen, die zu Hause einen kompakten Hörer für ihre Stereoanlage suchen.

  • ohraufliegender, geschlossener Kopfhörer
  • 
Impedanz: 32 Ohm
  • 
Kabel: 1,2 Meter
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Preis: 249 Euro

Edler Mobilhörer, spielt hochauflösend und ausgewogen: Beyerdynamic T 50 p (Foto: Beyerdynamic)
Edler Mobilhörer, spielt hochauflösend und ausgewogen: Beyerdynamic T 50 p (Foto: Beyerdynamic)

So haben wir getestet

Nach dem Auspacken werden die Kopfhörer erst einmal acht Stunden lang an ein Stereoanlage angeschlossen und mit Pop-Musik gequält. Kopfhörer und Lautsprecher brauchen eine gewisse Einspielzeit. So kann sich beispielsweise die Membran im Schallwandler locker machen.

Alle Ohrhörer wurden an einen iPod Classic und zu Vergleichszwecken auch an eine Stereoanlage von Teac angeschlossen. Die Musik kommt im bestmöglichen MP3-Format (320 KBit/s).

Als Hörprobe dient eine Auswahl unterschiedlicher Musikstücke. The Last Resort vom dänischer Technoproduzenten Anders Trentemøller, die Live-CD Dresden des Saxofonisten Jan Garbarek, Black Ice von AC/DC, Personal Jesus von Nina Hagen, Opernarien gesungen vom Bassbariton Erwin Schrott und Anna Netrebko und schließlich diverse Konzerte mit Soloinstrumenten (Klavier, Oboe, Geige). Alle Aufnahmen sind klangtechnisch auf dem neuesten Stand.

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