Samsung Galaxy Note Prototyp im Test: übergroßes Smartphone oder Mini-Tablet mit Android und Stift

Stift-Attacke

Neben dem knalligen Super-AMOLED-Display dürfte der mitgelierferte, unten im Gehäuse eingesteckte Stift das größte Kaufargument darstellen. Ja genau, ein Stift. Und nein, hier kommt kein zähes, uncooles, resistiv arbeitendes Touchscreen-Panel zum Einsatz, sondern die anständige und multitouchfähige kapazitive Technik. Der Stift ist also etwas besonderes – und nicht einfach nur eine Plastikspitze. Samsung nennt ihn S Pen.

Im Gegensatz zum HTC Flyer kann der Stift beim Samsung auch zur Bedienung verwendet werden. Wir können mit ihm über das Display wischen und Symbole antippen. Und, die richtige Anwendung vorausgesetzt, auch handschriftlich Notizen hinterlassen oder coole Zeichnungen aufs virtuelle Blatt Papier kritzeln. Die vorinstallierte App nennt sich S Memo. Neben Zeichnungen und Handschrift nimmt sie auch Sprache auf. In der Praxis funktioniert das erfreulich akkurat, flott und genau.

Der einzige Haken an der Sache: Vor allem die Tatsache, dass der Stylus an der Unterseite des Note angebracht ist, macht ihn zu einem potentiellen Verlustobjekt. Und da man auf dem Note nicht einfach mit jeder Kunststoffspitze Kritzeln kann, könnte Ersatz teuer werden.

Wer braucht’s?

Und der Haken am ganzen Note ist, dass es irgendwie zwischen zwei Stühlen sitzt. Es ist zu groß, um wirklich portabel zu sein, aber zu klein, um ohne Einschränkungen im Web zu surfen oder wirklich volles Video-Vergnügen zu versprechen.

Die Stifteingabe könnte vor allem im beruflichen Umfeld ihre Freunde finden, aber zur Präsentation ist die Anzeige zu klein. Und Studenten würden sich sicherlich über so ein Gerät freuen, aber vor allem das Super-AMOLED-Display treibt den Preis in die Höhe – unterm Strich gehen wir davon aus, dass das Note signifikant teurer ist als ein iPad.

Vorläufiges Fazit

Das Samsung Galaxy Note ist sicherlich ein cooles, leistungsfähiges Android-Tablet-Handy mit hervorragender Ausstattung und wird seine Fans finden. Die Masse der Käufer wird sich aber wohl entweder für ein kleineres und portables Handy interessieren – oder für ein größeres Tablet. Oder für beides. Dennoch warten wir gespannt auf das finale Testgerät – vielleicht überzeugt es uns im Praxiseinsatz ja mehr.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Samsung Galaxy Note Prototyp im Test: übergroßes Smartphone oder Mini-Tablet mit Android und Stift

  • Am 6. September 2011 um 23:06 von Nguoiduc

    Naja…
    …das Note ist wirklich recht beeindruckend. Das Display ist super und alles, was ich heute auf der IFA probieren konnte, lief sehr flott. Vom S Pen bin ich allerdings recht enttäuscht gewesen. Die entsprechenden Anwendungen waren unintuitiver als erwartet er hat auch etwas verzögert reagiert. Daher frage auch ich mich nun: What’s the point? Denn der S Pen ist nun soooo toll auch nicht, um als überragendes Produktmerkmal zu dienen.

  • Am 16. Oktober 2011 um 11:41 von Georg

    Ich will es haben…
    "Der Erstling einer Kategorie"? Wie bitte? Noch nie etwas vom Dell Streak gehört? Wäre auch jetzt noch erfolgreich und die Grösse wurde schon damals von den Usern gelobt. Leider gabs nie ein offizielles Gingerbread Update. Ansonsten hätte ich es mir geholt. Liegt wie ne Tafel Schokolade in der Hand. Endlich ist das Mikrofon wieder in der Nähe vom Mund und das komplette Handling ist 100% Business tauglich. Gerade keine Zeit die Telefonnummer zu tippen? Stift raus gezogen und als Notiz schnell mal abgelegt. Dafür ist der Stift nämlich gedacht und für nichts anderes. Er ist eine Ergänzung und kein Ersatz. Ich persönlich finde eher das Gewicht etwas grenzwertig, denn es ist 50% höher als beim Galaxy S2. Allerdings habe ich noch einen legendären MDA Pro und da wäre ich über weniger als 180gr. froh gewesen 😀

    Kurzum, es wird der Ersatz für mein HTC Desire sobald es erhältlich ist. Ich bin froh, dass ich das Galaxy S2 jetzt nicht noch gekauft habe.

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