Kaufberatung und Vergleichstest: Der beste Kopfhörer für iPod, iPhone & Co.

von Mehmet Toprak am , 19:15 Uhr

Wer aus seinem iPod, dem iPhone oder jedem anderen MP3-Player das klangliche Optimum herausholen will, braucht einen guten Kopfhörer. Das Angebot ist mittlerweile riesig. Wir zeigen, worauf es beim Kauf ankommt, welche Hörer wirklich empfehlenswert sind – und warum guter Sound nicht alles ist.

Dass die mitgelieferten Ohrstöpsel der Apple [1]-MP3-Player nicht der Weißheit letzter Schluss sind, hat sich inzwischen herumgesprochen. Wer besseren Klang erwartet, braucht eine Alternative. Und auch wenn bereits Ersatz angeschafft wurde, hält der meist nicht ewig: Hat das alte Modell nach zwei Jahren einen Kabelbruch erlitten, muss Ersatz her. Kein Problem, das Angebot ist ja riesengroß. Schnell noch den Testbericht reinziehen und dann ab zum Elektrodiscounter. Federleicht und bequem soll er sein, praktisch in der Handhabung und natürlich Spitze im Klang – logisch. Aber vorsicht, hier kommt eine schlechte Nachricht: Den perfekten Kopfhörer, den strahlenden Testsieger, den gibt’s gar nicht.

Wer glaubt, er könne beim Elektrodiscounter schnell mal einen guten Mobilkopfhörer für 50 Euro mitnehmen, bei dem ist Frust vorprogrammiert. Das Problem ist meistens nicht der Klang, sondern der Tragekomfort. Der eine Hörer drückt, der andere sitzt zu locker. Kein Wunder, jeder Menschen hat eben andere Ohren.

Die Hersteller haben darauf reagiert, indem sie in den letzten Jahren die verschiedensten Typen und Bauformen entwickelt haben. Mit ein paar Vorüberlegungen findet eigentlich jeder das passende Modell. Vom Klang her lohnt es sich allemal. Es ist verblüffend, welch detaillierten und weiträumigen Klang die winzigen Schallwandler heute in den Gehörgang zaubern – und das schon zu Preisen ab 30 Euro. Wer will, kann natürlich auch 500 Euro und mehr ausgeben. Wir haben uns für diesen Artikel allerdings auf Kopfhörer bis maximal 100 Euro konzentriert. Hier ist nicht nur die Auswahl am größten, hier finden sich auch die Modelle, die den besten Kompromiss zwischen anspruchsvollem Klang und akzeptablem Preis bieten.

Tipps zum Kauf eines Mobilkopfhörers

Wer vor und nach dem Kauf ein paar Dinge beachtet, trifft eher die richtige Wahl – und kann vielleicht sogar noch Geld sparen.

Erst die Bauform, dann das Modell

Klanglich hochwertige Hörer gibt es in allen Bauformen. Deshalb sollten Sie sich zuerst einmal für die Bauform entscheiden und dann erst das konkrete Modell auswählen.

Große Hörer brauchen mehr Strom

Große Kopfhörer benötigen meistens für die gleiche Lautstärke auch mehr Energie. Das kann die Akkulaufzeit des MP3-Spielers verkürzen.

Burn-In für Kopfhörer

Neue Kopfhörer klingen nach dem Auspacken noch nicht wirklich gut. Sie müssen sich langsam einspielen. Deshalb gilt: Entweder den Hörer benutzen, bis der Klang seine „Soll-Qualität“ erreicht hat, oder nach dem Auspacken mindestens fünf Stunden lang an eine Stereoanlage hängen und mit mittlerer Lautstärke bespielen.

Auch Kopfhörer müssen eingefahren werden: Für einen ordentlichen Klang sollte man sie nach dem Auspacken ein paar Stunden bei mittlerer Lautstärke an die Stereo-Anlage hängen. (Foto: Skullcandy)
Auch Kopfhörer müssen eingefahren werden: Für einen ordentlichen Klang sollte man sie nach dem Auspacken ein paar Stunden bei mittlerer Lautstärke an die Stereo-Anlage hängen. (Foto: Beyerdynamic)

Ohrkanal-Hörer vorher probieren

Die typischen MP3-Ohrhörer kann man fast nie im Laden ausprobieren. Wenn Sie einen Ohrkanal-Hörer anschaffen wollen, sollten Sie aber vorher testen, ob Sie damit klarkommen. Vielleicht hat ja ihr Smartphone [2] noch einen In-Ear in der Schachtel. Oder ein Freund leiht seinen. Die Notlösung: Einen Billigen zum Ausprobieren kaufen und erst danach entscheiden.

MP3 mit 320 KBit/s

Wenn Sie schon viel Geld für einen Kopfhörer ausgeben, dann sollten Sie ihn auch mit hochwertigem Sound füttern. Als Faustregel gilt: MP3-Musik mindestens mit 240, besser mit 320 Kilobit pro Sekunde.

Der 5-Minuten-Test

Sollten Sie die Chance haben, Kopfhörer im Laden zu testen, tragen Sie diese mindestens fünf Minuten lang. Wenn sie nach diesen fünf Minuten auch nur ein klein bisschen drücken oder die Ohren sich in eine Sauna verwandeln, dann besser nicht kaufen. Oder checken, ob der Bügel mit der Zeit noch lockerer werden kann.

Der 5-Sekunden-Sound-Check

Wenn beim Probehören sofort der druckvolle Sound und die tiefen Bässe auffallen, sollten Sie misstrauisch werden. Gute Kopfhörer haben keinen aufdringlichen Super-Bass und geben auch Stimmen oder akustische Instrumente neutral und ohne Effekthascherei wieder.

Schaumstoff-Polster machen Bass

Bei Ohrmuschel-Hörern, die eher dünn klingen, können Schaumstoffpolster Abhilfe schaffen. Sie sorgen für festeren Sitz, dichten den Gehörgang ab und verstärken so die Basswiedergabe.

Diese Kopfhörerformen gibt es

Ganz wichtig: Für jeden Einsatzzweck gibt es das richtige Werkzeug. Das gilt auch hier, denn Jogger stellen andere Anforderungen an ihre musikalischen Begleiter als modebewusste Großstädter. Natürlich spielt auch der Geschmack eine Rolle, aber noch viel entscheidender sind die menschlichen Unterschiede: Manch einer verträgt Druck von innen besser als von außen, bei anderen darf gar nichts fest anliegen – und wieder andere mögen keine Abschottung vom Umgebungslärm.

Ohrmuschel-Hörer

Ohrmuschel-Höhrer (Foto: Sennheiser) [3]

Der meistverbreitete Typ. Die halboffenen Hörer werden einfach in die Ohrmuschel gehängt. Sind fast immer bequem und unproblematisch im Sitz. Gibt es schon ab einem Euro, aber auch als Highend-Version für 100 Euro (Beispiel: Sennheiser MX 980). Sie sind ideal für die unkomplizierte Nutzung unterwegs. Sie dichten das Ohr in der Regel nicht ganz ab und lassen Außengeräusche durch.

Mögliche Nachteile: Der Bass reicht oft nicht sehr tief. Da die Hörer das Ohr nicht ganz abdecken, können lästige Windgeräusche auftreten.

Ohrkanal-Hörer (In Ear)

Ohrkanal-Hörer (In Ear) (Foto: Denon) [4]

Diese Hörer, erkennbar am charakteristischen Gummistopfen, werden in den Ohrkanal eingeführt. Das verbessert die Basswiedergabe, zudem werden Außengeräusche weitgehend ausgeblendet. Die besseren Modelle erreichen ein beeindruckendes Klangniveau mit echtem Tiefbass und nuancierter Wiedergabe. Dieser Typ ist erste Wahl für Menschen, die sehr kompakte Hörer suchen und gleichzeitig Wert auf erstklassigen Sound legen. Gibt es auch in Preisklassen bis zu 500 Euro (Shure SE535, Sony [5] MDR-EX1000).

Die Ohrpass-Stücke müssen genau ans Ohr angepasst werden, sonst sitzen sie zu locker oder drücken. Die meisten Hersteller legen Pass-Stücke aus Silikon in drei verschiedenen Größen bei. Manche Hersteller spendieren zusätzlich Pass-Stücke aus Schaumstoff.

Mögliche Nachteile: Mancher empfindet den Druck im Ohr als unangenehm. Die Hörer dichten fast wie Oropax ab, so dringt auch kein Außengeräusch mehr durch. Das ist im Straßenverkehr bedenklich und hat unter Umständen sogar rechtliche Konsequenzen (§ 1 [6] und § 23 StVO [7]).

Individuell anpassbare Ohrkanal-Hörer

Individuell anpassbare Ohrkanal-Hörer (Foto: Beyerdynamic) [8]

Diese Kopfhörer werden mit individuellen Ohrpass-Stücken, sogenannten Otoplastiken, kombiniert. Beim Kauf erhält der Anwender einen Gutschein, den er beim Hörgeräte-Akustiker einlöst. Der fertigt dann für jedes Ohr eine individuelle Otoplastik an. Solche anpassbaren Hörer gibt es beispielsweise von Beyerdynamic (DTX 101 iE), Etymotic (HF3) und anderen. Der Preis bewegt sich zumeist um die 200 Euro.

Die individuell gefertigten Ohrpass-Stücke dichten das Ohr optimal ab, ohne übermäßig Druck auf den Gehörgang auszuüben. So können die Hörer ihr Klangpotenzial optimal ausschöpfen.

Mögliche Nachteile: Ähnlich wie bei Ohrkanal-Hörern. Bleibt die Frage, ob man für die 200 Euro nicht gleich einen guten Bügelkopfhörer nimmt.

Sportkopfhörer

Sportkopfhörer (Foto: Sennheiser) [9]

Diese Modelle sind häufig schon an den knalligen Farben erkennbar. Diese Hörer sitzen durch spezielle Bügelkonstruktionen oder verstärkte Kabel, die hinter dem Ohr herumgeführt werden, sehr fest und fallen beim Joggen nicht raus. Das Material ist oft abwaschbar und unempfindlich gegen Schweiß. Die Hörer sind auf stabilen Sitz getrimmt, klanglich sind sie völlig in Ordnung, gehören aber nicht in die Spitzenklasse. Aber wer hört beim Joggen schon Beethovens Streichquartette?

Mögliche Nachteil: Nicht ideal für Brillenträger, da Bügel oder Kabel hinter dem Ohr unter Umständen an den Brillenbügel stoßen.

Ohraufliegende Hörer mit Klappbügel

Ohraufliegende Hörer mit Klappbügel (Foto: Koss) [10]

Bieten durch die größere Membranfläche mehr Spielraum für voluminösen Klang. Sind leicht aufzusetzen, kein umständliches Anpassen und Hineindrehen ins Ohr erforderlich. Gut geeignet für Nutzer, die bequeme Handhabung und gleichzeitig anspruchsvollen Klang suchen. Auch gut als Kombihörer für die Kompaktstereoanlage zu Hause und den iPod unterwegs.

Mögliche Nachteile: Die Hörer können aufs Ohr drücken und die Dreh- und Klapp-Gelenke verlangen einen pfleglichen Umgang. Nicht geeignet für eilige Menschen, die vor dem Weggehen alle ihre Sachen schnell in die Tasche zu werfen. Da eine größere Membran mehr Energie braucht, um bewegt zu werden, sind die Großen meistens auch etwas leiser – oder sie ziehen mehr Strom aus dem MP3-Player.

Ohrumschließende Kopfhörer

Ohrumschließende Kopfhörer (Foto: Creative) [11]

Hier handelt es sich häufig um konventionelle Hi-Fi-Hörer, die durch Größe und Gewicht eher zur Stereoanlage im Wohnzimmer passen. Viele Hersteller statten ihre Hörer jedoch mit einem niedrigen Eingangswiderstand (Impedanz) aus, damit diese auch am MP3-Player schön laut spielen. Dementsprechend werden diese Modelle dann als Mobilkopfhörer vermarktet. Allerdings gibt es auch eigens für die mobile Nutzung konstruierte Modelle.

Geeignet sind sie für Nutzer, die bequemen Sitz und gleichzeitig richtig erwachsenen Klang bevorzugen und die Außenwelt akustisch wegsperren wollen. Im Winter praktisch als „musikalischer Ohrenschützer“.

Mögliche Nachteile: Ohrumschließende Hörer schirmen Außengeräusche stark ab. Damit eignen sie sich schlecht für den Einsatz auf der Straße oder in öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Modelle, die zusätzlich noch akustisch geschlossen sind, zeigen häufig eine Tendenz zu übertriebenem Bass. Im Sommer kann es unter den Polstern schon mal sehr warm werden. Manche Hersteller machen sich nicht die Mühe, die Hörer mit einem kurzen Kabel auszurüsten. So muss man unterwegs mit einer 3-Meter-Strippe kämpfen. Beim Kauf sollte man deshalb unbedingt auf die Kabellänge achten.

Lifestyle-Kopfhörer

Lifestyle-Kopfhörer  (Foto: Skullcandy) [12]

Zumeist ohrumschließende, bunt lackierte Modelle. Gut für modebewusste Anwender.

Mögliche Nachteile: Ähnlich wie bei allen ohrumschließenden Typen. Außerdem sind die Lifestyle-Modelle in puncto Klang meistens nur Mittelmaß.

Kopfhörer im Test

Wir haben eine Reihe von Hörern im Preisbereich zwischen 30 und 100 Euro getestet. Zum Vergleich werden auch zwei deutlich teurere Hörer herangezogen.

Sony MDR ZX 500 [13]

Den schneeweißen und federleichten ZX 500 könnte man leicht unterschätzen – als optisch aufgemotzten Lifestyle-Hörer für Nutzer, denen es mehr auf schicke Optik als auf guten Klang ankommt. Damit täte man dem Hörer unrecht, denn so schlecht klingt er gar nicht. Zwar wirkt der Bass etwas aufgedunsen, doch ansonsten ist der Sound in Ordnung. Gute Räumlichkeit sowie ein frischer, druckvoller Klang zeichnen den Sony aus. Die Hörer drücken nicht, sind aber für große Ohren etwas klein geraten. Wer dezentere Farbgebung bevorzugt, kann den ZX 500 auch in Schwarz erwerben.

  • 
ohrumschließend, geschlossen
  • 
Impedanz: 70 Ohm
  • 
Kabel: 1,2 Meter, zweiseitig
  • 
Preis 49 Euro

Schickes Lifestyle-Design und ordentlicher Klang: Sony MDR ZX 500 (Foto: Sony). [14]
Schickes Lifestyle-Design und ordentlicher Klang: Sony MDR ZX 500 (Foto: Sony).

Sony MDR EX310LP [15]

Der EX310LP ist ein schönes Beispiel, wie gut In-Ears klingen können. Der Bass reicht tief und kommt zugleich trocken und präzise. Daneben erfreut der kleine Sony durch ein sehr detailfreudiges, präsentes und lebendiges Klangbild – saftig, aber ohne Schärfen. Egal, ob Kammermusik, Rock oder Elektro, der EX310LP macht Spaß. Kein Highend-Hörer, aber die 55 Euro lohnen sich – sofern man mit In-Ears zurechtkommt. Auch in Design und Ausstattung ist der EX310LP ein echter Sony. Die Hörer lassen sich dank sieben unterschiedlicher Pass-Stücke an (fast) jedes Ohr anpassen und die Kabellänge ist mit 1,2 Meter genau richtig.

  • In-Ear
  • 
Kabel: 1,2 Meter
  • 
Zubehör: 7 Ohrstücke
  • 
Preis: 55 Euro

Satter und detailreicher Klang: Sony MDR EX310LP (Foto: Sony) [16]
Satter und detailreicher Klang: Sony MDR EX310LP (Foto: Sony)

AKG K319 [17]

Der K319 ist ein halboffener Hörer, der in die Ohrmuschel gesteckt wird. Als „Ultra-Highend-Ohrhörer“ bezeichnet AKG den K319 und schürt damit hohe Erwartungen, wozu auch der satte Preis von 79,00 Euro beiträgt.

Tatsächlich musiziert der K319 auf hohem Niveau. Präziser, niemals aufgequollener Bass, weiträumiger luftiger Klang, Stimmen und akustische Instrumente kommen sehr natürlich rüber. Gleichzeitig agiert der K319 druckvoll und präsent. Vielleicht nicht gerade „Ultra-Highend“, aber sehr gut.

Der AKG K319 ist trotzdem ein tragischer Fall. Die Entwickler haben sich wohl auch eine Menge bei der Konstruktion gedacht. So haben sie zum Beispiel den linken Hörer mit einem kleinen fühlbaren Punkt kenntlich gemacht. Gut. Doch das Kabel ist mit 50 Zentimeter so kurz, dass es gerade mal von den Ohren bis zur Hemdtasche reicht. Zwar legt AKG ein Verlängerungskabel bei, doch das erfordert natürlich eine zusätzliche Steckverbindung. Wenig vertrauenswürdig erscheinen auch die Kabeleinführung an den Hörern. Durch den abrupten Übergang von Kabel zu Stecker erscheint bei längerem Gebrauch ein Kabelbruch nicht ausgeschlossen.

Wer mit den genannten Mängeln leben kann, für den ist der K319 ein heißer Tipp. Derzeit gibt es den Hörer in Onlineshops schon für unter 25 Euro. Für diesen Klang ist das ein unschlagbarer Preis.

  • Ohrmuschel-Hörer, halboffen
  • 
Impedanz 32 Ohm
  • 
Kabel: 50 Zentimeter, Verlängerung
  • 
Preis 79,00 Euro

Gehört zu den besten Ohrmuschelhörern: AKG K319 (Foto: AKG) [18]
Gehört zu den besten Ohrmuschelhörern: AKG K319 (Foto: AKG)

AKG K326 [19]

Er sitzt fest, ist bequem und ist nur 5 Gramm schwer – der AKG K326 dürfte den sportlichen Ehrgeiz beim Joggen kaum behindern. Ob er allerdings auch durch guten Sound zu Höchstleistungen motiviert? Das nicht gerade, doch der K326 bietet ein schön durchsichtiges, fein auflösendes und neutrales Klangbild. Mit ausreichend Schmackes, aber AKG-typisch eher hell und analytisch als bassbetont und knallig. Die anpassbaren Ohrbügel sorgen zwar für sicheren Sitz, könnten sich aber bei Brillenträgern mit dem Brillenbügel stören.

Die Lautstärkeregelung ist nahe am Ohr, so dass man nicht lange fummeln muss. Das Testgerät kam im sportlichen Gelb, alternativ gibt’s ihn auch in Rot oder Schwarz.

  • Ohrmuschel-Hörer mit Ohrbügeln
  • 
Impedanz: 32 Ohm
  • 
Kabel: 1 Meter
  • 
Preis: 49,00 Euro

Fällt bei Joggen nicht aus dem Ohr und ist auch klanglich gut: AKG K326 (Foto: AKG) [20]
Fällt bei Joggen nicht aus dem Ohr und ist auch klanglich gut: AKG K326 (Foto: AKG)

Shure SE 215 [21]

Grobmotorisch veranlagte Nutzer werden mit dem Shure SE 215 nicht auf Anhieb zurechtkommen. Wie kriegt man nur die seltsam geformten Hörer mit dem nach hinten geführten Kabel ins Ohr? Das ist gar nicht so leicht und verlangt etwas Übung. Hat man das aber erst mal geschafft, wird man mit fabelhaftem Klang belohnt. Der Shure liefert einen weiträumigen, klaren und gleichzeitig kraftvollen Sound. Egal, ob Stimmen, akustische Instrumente oder Elektronik, der SE 215 klingt immer natürlich und präsent, ohne im Bass zu übertrieben. Auch Percussion macht Spaß, weil trocken und präzise.

Kurz und knapp: Das ist ein hervorragender Hörer für Fans des In-Ear-Prinzips.

  • Ohrkanalhörer
  • 
Impedanz 20 Ohm
  • 
Ohrpass-Stücke aus Schaumstoff oder Silikon (jeweils 3 Größen)
  • 
Kabel: 162 Zentimeter, abnehmbar
  • 
Preis 99 Euro

Sehr guter Klang und Schutz vor Außengeräuschen: Shure SE 215. (Foto Shure) [22]
Sehr guter Klang und Schutz vor Außengeräuschen: Shure SE 215. (Foto Shure)

Beyerdynamic DT 300p [23]

Ein luftiger und weiträumiger Klang ist das Markenzeichen des DTX 300p. Dabei kommen auch Details und Feinzeichnung nicht zu kurz. Der obere Bassbereich ist allerdings etwas schwach, so entfaltet der 300p nicht sehr viel Druck. Also ist er ein Hörer für Leute, die einen unaufdringlich spielenden Begleiter suchen, der nicht auf die Ohren drückt.

Mit den verdrehbaren Hörmuscheln und den Klappbügeln lässt sich der 300p klein zusammenfalten. Der Nachteil: Die feinen Dreh- und Klappgelenke sind zwar gut verarbeitet, sollten aber trotzdem pfleglich behandelt werden.

  • faltbarer Kopfhörer, ohraufliegend, geschlossen
  • 
Impedanz: 32 Ohm
  • 
Kabel: 1,2 Meter
  • 
Preis: 49 Euro

Luftiges, weiträumiges Klangbild und zusammenklappbar: Beyerdynamic DTX 300p (Foto:) [24]
Luftiges, weiträumiges Klangbild und zusammenklappbar: Beyerdynamic DTX 300p (Foto:)

Ultrasone HFI-15G [25]

Der HFI-15G ist ein sehr leichter, ohraufliegender Hörer. Beim ersten Anfassen wirkt das Gerät mit den dicken schwarzen Kunststoffbügeln eher billig – vor allem angesichts des Preises von 79 Euro. Der HFI-15G ist dafür aber stabil und durch das weiche Textilpolster sehr angenehm zu tragen. Insgesamt ist er ein lässiger Musikbegleiter für den Alltag.

Das Klangbild gehört in die Kategorie warm-weich-gemütlich. Der Bass ist für Feingeister etwas zu mächtig und in puncto Auflösung gibt der HFI-15G kein großes Vorbild ab. Insgesamt bleibt der Klang aber immer noch luftig und räumlich genug, was vor allem Ultrasones hauseigener S-Logic-Technik zu verdanken ist. Die Schallwandler sind im Hörer etwas versetzt angebracht, so dass sie nicht direkt in den Gehörgang reinpusten. Das soll den typischen Kopfhörer-Sound vermeiden und den Eindruck vermitteln, man würde Boxen lauschen, die mehrere Meter entfernt sind. Außerdem soll der Schalldruck bei gleicher Lautstärke niedriger sein. Im Test war der Effekt durchaus bemerkbar, der Ultrasone spielt sehr räumlich auf und wird nie penetrant. Trotzdem bleibt der 15G aber im Klang unverkennbar ein Kopfhörer.

Praktisch finden wir die einseitige Kabelzuführung und die Kabellänge von einem Meter ist für den Einsatz mit dem iPod gerade richtig.

Unkomplizierte Handhabung und starker Bass: Ultrasone HFI-15G (Foto: Ultrasone) [26]
Unkomplizierte Handhabung und starker Bass: Ultrasone HFI-15G (Foto: Ultrasone)

  • ohraufliegender Kopfhörer, offen
  • 
Impedanz: 32 Ohm
  • 
Kabel: 1 Meter
  • 
Preis: 79 Euro

Ultrasone HFI-580 [27]

Genau wie der HFI-15G arbeitet auch der 580 mit der S-Logic-Technik. Mit ähnlichem Ergebnis: schön räumlicher Klang, aber immer noch Kopfhörer-Sound. Im Gegensatz zum Mobilhörer 15G ist der große, 285 Gramm schwere Bruder ein klassischer Hi-Fi-Hörer für die Stereoanlage. Da musiziert er feinzeichnend, luftig, kräftig und impulsstark. Das Klangbild ist wie bei den meisten geschlossenen Modellen eher dunkel getönt, der Bass kommt aber trockener und präziser als beim 15G. Durch die niedrige Impedanz von 32 Ohm lässt er sich grundsätzlich auch am iPod betreiben – wenn nicht das drei Meter lange Kabel wäre. Die Hörer mit Lederpolster sitzen recht fest, für empfindliche Ohren aber wohl zu fest.

  • geschlossener Hi-Fi-Kopfhörer, ohrumschließend
  • 
Impedanz: 32 Ohm
  • 
Kabel: 3 Meter
  • 
Preis: 149 Euro

Ein Kopfhörer für die Stereoanlage zu Hause: Ultrasone HFI-580 (Foto: Ultrasone) [28]
Ein Kopfhörer für die Stereoanlage zu Hause: Ultrasone HFI-580 (Foto: Ultrasone)

Beyerdynamic T 50 p [29]

Mit einem Preis von 250 Euro liegt der T 50 p weit außerhalb des Testfelds in dieser Kaufberatung. So dient er als Referenz und zeigt, was im Mobilbereich möglich ist. Der T 50 p ist ein ohraufliegender, geschlossener Kopfhörer mit stabilen Metallbügeln und lederbezogenen Polstern. Infolgedessen ist der Hörer relativ schwer und sitzt sehr fest auf den Ohren.

Highlight des T 50 p ist die Tesla-Technik – benannt nach dem Elektro-Ingenieur Nikola Tesla. Die funktioniert im Prinzip so: Durch Steigerung der so genannten magnetischen Flussdichte können die Schwingspulen dünner ausfallen. So erreicht der Schallwandler einen höheren Wirkungsgrad, das heißt, er spielt bei gleicher Lautstärkeeinstellung lauter. Gleichzeitig erzielt der Hörer einen besonders detailreichen Klang. Soweit die Theorie.

In der Praxis spielt der T 50 p nicht unbedingt lauter als die Kollegen, erfreut aber mit einem direkten und kräftigen Klang. Dabei bleibt er aber immer der Klangtreue verpflichtet und schummelt nicht. Bässe sind so wie sie sein sollen: tief, trocken, präzise. Mitten und Höhen kommen ausgewogen und natürlich. Beim konzentrierten Hören merkt man auch, wie feinzeichnend der T 50 p kleinste Nuancen in der Musik herausarbeitet. Ein Hörer, mit dem man unterwegs auch gerne Beethoven Streichquartette hört.

Wegen des relativ hohen Gewichts und der großen Tasche, in die der feine (und vergleichsweise teure) T 50 p unterwegs verpackt werden sollte, ist er nicht unbedingt erste Wahl für den Alltag in der Stadt. Er ist ideal für Anwender, die auf Reisen edlen Klang haben wollen, und dazu gerne eine Extra-Tasche mit Kopfhörer in den Koffer packen. Außerdem eignet er sich auch für Menschen, die zu Hause einen kompakten Hörer für ihre Stereoanlage suchen.

  • ohraufliegender, geschlossener Kopfhörer
  • 
Impedanz: 32 Ohm
  • 
Kabel: 1,2 Meter
  • 
Preis: 249 Euro

Edler Mobilhörer, spielt hochauflösend und ausgewogen: Beyerdynamic T 50 p (Foto: Beyerdynamic) [30]
Edler Mobilhörer, spielt hochauflösend und ausgewogen: Beyerdynamic T 50 p (Foto: Beyerdynamic)

So haben wir getestet

Nach dem Auspacken werden die Kopfhörer erst einmal acht Stunden lang an ein Stereoanlage angeschlossen und mit Pop-Musik gequält. Kopfhörer und Lautsprecher brauchen eine gewisse Einspielzeit. So kann sich beispielsweise die Membran im Schallwandler locker machen.

Alle Ohrhörer wurden an einen iPod Classic und zu Vergleichszwecken auch an eine Stereoanlage von Teac angeschlossen. Die Musik kommt im bestmöglichen MP3-Format (320 KBit/s).

Als Hörprobe dient eine Auswahl unterschiedlicher Musikstücke. The Last Resort vom dänischer Technoproduzenten Anders Trentemøller, die Live-CD Dresden des Saxofonisten Jan Garbarek, Black Ice von AC/DC, Personal Jesus von Nina Hagen, Opernarien gesungen vom Bassbariton Erwin Schrott und Anna Netrebko und schließlich diverse Konzerte mit Soloinstrumenten (Klavier, Oboe, Geige). Alle Aufnahmen sind klangtechnisch auf dem neuesten Stand.

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

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[1] Apple: http://www.cnet.de/unternehmen/apple/

[2] Smartphone: http://www.cnet.de/themen/smartphone/

[3] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41555378/ohrmuschel.jpg

[4] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41555378/ohrkanal.jpg

[5] Sony: http://www.cnet.de/unternehmen/sony/

[6] § 1: https://www.cnet.de http://dejure.org/gesetze/StVO/1.html

[7] § 23 StVO: https://www.cnet.de http://dejure.org/gesetze/StVO/23.html

[8] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41555378/individuell.jpg

[9] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41555378/sport.jpg

[10] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41555378/klappbuegel.jpg

[11] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41555378/ohrumschliessend2.jpg

[12] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41555378/lifestyle.jpg

[13] Sony MDR ZX 500: http://www.sony.de/product/hpo-classic/mdr-zx500

[14] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41555378/sony_mdr-zx500_weiss.jpg

[15] Sony MDR EX310LP: http://www.sony.de/product/hpi-ex-series/mdr-ex310lp#pageType=TechnicalSpecs

[16] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41555378/sonymdr-ex310.jpg

[17] AKG K319: http://de.akg.com/akg-produkte-detail-de/k319gry.html

[18] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41555378/akg__k319.jpg

[19] AKG K326: http://de.akg.com/akg-produkte-detail-de/k-326.html

[20] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41555378/akg__k326.jpg

[21] Shure SE 215: http://www.shure.de/produkte/ohrhoerer/se215

[22] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41555378/shurese215.jpg

[23] Beyerdynamic DT 300p: http://www.beyerdynamic.de/shop/hah/headphones-and-headsets/sports-and-on-the-way/dtx-300p.html

[24] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41555378/beyerdynamicdtx300p.jpg

[25] Ultrasone HFI-15G: http://www.ultrasone.com/index.php/de/produkte/hfi-15g.html

[26] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41555378/ultrasonehfi_15g_2.jpg

[27] Ultrasone HFI-580: http://www.ultrasone.com/index.php/de/produkte/hfi-580.html

[28] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41555378/ultrasonehfi_580.jpg

[29] Beyerdynamic T 50 p: http://www.beyerdynamic.de/shop/hah/headphones-and-headsets/sports-and-on-the-way/t-50-p.html

[30] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41555378/beyerdynamict50p.jpg