Leistung

Die Sony Cyber-shot DSC-WX10 ist wie alle aktuellen Cyber-Shot-Kameras mit rückseitig belichteten Bildsensoren, die wir getestet haben, ziemlich flott unterwegs. Bis nach dem Betätigen des Einschalters das erste Foto im Kasten ist, vergehen gerade einmal 1,3 Sekunden. Zwischen zwei Fotos genehmigt sich die Kamera eine genau einsekündige Verschnaufpause. Mit zugeschaltetem Blitz verschlechtert sich dieser Wert allerdings auf 3,3 Sekunden.

Bei optimalen Lichtverhältnissen benötigt die Kamera flotte 0,4 Sekunden, um auf das Motiv zu fokussieren und das Bild einzufangen. Im Zwielicht steigt die Auslöseverzögerung auf immer noch ordentliche 0,7 Sekunden an. Im Serienbildmodus feuert die WX10 mit bis zu 10 fps. Hier werden Fokus und Belichtung allerdings ab dem ersten Foto nicht mehr angepasst. Ändern sich also während des Dauerfeuers die Aufnahmebedingungen, misslingt ein Teil der Aufnahmen. Außerdem muss man nach einer Foto-Salve warten, bis die Kamera die Bilder auf die Speicherkarte geschrieben hat – das dauert üblicherweise etwa zwei Sekunden pro geknipster Aufnahme.

Bildqualität

Die Sony Cyber-shot DSC-WX10 kann leider in Sachen Bildqualität nicht überzeugen. Selbst bei der niedrigsten Empfindlichkeit und bei verkleinerter Betrachtung wirken die Aufnahmen weich. Vergrößert man die Aufnahmen auf dem Bildschirm, macht sich die schwache Detailwiedergabe noch deutlicher bemerkbar. Auch bei niedrigen ISO-Werten ist ein Bildrauschen zu sehen, das sich bei zunehmender Empfindlichkeit weiter steigert. Ab ISO 800 setzt die Rauschunterdrürckung merklich ein, baut weiter Details ab und sorgt für schlappe Farben. Bei ISO 1600 und 3200 schließlich wirken die Aufnahmen stumpf und wie gemalt.

An dieser Misere bei der Bildqualität ist definitiv das Objektiv nicht ganz unschuldig. In der Bildmitte ist die Abbildungsleistung nicht gerade berauschend, und zum Rand und zu den Ecken hin lässt die Schärfe noch weiter nach. Angesichts der Tatsache, dass hier eine Highend-Optik aus Sonys G-Serie zum Einsatz kommt, ist das doch etwas enttäuschend. Der Bildsensor dürfte mit seinen 16 Megapixeln auch nicht unbedingt für eine bessere Qualität sorgen – auf einem winzigen Kompaktkamera-Chip ergeben so viele Bildpunkte einfach keinen Sinn. Dennoch: In kleinen Formaten ausgedruckt oder auf dem Bildschirm betrachtet, sehen die Fotos gut aus. Aber die Cyber-shot-Schwestern HX7V und HX9V holen aus dem gleichen 16-Megapixel-Sensor eine deutlich bessere Bildqualität heraus – und haben dementsprechend auch bessere Wertungen abgesahnt. Wir würden es dennoch begrüßen, wenn Sony die Auflösung bei künftigen Kompaktkameras nicht zu Lasten der Bildqualität weiter steigern würde, nur um einen besseren Wert im Datenblatt angeben zu können. Panasonic hat’s bei seinem Superzoomer Lumix DMC-FZ150 vorgemacht.

Mit den Werkseinstellungen liefert die Cyber-shot DSC-WX10 helle und lebendige Farben, die zwar nicht gerade umwerfend realistisch sind, aber dennoch gefallen. Wer sich eine realitätsnähere Farbwiedergabe wünscht, sollte die Farbeinstellung Real nutzen. Außerdem lassen sich die Ergebnisse mit Einstellungen zu Kontrast, Sättigung und Schärfe an die eigenen Bedürfnisse und Wünsche anpassen. Leider stehen diese Parameter nicht in allen Aufnahmemodi zur Verfügung.

Die WX10 liefert im Videomodus sehr gute Ergebnisse. Die Framerate von 60 Halbbildern pro Sekunde sorgt für weiche Bewegungen. An schnell bewegten Objekten treten leichte Geisterbilder auf, und gelegentlich wirken die Aufnahmen etwas überschärft. Einen vollwertigen HD-Camcorder kann die kleine Cyber-shot nicht ersetzen. Aber wer eine Mittelklasse-Kompaktkamera mit gutem Videomodus sucht, ist hier sicherlich nicht ganz falsch. Der optische Zoom funktioniert erfreulicherweise auch während der Videoaufnahme. Allerdings fangen die Stereo-Mikrofone in leisen Aufnahmeumgebungen den Ton des Objektivmotors ein.

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