Panasonics PowerZoom-Objektiv angetestet: superflache 14-42mm-Optik für Micro-Four-Thirds

Leistung

Mit dem Motor-Zoom fühlt es sich ein wenig an, als fotografiere man wieder mit einer Kompaktkamera. Was an sich nichts Schlechtes ist – im Gegenteil. Insbesondere im Videomodus bietet der motorisierte Fokus enorme Vorteile. So lassen sich schließlich Brennweitenveränderungen mit konstanter Geschwindigkeit und ohne Ruckeln durchführen. Beim Zoomhebel selbst gibt es nur eine Geschwindigkeit. Dafür wird Panasonic im Oktober ein Firmware-Update zur Verfügung stellen, dass diese Einstellung auf diverse Kameras bringt – der Fotograf kann also die Zoomgeschwindigkeit des Objektivs in den Einstellungen der Digicam festlegen.

Der Hebel für den Fokus bietet zwei verschiedene Einstellungen: sehr schnell und sehr langsam. Dazwischen gibt es nichts. Videografen brauchen trotzdem nicht enttäuscht zu sein: Der Übergang zwischen verschiedenen Fokusebenen lässt sich ja einfach per Fingertipp aufs Display bewerkstelligen. Das Tempo lässt sich hier allerdings nicht einstellen.

Das Firmware-Update wird für fast alle G-Serie-Kameras zur Verfügung stehen. Ausgenommen sind lediglich die ältesten Modelle Lumix DMC-G1, GF1, GH1 und G2. Die Optiken funktionieren aber natürlich trotzdem an den alten Kameras – man muss allerdings eben auf die zusätzlichen Optionen verzichten.

Das 14-bis-42-Millimeter-Objektiv macht einen sehr flotten Eindruck. Wir hatten die Gelegenheit, die Linse sowohl mit der G3 als auch mit der GF3 auszuprobieren – und sind begeistert. Beide Kameras fokussieren schnell und präzise.

Bildqualität

Im Weitwinkel bringt das 14-bis-42-Millimeter-Objektiv eine leichte tonnenförmige Verzeichnung auf die Fotos. Bei der von uns ausprobierten Optik fällt diese auf der rechten Seite ausgeprägter aus als links. Bei maximal geöffneter Blende von F3,5 stellen wir im Weitwinkel eine leichte Vignettierung fest. Wir schließen die Blende sukzessive und stellen ab F5,6 keine Veränderung bei der Randabschattung mehr fest.

Das Bokeh der Linse wirkt angenehm, allerdings fällt an Lichtpunkten auf, dass die Kamera eine Irisblende mit sieben Lamellen besitzt – sie sehen bei abgeblendetem Objektiv leicht heptagonal aus. Mit violetten Farbsäumen hat die Optik fast nicht zu kämpfen. Sie treten gelegentlich am Bildrand an Übergängen mit sehr hohen Kontrasten auf, beeinträchtigen die Fotos aber nicht nennenswert. Die Schärfe ist in der Mitte sehr gut und lässt zum Bildrand nur wenig nach.

In der folgenden Fotostrecke gibt es ein paar Testfotos von dem 14-bis-42-Millimeter-PowerZoom-Objektiv zu sehen.

Fazit

Gute Bildqualität, schneller Fokusmotor, Motorzoom für Videofreaks und vor allem: extrem klein – es gibt an Panasonics PowerZoom-Objektiv mit einem Brennweitenbereich von 14 bis 42 Millimetern einiges zu mögen. Allerdings muss man sich mit den beiden Hebeln für Zoom und Fokus anfreunden können, denn klassische Objektivringe gibt es hier nicht mehr. Und außerdem wird die PowerZoom-Linse teurer sein als das bisherige Kitobjektiv. Wir freuen uns darauf, die Optik demnächst ausführlich testen zu können.

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