Ausstattung

Für angespruchsvolle und experimentierfreudige Fotografen bringt die Sony Cyber-shot DSC-WX10 einen manuellen Modus mit. Hier hat der Fotograf die volle Kontrolle über Blende und Belichtungszeit. Die Digicam verwendet allerdings keine Irisblende, sondern einen Neutraldichtefilter, um die auf den Sensor einfallende Lichtmenge zu regulieren. Damit stehen bei jeder Brennweite nur zwei verschiedene Einstellungen zur Verfügung: F2,4 und F7,1 im Weitwinkel und F5,9 und F18 im Telebereich. Außerdem hat der Blendenwert keinen Einfluss auf die Tiefenschärfe. Für die Verschlusszeit gibt es Werte zwischen 1/1600 und 30 Sekunden. Die halbautomatischen Modi Blenden- und Belichtungspriorität gibt es nicht, sondern nur eine Programmautomatik, die Blende und Belichtungszeit vollständig übernimmt. Wie im manuellen Modus gibt es hier diverse Einstellungsmöglichkeiten zu Farbe, Kontrast, Sättigung und Schärfe.

Wer die Arbeit am liebsten der Kamera überlässt, findet drei verschiedene Automatiken namens Einfach-Modus, Überlegene Automatik und Intelligente Automatik. Im Einfach-Modus reduziert die Kamera die zur Verfügung stehenden Einstellungsmöglichkeiten aufs absolute Minimum und vergrößert die Schriftdarstellung auf dem Display. Die intelligente Automatik analysiert das Motiv und ordnet es einem von zehn Szenentypen zu. Außerdem aktiviert sie Gesichtserkennung, Dynamikbereichsoptimierung und Bildstabilistor. Bei der überlegenen Automatik schließlich kommt noch drei Mehrfachaufnahme-Modi hinzu: Handheld-Dämmerungsmodus, Anti-Bewegungsunschärfe und HDR-Gegenlichtkorrektur.

Wozu braucht man jetzt überhaupt noch die normale, pardon „nur intelligente“ Automatik? Die bei der überlegenen Automatik hinzugekommenen Mehrfachaufnahme-Modi kombinieren mehrere Fotos und eliminieren so recht effektiv Rauschen sowie Unschärfen und sorgen für korrekt belichtete Fotos. Aber nachdem sie das finale Bild aus einer Reihe von Einzelaufnahmen zusammenstellen, funktionieren diese Programme nur bei unbewegten Motiven. Wenn also die Möglichkeit besteht, dass sich das Geschehen vor der Linse bewegt, sollte man die intelligente Automatik wählen, wenn man nicht wüste Artefakte und seltsames Geschmiere auf den Aufnahmen sehen möchte.

Auf der rechten Seite des Gehäuses befindet sich ein HDMI-Port. So kann man aufgenommene Fotos und Videos ohne Umweg über den Rechner auf dem Fernseher im Wohnzimmer bewundern.
Auf der rechten Seite des Gehäuses befindet sich ein HDMI-Port. So kann man aufgenommene Fotos und Videos ohne Umweg über den Rechner auf dem Fernseher im Wohnzimmer bewundern.

Wer die Mehrfachaufnahme nicht dem Zufall überlassen möchte, findet die drei erwähnten Modi auch unter den Motivprogrammen, die mit SCN auf dem Modusrädchen gekennzeichnet sind. Neben der Beschränkung auf statische Motive ist die mehrsekündige Verarbeitungszeit der Einzelfotos ein weiterer Nachteil der drei Multi-Shot-Modi. Unter dem Punkt SCN finden sich außerdem elf weitere Motivprogramme – von Landschaft über Makro bis Portrait ist alles geboten.

Wie die anderen Sony-Kameras mit rückseitig belichteten Bildsensoren bringt auch die WX10 einen Schwenkpanorama-Modus mit. In diesem Aufnahmeprogramm drückt der Fotograf einfach auf den Auslöser und schwenkt die Digicam über das Motiv. Und schon ist ein Ultrabreitbild im Kasten. Die WX10 bietet ein normales und ein intelligentes Schwenkpanorama – letzteres reduziert die Artefakte und Verzerrungen, die an bewegten Objekten auf dem Bild ansonsten auftreten. Auf dem Papier klingt dieser Modus nicht besonders spannend, in der Praxis wollen wir ihn nach kurzer Benutzung aber nicht mehr missen. Wer mit den maximal 4912 mal 1920 Pixel großen Aufnahmen nicht zufrieden ist, kann auch den hochauflösenden Schwenkpanorama-Modus aktivieren. Dann fängt die Kamera Breitbilder mit gewaltigen 10480 mal 4096 Pixeln ein – also mit knapp 43 Megapixeln. Ein einziges JPEG-Foto ist da gerne mal 20 MByte groß.

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Sony Cyber-shot DSC-WX10 im Test: hervorragende Ausstattung, schlappe Bildqualität

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *