Ausstattung

Zusammen mit dem lichtstarken Weitwinkel-Objektiv dürften die Aufnahmemodi und Einstellungsmöglichkeiten der Nikon Coolpix P300 wohl das Hauptverkaufsargument darstellen. Anspruchsvolle Fotografen freuen sich über einen komplett manuellen Modus sowie über die Halbautomatiken Blenden- und Belichtungspriorität. Die P300 regelt die auf den Bildsensor einfallende Lichtmenge mit einer echten Irisblende und nicht, wie viele günstigere Digicams, mit einem Neutraldichtefilter. Einen zuschaltbaren ND-Filter gibt es bei der Kamera jedoch leider nicht.

Für die Blende stehen im Weitwinkel Werte zwischen F1,8 und F8,0 zur Verfügung. Im Telebereich bietet die Kamera Öffnungsverhältnisse zwischen F4,9 und F7,8 an. Die längste Verschlusszeit beträgt 8 Sekunden, die kürzeste liegt bei 1/2000 Sekunde. Bei der größten Blendenöffnung von F1,8 ist die geringste Belichtungszeit allerdings auf 1/1600 Sekunde reduziert. Leider war’s das dann aber auch schon mit den manuellen Einstellungsmöglichkeiten. Es gibt beispielsweise keinen manuellen Fokus. Und auch nach einem Slot auf dem Modusrädchen zum Ablegen von benutzerspezifischen Einstellungen sucht man vergeblich.

Das Modusrädchen auf der Oberseite der Kamera bietet leider keinen Slot für benutzerspezifische Einstellungen.
Das Modusrädchen auf der Oberseite der Kamera bietet leider keinen Slot für benutzerspezifische Einstellungen.

Wer Blende und Belichtungszeit lieber der Kamera überlässt, findet eine Programmautomatik vor, in der sich ISO-Empfindlichkeit, Weißabgleich, Belichtungskorrektur, Belichtungsmessung, Autofokusbereich und Fokusmodus händisch konfigurieren lassen – den Rest übernimmt jedoch die Kamera. Außerdem bietet die Nikon P300 noch eine flexible Programmautomatik, in der sich verschiedene Kombinationen aus Blende und Belichtungszeit wählen lassen, ohne jedoch die Belichtung selbst zu verändern. Außerdem gibt es Einstellungsmöglichkeiten für Farbton und Sättigung. Das ist zwar nicht revolutionär, für experimentierfreudige Fotografen aber durchaus interessant. Schön wären hier noch anpassbare Schärfe und Rauschunterdrückung gewesen. Die Kamera merkt sich übrigens die Einstellungen, auch, wenn man sie abschaltet.

Darüber hinaus gibt es dann noch zwei verschiedene Automatiken. Die eine versteckt sich bei den Motivprogrammen und wählt aus sechs Voreinstellungen automatisch die zum Geschehen vor der Linse passendste aus.Passt das Motiv in keine Schublade, wählt die P300 eine Allround-Automatik, die sich auf Wunsch auch händisch anwählen lässt und alle Einstellungsmöglichkeiten abgesehen von der Fotoauflösung sperrt.

Wer sein Haustier von einem Sonnenuntergang unterscheiden kann, findet außerdem 16 händisch anwählbare Szenenprogramme vor. Darunter finden sich Standards wie Landschaft und Portrait, Exoten wie Haustierportrait, fünf Filmeffekte wie Hoher Kontrast und Sepia sowie zwei verschiedene Panorama-Modi. Einer hilft dem Fotografen dabei, eine lückenlose Reihe von Einzelbildern aufzunehmen, um diese später am Rechner händische zusammenzufügen. Und beim anderen handelt es sich um einen Schwenkpanorama-Modus, bei dem der Anwender einfach die Kamera über das Motiv schwenkt, um ein Ultrabreitbild einzufangen. Das funktioniert am besten, wenn sich vor der Linse nicht viel tut – bewegte Objekte sorgen für Artefakte.

Blitz-Pacman: Betätigt man den Schieber auf der linken Seite der Kamera, schießt der integrierte Popup-Blitz nach oben.
Blitz-Pacman: Betätigt man den Schieber auf der linken Seite der Kamera, schießt der integrierte Popup-Blitz nach oben.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Nikon Coolpix P300 im Test: lichtstarke F1,8-Kompaktkamera mit schnellem BSI-Sensor

  • Am 21. September 2011 um 01:39 von Pezibär

    klingt interessant
    Die Cam klingt super, wenn sie wirklich hält, was sie verspricht. WErd mir demnächst wohl keine neue kaufen (hab mir vor nicht allzu langer Zeit erst ne Sigma Dp2x zugelegt…), aber wenn Canon das so weiter verfolgt, guck ich mal beim Nachfolgemodell.
    Als nächstes ist aber jetzt mal ne DSLR dran 😀

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