Bei den Aufnahmeeinstellungen hat man beispielsweise nicht viel zu verstellen: Man kann die Auflösung für Fotos (5, 2, 0,9 und 0,3 Megapixel) und Videos (1080p, 720p oder 480p, alle bei 30 Bildern pro Sekunde) auswählen oder die Gesichtserkennung und -verfolgung einschalten – mehr nicht. Der Camcorder verfügt zudem über einen 10-fachen digitalen Zoom, den man aber wie gehabt nach Möglichkeit nicht benutzen sollte, da er die Bildqualität reduziert. Außerdem gibt es eine elektronische Bildstabilisierung, die sich nicht abschalten lässt. Man kann nicht mal das Fotoauslösegeräusch oder die piependen Töne abschalten, die jede Auswahl im Menü begleiten.

Performance

Die Videoqualität ist gut, kann aber nicht mit der eines ausgewachsenen Full-Size-Camcorders mithalten. In 1080p oder 720p aufgenommene Videos sehen auf kleinen Bildschirmen ganz ordentlich aus, wobei die höhere Auflösung (natürlich) besser aussieht. Auf einem großen Flachbildfernseher sind seine Aufnahmeschwächen – beispielsweise sichtbares Ruckeln beim schnellen Schwenken der Kamera, Bewegungsverzerrung und Artefaktbildung bei sich schnell bewegenden Objekten – dagegen deutlich zu erkennen. Die elektronische Bildstabilisierung ist durchaus ein gewisser Ausgleich für zittrige Hände, aber eine felsenfeste Aufnahmeplattform ist der Camileo BW10 damit noch lange nicht.

Die Qualität von Innen- und Low-Light-Aufnahmen ist mittelmäßig. Das ist nichts Ungewöhnliches für Pocket-Camcorder, besonders nicht für günstige Modelle wie den BW10. Man darf sich hier auf die gleichen Probleme wie bei Aufnahmen bei gutem Licht „freuen“ – nur in größerem Ausmaß und mit sichtbarem, körnigem Rauschen. In der Front sitzt zwar eine kleine LED zur Ausleuchtung naher Objekte, aber ganze Räume oder Szenarien kann man damit auch nicht aufhellen.

Der Toshiba Camileo BW10 ist vielleicht nicht der beste Pocket-Camcorder überhaupt, dafür aber wasserdicht und ziemlich günstig.
Der Toshiba Camileo BW10 ist vielleicht nicht der beste Pocket-Camcorder überhaupt, dafür aber wasserdicht und ziemlich günstig.

Die Fotoqualität kann man mit der eines Smartphones vergleichen: Bei heller Ausleuchtung gut genug zum Online-Sharing, aber ansonsten einfach nur ziemlich schlecht. Immerhin verfügt der Toshiba Camileo BW10 über Autofokus für Fotos und Videos und kann auf Objekte fokussieren, die sich etwa 30 Zentimeter vor der Linse befinden.

Im Gegensatz zu den vielen anderen Pocket-Camcordern verfügt der BW10 allerdings über keine im Gerät eingebettete Software. Es wird zwar eine einfache YouTube-Upload- und die 30-Tage-Testversion einer Videobearbeitungssoftware auf CD mitgeliefert, aber beide sind nur für Windows geeignet. Und wer die Vollversion der Videobearbeitungssoftware von Magix erwerben will, muss je nach Ausführung mindestens 45 Euro auf den Tisch legen.

Fazit

Obwohl der Toshiba Camileo BW10 in kaum einer Hinsicht wirklich überragend ist, kann man ihm andererseits auch seine Pluspunkte nicht absprechen: Immerhin ist er wasserdicht, einfach zu benutzen und schon für unter 80 Euro erhältlich. Mit seiner Aufnahmequalität wird man zwar keinen Oskar einfahren, aber zum Hochladen auf YouTube reicht es allemal.

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